BVIs – Norman Island 11.04.2016

Nach den Tagen in der Marina ist es wunderschön wieder in einer Bucht zu sein. Als erstes springen wir ins Wasser und schwimmen und schnorcheln eine kleine Runde.
Eine Stunde später ist dann auch die OOROO1 in der Bucht angekommen und weil es gerade Mittagessenszeit ist und ich einen griechischen Bauernsalat mache und Leanne den so gerne mag, hat Berthold beide kurzerhand zum späten Lunch eingeladen.

Eva und Gerd von der BearBaloo kommen leider heute doch nicht mehr in die Bucht. Eva hatte noch einen Zahnarzttermin und so wurde es zu spät um noch in die Bucht zu kommen. Aber dafür kommen sie morgen.

Leanne, Mike, Berthold und ich haben uns aber dann doch um 18 Uhr schon einmal Willy T angeschaut. Es ist eine wirklich nette Partylocation und man kann sich gut vorstellen, dass hier ab und zu ziemlich die Post abgeht. Wir haben nur unser Sundowner Bierchen getrunken und sind dann an Land gefahren um dort zu Abend zu essen.

Es gibt zwei Restaurants nebeneinander, das Pirates Bight in dem Berthold und ich beim letzten Mal waren und das The Club. Dazwischen gibt es einen schönen Souvenier-/T-Shirt-/Bademodenladen. Wir haben uns für diesmal für The Club entschieden und waren total begeistert. Der junge engagierte Koch kam zu uns an den Tisch empfahl uns einen Teller gemischte Vorspeisen, die wir uns geteilt haben und die vorzüglich geschmeckt haben. Die von uns gewählten Hauptgerichte waren auch sehr gut und wirklich ungewöhnlich für die Karibik, von der Qualität des Essens bis hin zur Präsentation. Die Kellnerin Georgia war sehr nett und fröhlich und als uns dann am Ende der Barkeeper seinen Special of the day „Jellyfish“ servierte, waren wir rundum begeistert.

Jellyfish:
In einem Glas von ca. 3 cm Durchmesser und einer Höhe von ca. 10 cm bereitete er den Drink zu:
Blue Curacao und Sambuca ins Glas geben und ein paar Tropfen Grenadine hineinträufeln, die dann aussieht, als würde ein Jellyfish in der klaren blauen Flüssigkeit schwimmen und zum Abschluss noch etwas Baileys auf die blaue Flüssigkeit. Der Drink sah wunderschön aus und schmeckte hervorragend.

Danach fuhren wir glücklich und zufrieden nach einem herrlichen Abend zu unseren Schiffen zurück.

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Nächstes Ziel USVIs

Unsere weitere Reise führt uns durch die USVIs nach Puerto Rico. Da diese Länder zur USA gehören, benötigen wir ein Visum. Das haben wir zu Hause nicht beantragt.

Aber es gibt hier eine Möglichkeit zu einem Visum zu kommen, mit dem man dann auch mit dem eigenen Schiff in die USA einreisen kann:

Wir füllen also das ESTA-Formular im Internet aus und drucken uns die Bestätigung aus. Mit dieser Bestätigung fahren wir nach Sopers Hole, denn von dort geht eine Fähre nach St. Thomas. St. Thomas gehört zu den USVIs.

Wir verlassen also die BVIs, und zahlen eine Ausreisegebühr von 20 USD pro Person. Fahren mit unserem Hin- und Rückfahrtticket für 120 USD nach Charlotte Amalie, der Hauptstadt von St. Thomas. Dort gehen wir wie alle durch die Immigration, geben unsere ESTA-Formulare ab und erhalten einen Stempel in unseren Reisepass = wir haben ein Einreisevisum für 3 Monate.

Dann gehen wir zu Customs and Immigration für Schiffe und holen uns schon einmal das Forular für das Einklarieren unseres Schiffes.

Essen in einem netten Restaurant ein kleines Lunch und gehen zurück zur Fähre, zahlen diesmal nur 10 USD pro Person für die Ausreise und fahren zurück in die BVIs. Bekommen hier wieder einen Stempel, dass wir wieder da sind und können jetzt ganz wie immer mit unserer Sempre Due einreisen.

 

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BVIs – Tortola Nanny Cay Marina – 05.-11.04.2016

https://goo.gl/maps/FsB3Cnpf2wN2

Von der Harbour View Marina sind wir nach Norman Island gefahren. The Bight ist die bekannteste Bucht von Norman Island. Hier liegt die Willy T ein Nachbau eines der ersten Schiffe, die auf Norman Island gelandet sind, auf dem berühmt-berüchtigte Partys stattfinden sollen.

Also, da nehmen wir doch etwas Abstand und finden eine Boje die uns zusagt, gehen schwimmen und Schnorcheln, treffen wieder ein paar Schildkröten und bunte Fische. Am Abend fahren wir mit dem Dinghy zur Pirates Bight Beach-Bar/Restaurant. Ich kaufe mir ein schönes orange farbenes Shirt und danach gönnen wir uns als Sundowner einen Cocktail um danach in dem Restaurant zu Abend zu essen.

Immer komisch, wenn der Besuch dann weg ist. Irgendwie fehlt erst einmal etwas. Uns jetzt machen wir uns auch Gedanken, wie es meiner Schwester denn wohl in Sint Maarten geht. Denn schön ist es ja nicht, wenn man sich auf Rückflug eingestellt hat und sitzt da in einem Hotel in das man nicht wollte und muss warten um zu erfahren, wann und wie es denn jetzt weiter geht.

https://goo.gl/maps/H8En9jPmzzz

Am 05. April nach Frühstück und Morgenschwimmerchen sind wir dann quer über den Francis Drake Channel zur Nanny Cay Marina aufgebrochen. Wir hatten hier schon einen Platz reserviert und liegen jetzt am T-Ende eines Docks direkt hinter einem Leopard-Katamaran mit einer sehr netten jungen amerikanischen Familie an Bord. Das Schiff hat den etwas ungewöhnlichen Namen „corpsepounder.com“. Wer sich für die Geschichte interessiert kann ja im Internet nachlesen. John und Jennifer sind mit ihrem 7 Monate alten Sohn Jack unterwegs. Gestern waren wir gemeinsam beim Sundowner in der Marina-Beach-Bar und hatten sehr viel Spaß. John und Jennifer sind herrlich erfrischend und positiv und lebensfroh und zufrieden.

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So vergehen dann auch die Hafentage wieder einmal viel zu schnell. Jeder arbeitet irgendetwas vor sich hin, zwischendurch ein kleines Pläuschchen und weiter gehts.

Auf den Abend freuen wir uns sehr, denn Eva und Gerd von der BearBaloo kommen zu uns in die Marina. Sie ankern in der Nachbarbucht und wir werden gemeinsam im Marina-Restaurant zu Abend essen und uns gegenseitig unsere Geschichten seit unserer gemeinsamen Atlantik-Überquerung berichten. Na vieles wissen wir wohl schon von unseren Blogs, jedoch freuen wir uns sehr, dass wir in Kontakt bleiben und dass so eine ARC-Atlantiküberquerung doch ganz schön verbindet.

Heute ist unser letzter Tag in der Nanny Cay Marina. Mittlerweile ist auch die OOROO1 in der Marina angekommen und wir hatten schon einige nette Abende mit Eva und Gerd und Mike und Leanne, deren Besuch gestern weitergereist ist.

Heute fahren wir mit drei Schiffen im Laufe des Tage wieder über den Francis Drake Channel nach Norman Island. Unsere Herren sind nun doch neugierig auf die wilden Partys von Willy T. Im Internet kreisen wilde Gerüchte. Das schauen wir uns jetzt einmal an. Ich werde berichten.

 

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BVIs – Tortola Brewers Bay – 01.-04.04.2016

https://goo.gl/maps/GnCYNy3BvBk

Jedoch auf dem Weg dorthin kamen wir an der Brewer’s Bay vorbei. Dort lagen nur drei Schiffe vor Anker, die Bucht sah so schön aus und im nautischen Führer lasen wir, dass sie wirklich ein guter Ankerplatz ist, gut geschützt, guter Schnorchelspot und mit einer schönen kleinen Strandbar namens Nicole.

Also sind wir kurzerhand abgebogen und haben in der Bucht geankert. Die Bucht ist durch ein Korallenriff zweigeteilt. Die Einfahrt erfordert ein wenig Aufmerksamkeit, jedoch waren wir nachdem wir in dem westlichen Teil der Bucht geankert hatten total begeistert.

Diese Begeisterung steigerte sich noch, nach unserem ersten Schnorchelausflug. Die Korallenriffe rechts und links und in der Mitte der Bucht sind wunderschön und es gibt so unglaublich viele und viele verschiedene Fische! Unglaublich große Papageienfische in Schwärmen. Man wollte am liebsten gar nicht mehr aus dem Wasser.
Am Abend haben wir gegrillt und den Abend genossen. Meine nicht-Bier-trinkende Schwester hat sich sehr schnell an den leckeren Carib-Beer Sundowner gewöhnt 🙂 Das Bier schmeckt hier wirklich toll, so dass es offenbar sogar nicht Bier Trinker überzeugt. Es schmeckt ein wenig wie Corona und wird auch gerne mit Zitrone getrunken.

Am nächsten Morgen haben wir dann auf die östliche Seite der Bucht umgeankert. In die westliche Seite kamen doch immer noch etliche starke Fallwind-Böen, die es etwas ungemütlich gemacht haben. Aber weg wollten wir auf keinen Fall. Wir waren drei Tage in der Brewer’s Bay. Mit einem kleinen Landausflug zur Bar Nicole und einem kleinen Spaziergang zur Sugar Cane Mill Ruine, einmal einen Hügel rauf und runter und dann aber auch wieder ins Wasser und die Fische gucken.

Die Brewers Bay ist für Berthold und mich die allerschönste Schnorchelbucht sämtlicher Karibikinseln bisher. Und tatsächlich, wie es im Reiseführer steht „unspoiled“. Es waren nie mehr als drei bis vier Schiffe in der Bucht vor Anker. Herrlich. Am Nachmittag wurde gegrillt oder gekocht, gegen 17 Uhr gab es den Sundowner und von Tag zu Tag wurde das Wetter besser.

Und schwups waren die zwei Wochen Urlaub meiner Schwester auch schon um. Wir haben uns auf den Weg zur Harbour View Marina, in der Nähe des Flughafens begeben. Dort noch eine Nacht an einer Boje verbracht, um am nächsten Morgen an einem Steg anzulegen, so dass Conny mit dem Koffer gut zum Taxi kommt, das wir am Abend vorher schon gebucht hatten.

https://goo.gl/maps/qW7SnVF6kQD2

Der Rückflug war dann für meine Schwester nicht ganz so toll, denn der Flieger nach Sint Maarten ist einfach nicht gestartet. Karibischer Weise, hat sich auch niemand um die Passagiere gekümmert. Und als sie dann am späten Nachmittag doch endlich in Sint Maarten ankam, war der Flieger nach Paris längst weg. Der für den nächsten Tag also heute, war ausgebucht und wahrscheinlich kann sie dann morgen nach Paris fliegen. Das Hotel für die beiden Tage auf Sint Maarten inkl. Verpflegung zahlt die Airline. Wir hoffen sie kann den Zwangsaufenthalt auf Sint Maarten genießen, denn es ist ja eine wirklich schöne Insel, wie ihr wißt.

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BVIs – Jost van Dyke – .03.2016

Also fahren wir weiter nach Jost van Dyke, eine Insel die nach einem Piraten benannt wurde. Wir gingen vor Little Jost van Dyke direkt vor Sandy Spit vor Anker. Ein wunderschöner Ankerplatz, mit minikleiner ungewohnter rundherum Sandstrand-Insel vor der Nase. Leider auch nicht so perfekt windgeschützt, so dass wir an diesem Tag nur mit dem Dinghy zu Foxy’s Taboo gefahren sind, ein Cocktailchen geschlüft haben, zu Mittag gegessen haben und danach kam ein seeeehr nasse Fahrt zurück mit dem Dinghy gegen die Wellen.

Wie immer bei solchen Gelegenheiten wird Hagen zitiert: „Segelsport ist Wassersport“.
Spaß macht’s dennoch nicht immer. In diesem Fall waren wir jedoch alle gut vorbereitet.

Da der Liegeplatz nicht so gut geschützt war und wir an der Stelle auflandigen Wind hatten, hat unser Skipper Berthold am nächsten Tag beschlossen, dass wir diesen schönen Platz verlassen müssen. Und eigentlich wollten wir nach Marina Cay.

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BVIs – Virgin Gorda The Bath und Bitter End – 26.-30.03.2016

https://goo.gl/maps/xDebXZ5v94x

https://goo.gl/maps/DJKg2n2D6jk

Am nächsten Morgen direkt nach dem Frühstück wollten wir weg von diesem ungemütlichen Platz. Wir fuhren weiter nach Virgin Gorda. Vor der Hauptstadt Spanish Town haben wir uns an eine Boje gelegt und das Meer und die Stadt genossen. Am nächsten Tag fuhren wir mit den Taxi zu den Baths. The Baths ist ein Marine Park an der Südwestküste von Virgin Gorda. Es gibt dort auch Mooringbojen, jedoch sah es im Vorbeifahren schon recht voll aus und der Wind war uns auch zu stark um an einem so ungeschützten Platz über Nacht zu bleiben. The Baths bezeichnet ein Gebiet in dem riesige Granitblöcke ein Labyrinth von Schluchten und Gängen im Wasser und an Land bilden. Zwischen den Steinblöcken haben sich Grotten und Pools gebildet. Laut Reiseführer ein schöner Schnorchelspot und Badespot in den BVIs.

Wir hatten unsere Badesachen und Schnorchel zwar mitgebracht, jedoch angesichts der Menge an badenden und schnorchelnden Menschen haben wir uns alles einmal angeschaut, haben im Restaurant oberhalb der Steinblöcke mit Blick darüber und auf das Meer zu Mittag gegessen und sind dann wieder zurück an Bord.

Am nächsten Tag ging es weiter in den Norden Virgin Gordas: Bitter End. Die Bucht ist wunderschön, wir fanden eine Boje vor einem Sandstrand direkt vor Prickley Pear Island, sind mit dem Dinghy zur Bitter End Marina gefahren und haben in der großen Resortanlage zu Mittag gegessen, danach einen kleinen Spaziergang durch das Resort unternommen einen Leguan entdeckt und auf dem Rückweg in der Strandbar von Prickley Pear Island einen Sundowner getrunken und die Bojengebühr bezahlt. An dieser Boje bleiben wir auch zwei Tage.

So allmählich bemerkt man, dass Ostern vorbei ist. Es sind schon viel weniger Charteryachten unterwegs. Leider ist das Wetter nicht so perfekt. Es ist immer noch etwas zu viel Wind und Welle und immer noch ist es oft bewölkt und regnet immer einmal wieder. Schade, denn wir wollten ja alle drei so gerne nach Anegada fahren. Anegada liegt ca drei Stunden von Virgin Gorda entfernt und ist ein Korallen-Atoll, was einzigartig ist in der Karibik, alle anderen Inseln sind Vulkaninseln. Aber um dorthin zu segeln sollte die Sicht und der Blick ins Wasser ungetrübt sein und wenn man dort schnorcheln will lohnt es sich ja auch nur den Weg auf sich zu nehmen, wenn die Sicht gut ist. Weiterhin hält ein Korallenatoll dessen höchste Erhebung 8 m hoch ist, natürlich keinen Wind ab, so dass man bei stärkeren Winden diesen voll und ganz ausgesetzt ist. Also – Anegada wird schweren Herzens von der Liste gestrichen. Ich hätte so gerne die Flamingos gesehen.

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BVIs – Cooper Island – 25.06.2016

https://goo.gl/maps/7FNLUTfroz42

Jedoch nach zwei Tagen Little Harbour wird es dann Zeit für ein neues Abenteuer. Das fanden wir dann auch tatsächlich auf Cooper Island. Wir sind sehr früh gestartet, um in der Manchioneel Bay eine Mooringboje zu erhaschen. Uns grauste ein wenig, weil wir so viele Geschichten mittlerweile gehört haben, wie voll es überall ist und mit welchem Kampfgeist der eine und andere Segler sich die Bojen schnappt, denn in vielen Buchten hier ist ankern verboten.

In der Manchioneel Bay gibt es extrem viele Bojen und sie liegen sehr nah beieinander. Als wir ankamen waren einige Boje schon frei geworden. Zwei davon hatten keine Leine zum Aufnehmen, was sich uns später erklärte, aber wir haben uns eine schöne Boje ausgesucht und uns in dem zum Festmachen vorgesehenen Auge eingehängt. Zwei Stunden später, Berthold war schwimmen, schaute sich die Boje an und ich gehe nach vorne und ziehe nur mal kurz an der Leine die uns mit der Boje verbindet und habe plötzlich meine komplette komplette Mooringtraverse, nebst Mooring-Plastikauge in der Hand. Das Mooringseil hat sich aufgedröselt und unsere Sempre due dümpelt vor sich hin.

= Das Schiff ist nirgends fest!!! Berthold schwimmt im Wasser!!! Um uns herum in nächster Nähe alles voller Schiffe. „Komm raus!! Schnell!!! Wir vertreiben!!!“

Ich habe schnell die Motoren gestartet und versucht zumindest mit dem rechten Motor irgendwie Raum zu gewinnen, an der linken Seite befindet sich die Badeleiter, da geht nur Leerlauf bis Berthold aus dem Wasser ist. Aber mit einem Motor im Ankerfeld manövrieren ist nicht gut möglich. Berthold kam so schnell es ging an Bord und wir wollten zu unserer Boje zurück. Gerade rechtzeitig, denn schwups, schon wollte ein anderes Schiff festmachen. Aber wir konnten erklären, dass wir nicht wegfahren, sondern, dass das Bojenseil gerissen ist und dass das unsere Boje ist und wir wieder festmachen. Zum Glück gab es noch eine große Schlaufe im Seil, in die wir uns einhängen konnten. Puh – alles wieder fest, alles wieder einmal gut gegangen.

Danach schnappen wir uns das Dinghy und fahren erstmal an Land. Lunchtime. Als wir zurück kamen, war keine einzige Boje mehr frei. UND – alle Schiffe drehten sich mal wieder in alle erdenklichen Richtungen. Der Platz zwischen den Schiffen war so knapp, dass immer mal wieder jemand auf dem einen oder anderen Schiff aufsprang, um zu schauen, ob das auch wirklich gut gehen kann. Als am späten Nachmittag dann das Schiff, das uns immer am nahesten kam ablegte, waren wir schon etwas erleichtert für die Nacht. Jedoch es dauerte nicht allzu lange und es kam doch tatsächlich noch ein Katamaran.

In der Nacht gegen 24 Uhr machte es dann auch KLONG. Wir hatten in weiser Voraussicht Fender angebracht, so dass nichts an den Schiffen passiert ist, jedoch der Neuankömmling hat netter Weise direkt den Platz verlassen um weiter draußen zu ankern. Das können wir leider nicht, weil wir mit unserer 50 Meter Kette zu wenig Kette haben für die größeren Tiefen.

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BVIs – Peter Island – 22.-25.03.2016

https://goo.gl/maps/2kZzcYCaHkP2

Die beiden Wochen in denen meine Schwester mit an Bord war vergingen so schnell, dass ich gar nicht zum Schreiben gekommen bin.

Direkt am Tag nach Conny’s Ankunft sind wir quer über den Francis Drake Channel nach Peter Island gefahren. Das Wasser war unruhig und der Wind nicht so schön, so dass die kurze Strecke ziemlich holprig wurde. Aber in der Little Harbour Bay war davon nichts mehr zu spüren. Mike erwartete uns schon auf seinem Standup-Paddel-Board und half uns die beiden 40 m Landleinen an Bäumen oder Felsen zu befestigen.

Die Little Harbour Bay ist sehr schön und trotz Osterferienzeit recht ruhig, da viele Charterfirmen diese Bucht nicht empfehlen.

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Ansonsten wimmelt es auf dem Francis Drake Channel nur so von Charteryachten. Wir sehen schon unsere geplante Route schwinden. Auch das Wetter will nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt haben.

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British Virgin Islands (Teil 1)- 15.-20. März 2016

https://goo.gl/maps/RBh3M8uDiv82

Unsere erste Station in den BVIs war Peter Island und dort die Bucht Great Harbour. Es liegen viele Mooringbojen in der Bucht und wir und OOROO konnten zwei Bojen direkt neben dem Riff und hintereinander finden.

Wir lagen auf glasklarem Wasser, konnten schwimmen und schnorcheln. Das Riff wimmelt von bunten Fischen, lila Fächerkorallen und Korallenköpfen. Immer mal wieder taucht eine Schildkröte auf. Herrlich. Das hatten wir in Anguilla etwas vermisst. Dort gab es nur Sand und Seesterne am Meeresgrund zu sehen.

Gegen Nachmittag wurden die Kajaks aufgepumpt und wir paddelten mit Leanne und Mike auf dem wunderschönen klaren Wasser herum. Bis es Zeit für den Sundowner wurde. Dafür haben wir uns vom Schiff jeder ein Fläschchen Carib geholt, sind zurück in die Kajaks, sind ein Stück vom Riff weg gepaddelt, hielten uns gegenseitig an den Kajaks fest und ließen uns einfach treiben und genossen unseren Sundowner. Das war wirklich wunderschön. Rumdümpeln vom Allerfeinsten.

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Am nächsten Vormittag ging es dann nach dem Guten-Morgen-Schwimmerchen los zur Manuel-Reef-Marina. Jetzt endlich soll das Schiff geschrubbt und poliert werden. Wäsche gewaschen etc.

Die Marina ist sehr klein und leider etwas rolly polly. Aber sie liegt sehr schön. Hinter einem Riff, das die Ein- und Ausfahrt etwas tricky gestaltet um genau zu sein es ist sehr wenig Platz zwischen Riff und Schiff :-). Aber hat geklappt.

Wir lernten vom Schiff gegenüber Miki kennen. Er ist Kroate, sehr nett und hilfsbereit und er arbeitet hier als Profi-Skipper für eine Charterfirma. Er hat uns einen wirklich guten Mitarbeiter empfohlen, der unser Schiff gewaschen und gründlich mit einer Poliermaschine poliert hat. Es sieht wieder aus wie neu und wir sind so glücklich, dass diese dunklen Streifen und Schatten doch wieder einem strahlenden Weiß gewichen sind.

Weiterhin wollte ich hier, mit Verbindung zum Landstrom meine lange angesammelte 60 Grad Wäsche waschen. Jedoch gibt es hier zwar so ungefähr 220 V, aber 60 hz. Meine Waschmaschine akzeptiert nur 50 hz. Ich konnte sie einschalten, als aber ich nach 1 1/2 Stunden nach ihr geschaut habe, war die komplette Waschmaschine richtig heiß und wollte gar nicht mehr aufhören zu laufen und konnte nicht abpumpen. Zum Glück hat die Maschine keinen Schaden genommen bei dieser Aktion. Wir haben den Stecker vom Landstrom gezogen, um nicht doch noch irgendwelche Elektrogeräte zu zerstören. Ich habe alle Wäsche mit Solarenergie gewaschen. Da ich die Waschmaschine dann nur auf 30 Grad laufen lassen kann, habe ich einfach sehr heißes Wasser in die Maschine gefüllt und dann das Programm auf 30 Grad laufen lassen. Funktioniert perfekt und bedeutet, dass es nie mehr einen Wäscheberg auf der Sempre due geben wird. Hier wird nur noch mit Solarenergie gewaschen. Und obwohl ich bestimmt 3 – 4 mal am Tag gewaschen habe, waren abends die Batterien voll. Super Solarzellen!

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Sundowner in der Nanny Cay Marina, die wir uns mal für den nächsten Marina-Stopp angeschaut haben

In der Zwischenzeit ist auch das Schiff von innen gründlich geputzt und so warten wir jetzt nur noch auf morgen, 21.3.2016. Denn morgen holen wir meine Schwester vom Flughafen ab. Sie wird mit uns, in den zwei Wochen die sie hier ist, die British Virgin Islands erkunden.

Berthold und ich haben schon eine ganz schöne Route zusammengestellt: Peter Island, diesmal die Little Bay, denn dort sind die OOROOs, Cooper Island, Trellis Bay zur Full Moon Party, Virgin Gorda, The Bath, Virgin Gorda (Norden), Anegada, Jost van Dyke und zurück nach Tortola. Mal schauen ob wir das alles so schaffen, oder ob wir unterwegs etwas ändern. Wir können bleiben wo es uns gefällt. Ihr werdet es erfahren.

 

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Von Anguilla zu den BVIs – 14.03.2016

Es dauerte bis zum 14.3. bis wir uns auf den Weg zu den BVIs machen konnten. Bis der Wind sich wieder in die sonst hier übliche Richtung (N/O)gedreht hatte und etwas schwächer wurde. Es lag eine Segelstrecke von 88,8 sm vor uns. Wir rechnen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 6 sm pro Stunde. Das wären dann so um die 14 Stunden Fahrtzeit.

Um am Morgen bei Tageslicht in einer uns fremden Bucht anzukommen, konnten wir noch den kompletten Tag in der schönen Rendezvous Bay mit schwimmen und unserer mittlerweile täglichen Strandwanderung (2,5 km hin und 2,5 km zurück) verbringen.

Um 17 Uhr hieß es dann an Bord der Sempre due Anker auf.

In Sint Maarten hatten ca. 1 Stunde vorher Leanne und Mike die Reise begonnen und noch ein weiterer Katamaran (Simplicity) war von dort aus gestartet. Wir konnten sie auf dem AIS sehen und wußten, dass unsere Strecken sich irgendwann in der Nacht treffen würden.

Anfangs hatten wir 18-20 kn Wind und da wir unseren Genaker gesetzt hatten kamen wir mit 8-9 Knoten zügig voran. So war das eigentlich nicht geplant. Aber wir ließen es erst einmal laufen. Als es dann dunkel wurde haben wir den Genaker eingerollt und das Vorsegel gesetzt. Jetzt kamen wir der von uns geplanten Geschwindigkeit etwas näher. Der Wind war doch noch etwas stärker als erwartet.

Ich hatte die erste Wache von 20 bis 24 Uhr übernommen. Dann hatte Berthold von 24 bis 4 Uhr Wache und ich war wieder ab 4 Uhr wach. Berthold konnte dann noch einmal zwei Stunden schlafen, bevor wir in die Inselwelt der British Virgin Islands einfuhren.

Die Nacht war relativ ruhig. Es waren zwar etliche große Schiffe unterwegs, Frachter und hellbeleuchtete Kreuzfahrt-Schiffe und auch noch ein paar Motoryachten und Segelschiffe, aber außer einem Segelschiff, das zusätzlich ohne AIS unterwegs war und folglich nicht auf unserem Bildschirm zu sehen und im Dunkeln schlecht auszumachen war, kam mir niemand sehr nahe.

Dieses Schiff mußte noch schnell vor meiner Nase quer vorbei. Aber es war alles gut. In der Nacht sieht das nur immer etwas anders aus, weil man ja auch nie weiß, ob da an Bord nicht gerade einer eingeschlafen ist und die Entfernung der Navigationslichter nicht so gut eingeschätzt werden kann.

Wie auch immer ich brauchte nicht den Kurs zu korrigieren und als Berthold dann um 6 Uhr nach oben kam, war die Sonne gerade aufgegangen, hinter uns die OOROO, vor uns der andere Katamaran, alle hatten wir dann die letzten Stunden im gleichen Abstand die gleiche Strecke gefahren. Das fand ich wirklich schön.

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Rendezvous Bay – Anguilla – 08.03.2016

https://goo.gl/maps/xduVGNX7CrT2

Der Northerly machte die Road Bay dann doch etwas unruhig und von rolly polly haben wir seit Simpson Bay erst einmal genug. So haben wir uns entschlossen doch in den Süden von Anguilla zu verholen.

Da Anguilla sehr auf seine wunderschönen Strände und die Natur achtet, darf man hier nicht einfach so von Bucht zu Bucht fahren und ankern. Erste Anlaufstation muss immer Road Bay sein. Dort bei Customs und Immigration gibt es noch eine dritte Station, die zuständig ist für die Cruising Permit. Diese Gebühr wird für den Erhalt der Strände und Natur erhoben und auch nur dafür ausgegeben.

Weiterhin darf man die Buchten, die zum Marine Park gehören nur von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr am Abend und nur an den dort ausgelegten Bojen, besuchen.

Sollte man doch länger bleiben wollen, oder in einer Bucht ankern wollen, benötigt man einen Agenten vor Ort. In unserem Segelreiseführer haben wir die Telefonnummer von Gabi Gumbs gefunden (+1 264 584 3826). Sie ist Agentin für Yachten hier auf Anguilla und erledigt von der Clearance über die Cruising Permits alles und steht mit Rat und Tat zu Seite.

Wir hatten sie bevor wir heute Morgen zu den Customs fuhren angerufen. Erfreulicher Weise spricht sie deutsch und wir haben sie nach den Regeln für die Rendezvous Bay gefragt. Sie sagte, dass wir der Cruising Permit Dame sagen sollen, dass wir mit ihr telefoniert hätten und dass sie uns hilft, falls es Probleme mit der Permit gibt. Wir hatten eigentlich keine Probleme mit der Permit, jedoch mit der Bezahlung. Pro Tag mussten wir 55 Euro bezahlen und wir müssen 5 Tage wegen des Windes überbrücken. Leider hatten wir nicht so viel Bargeld bei uns und man kann nicht mit Kreditkarte bezahlen und der nächste ATM befindet sich in der Hauptstadt The Valley.

Freundlicher Weise rief die Permit-Dame direkt bei Gabi an und gab den Hörer, nachdem sie mit ihr alles soweit geklärt hatte, an mich weiter. Gabi sagte: Gar kein Problem, ich erledige die Zahlung für eure cruising permit, ihr könnt gleich losfahren. Ich bezahle die Gebühr in bar für euch und ihr schickt mir eure Kreditkartendaten per Email. Schwups bekamen wir unsere cruising permit und hatten die Erlaubnis in der Rendezvous Bay für 5 Tage zu ankern und konnten losfahren. Gabi hat unsere Kreditkarte mit dem Betrag plus 5% handling charge belastet, die Gebühren bezahlt, uns per Email die Quittung geschickt und wir waren wirklich glücklich und zufrieden mit der Freundlichkeit, Unkomliziertheit und Zügigkeit mit der das alles vonstatten ging.
Vielen Dank Gabi!

Vorbei an herrlichen Standstränden und schönen Hotelanlagen fuhren wir die ca. 1 1/2 Stunden zur Rendezvous Bay. Jetzt ankern wir vor einem langen Sandstrand und mit uns liegen hier noch ein weiterer Katamaran, zwei Einrumpf-Segelschiffe und eine Motoryacht vor Anker. Nach einem ausgiebigen Schwimmerchen mit Kontrolle des Ankers gab es einen griechischen Bauernsalat zum Lunch.

Den bewölkten und durch den Northerly recht kühlen Nachmittag (27-28 Grad) verbrachte ich mit bügeln und Emails schreiben und beantworten. Gegen Abend wurde es dann noch kühler, so dass ich nun wirklich ein langärmliges Shirt anziehen mußte und selbst Berthold es als recht kühl empfindet (25 Grad). Brrrr.

Zum Dinner gab es Filetsteak mit Kartoffeln und Guacamole. An letzterer müssen wir noch etwas feilen. Sie war o.k. aber noch nicht perfekt.

Morgen werden wir, wenn das Wetter es erlaubt mit dem Dinghy die Bucht erkunden und mal schauen wie wir an Land kommen um in den nächsten Tagen auch den Rest der Insel kennenlernen zu können.

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Von Sint Maarten nach Anguilla – 06.03.2016

https://maps.google.com/?q=18.201665,-63.093438&hl=de-DE&gl=de

Unser Liegeplatz in der Simpson Bay wurde uns jetzt doch wirklich zu ungemütlich, rolly polly. Es war so wellig, dass man nicht mehr vernünftig geradeaus gehen konnte (ich ahne schon, was Holger dazu sagen wird).

Nach den trubeligen Tagen in Sint Maarten wollen wir ein paar Tage Ruhe, Strände, klares Wasser, Strandbars. Keine Suche nach irgendwelchen Ersatzteilen, Gasflaschen, Hochdruckreinigern etc. von denen man die Hälfte nicht findet und ganz sicher nichts beim ersten Anlauf. Berthold und ich haben auf Sint Maarten ziemliche Strecken zu Fuß zurück gelegt.

Dennoch, die Menschen auf Sint Maarten sind sehr freundlich und entspannt und alles in allem haben uns wirklich sehr wohl gefühlt.

Gestern haben wir morgens für den nächsten Tag ausklariert, uns noch zum Abschluss ein Auto gemietet und sind zusammen mit Leanne etwas über die Insel gefahren. Wir waren an einem schönen Strand in Saint Martin (französischer Inselteil) – Grand Case, sind am herrlichen Sandstrand entlang spaziert und haben dort sehr köstlich mit Blick aufs Meer zu Mittag gegessen.
Danach mussten Berthold und ich den Großeinkauf erledigen. Dieser wurde dann auf zwei Dinghys verteilt und zusammen mit Mike und Leanne zu unserem Schiff gebracht. Danach war ein Sprung ist Wasser nötig um abzukühlen und im Anschluß ein kleines Sundownerchen.

Bei 28 Grad Wassertemperatur kann man ja immer „einfach rein“ (Standardspruch von Berthold und mir).

Heute Morgen sind wir noch kurz mit dem Dinghy in die Lagune gefahren, um das Auto zurück zu bringen und um uns von der OOROO zu verabschieden. Sie müssen noch das Ende ihrer Solarpanel-Aktion abwarten.

Schon zum dritten Mal hatten Berthold und ich das Glück, dass wir genau in dem Moment an der Brücke ankamen, in dem alle Regattayachten aus der Lagune kamen. Es sind bestimmt 100 Yachten und immer wieder ein wundervoller Anblick und eine schöne Atmosphäre, weil alle Crews in Erwartung eines perfekten Segeltages sind. Wir mußten warten, denn die Coast Guard achtet genau darauf, dass niemand mit dem Dinghy in die entgegengesetzte Richtung fährt, wenn die Brücke offen ist.

Während wir im, wie gesagt unruhigen Wasser, zusammen mit den Dinghys, die die Regatta-Crews zu den Yachten vor Anker gebracht hatten, auf das Schließen der Brücke warteten, kam ein Katamaran und wollte sich einen Ankerplatz suchen. Vor ihm war ein wartendes Dinghy, das ihn nicht bemerkt hatte. Es ertönte ein lauter Pfiff und eine wegscheuchende Handbewegung. Das Dinghy räumte perplex den Platz und der Katamaran fuhr seines Weges. Dann versuchte, wie immer, ein Dinghy in der entgegengesetzten Richtung durch die Brücke an den Yachten vorbei zu brausen. Die Coast Guard machte die Sirene an und es war nichts mit Durchmogeln. Während ein Mann aus einem vor uns wartenden Crew-Dinghy nur schulterzuckend „another French boat“ sagte und jeder drumherum nickte wissend 🙂 Die internationale Bekanntheit der französischen Segler.

So gegen 10 Uhr ging es dann Anker auf und in Richtung Anguilla. Wobei wir erst noch in die Marigot Bay zum Tanken fahren mußten. In Marigot muss man nicht erst durch die Brücke in die Lagune, um an eine der beiden Tankstellen zu kommen. Da heute der Wind sehr schwach war sind wir zwar mit dem Vorsegel, jedoch immer mit Unterstützung eines Motors die ca. 14 sm (ca. 2 1/2 Stunden) gefahren. Die letzte Strecke zur Road Bay fuhren wir an herrlichen Sandstränden und traumhaften Hotelanlagen vorbei.

Wir haben hier in Road Bay einen schönen Ankerplatz gefunden und werden auch morgen erst einmal hier bleiben. Wir liegen vor einem Sandstrand, direkt hinter dem Dinghy-Dock befinden sich Customs und Immigration und außerdem gibt es noch schöne Strandbars.

Nach der Klariererei, die hier sehr unkompliziert, freundlich und zügig erledigt wurde, haben wir uns in der nächsten Strandbar einen Rhumpunch, einen Mango-Daiquiri, Chicken and Ribs bestellt und die Live-Musik genossen.

Danach zurück an Bord der obligatorische Sprung ins Wasser. Anker kontrollieren. Abkühlen. Abend genießen. Weiterhin mit schöner Live-Musik aus dem Strand-Restaurant.

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Nur mal so … ein Reisetipp von Berthold – 06.03.2016

Ein Urlaubstipp für alle deren Ziel die Karibik, weiße Strände und entspannte Menschen sind:

Bertholds Empfehlung nach 19 Inseln: Saint Martin. Und zwar tatsächlich den französischen Teil der Insel, weil es hier die schöneren Strände gibt. Man kommt gut nach St. Maarten (KLM oder Air France) und die Insel ist wirklich völlig entspannt, sehr freundlich, Rechtsverkehr, Traumstrände, schöne Restaurants mit Blick aufs Meer, Hotels in allen Preisklassen. Die Insel ist sehr hügelig und grün. Wirklich schön und es lohnt sich ein Auto zu mieten und ein wenig herumzufahren. Man sollte sich auf jeden Fall einmal in die Bar des Yachtclubs von Sint Maarten direkt an der Brücke setzen und auf die Öffnungszeit zu warten. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, wenn sich die großen Motoryachten durch die enge Einfahrt zwängen.

Abraten möchte ich von der Autovermietung „Payless“. Da ist der Name nicht Konzept. Die werfen sich bei der Rückgabe des Autos fast darunter und entdecken irgendwas und behaupten das war vorher nicht. Wir werden in unserem Fall sehen, was daraus wird.

Wer jedoch lieber einen luxuriöseren Karibikurlaub plant, der muss nach Anguilla. Vergeßt St. Bath. Man fliegt bis Sint Maarten und von dort mit einem kleinen Flieger ca. 10-20 Minuten nach Anguilla. Hier gibt es Luxusresorts, jedoch keine Megayachten, keine Häfen NUR ewig lange weiße fast leere Strände.

Wir sind auf dem Weg in die Hauptstadt Road Bay, in der wir einklarieren mußten, vor der wir jetzt ankern, an wunderschönen Hotelanlagen und Stränden vorbei gekommen. Und laut Reiseführer besteht die Insel aus vielen dieser Traumstrände. Sie ist bekannt für hervorragende Restaurants. Alles auf hohem Niveau. Jet-Skis sind verboten – herrlich!

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Heiße Nacht in der Karibik – 04.03.2016

Ein bisschen hatten wir gestern schon kein gutes Gefühl als wir zurück zu unserem Schiff kamen, weil eine französische Yacht wirklich seeehr dicht vor uns lag. Aber da wir das ja nun schon öfter ähnlich erlebt haben und die französischen Yachteigner erstaunlicher Weise meistens nicht englisch sprechen und häufig auch ein, ich will es einmal so nennen, sehr selbstbewußtes Auftreten an den Tag legen, wollten wir abwarten und beobachten, wie sich die Schiffe so verhalten.

Wir sind zwei-/dreimal nach vorne und haben versucht evtl. Blickkontakt mit dem neuen Nachbarn aufzunehmen, aber er ignorierte uns völlig und seine Frau schaute ganz schnell weg, als sie uns sah. Also konnten wir uns schon ein bisschen ausmalen, wie diese Diskussion ausgehen würde. Und darauf hatten wir keine Lust. Es ist ja eigentlich überall so, dass dort wo Menschen kein Gefühl für räumliche Distanz haben, sie auch kein Gefühl für zwischenmenschliche Distanz und Höflichkeit haben. So unsere Erfahrung.

Ich weiß, man darf ja speziell als deutscher Staatsbürger nicht schlecht über andere Landsmänner reden, aber unter Seglern sind die französischen Segler in den Ankerbuchten doch berühmt, um nicht zu sagen gefürchtet, für ihre flotte Fahrweise und ihre saloppe Art zu Ankern. Es ist eher ein „in die Bucht knallen, Anker rein fertig“. Gucken was passiert. Anker einfahren wird wohl völlig überbewertet.

Was diesmal passierte war, dass ich um viertel vor fünf heute Morgen durch ein lautes Klong gefolgt von einem zweiten Klong aufwachte. Da ich, wie ihr wisst, sowieso schon kein besonders gutes Gefühl mit dem neuen Nachbarn hatte bin ich nach oben um zu schauen was das war. Und tatsächlich – er war wohl noch weiter nach hinten gerutscht und stieß an unser Schiff. Sein Dinghy das in den Davits hing, hing in unserer Reling.

Ich habe Berthold geweckt, bin nach vorne und habe versucht auch unseren Nachbarn durch Rufen zu wecken. Aber der hatte einen sehr gesunden Schlaf. Ich mußte ihn sicher 10 mal rufen, bevor er ganz gemächlich nach oben kam und fragte, was denn sei, vermute ich, ich spreche kein französisch.

Ich erklärte ihm, dass sein Boot unser Boot berührt, es holte auch gerade zur nächsten Runde aus, und das Dinghy hing wieder in unserer Reling, so dass selbst unser verschlafener Nachbar es sehen konnte. Worauf hin er mir sagte, dass er nichts machen könne, sein Motor wäre kaputt. Und das bei einer AMEL 🙂 (Kleiner Scherz, die AMEL ist ein wirklich sehr teueres französisches Schiff und die Eigner immer sehr stolz)
Ich fragte ihn, wie er denn dann mitten ins Ankerfeld gekommen ist? Antwort: per Segel.

Ist das denn wahr? Da knallt der ohne auch nur die Möglichkeit zu manövrieren zu haben, unter Segel mitten in ein volles Ankerfeld, schmeißt den Anker ins Wasser und kümmert sich um nichts.
Da sein Anker, wie man in der Seglersprache sagt „auf Slip“ ging in der Nacht, hat er offensichtlich noch nicht einmal geschnorchelt und geschaut, ob der Anker sich wenigstens von selbst eingräbt, wenn er schon einem anderen Schiff so nah (6-7m) vor die Nase fährt und er mangels Motor nicht die Möglichkeit hat den Anker durch rückwärts fahren einzugraben.

Und so hat er sich beim aufkommenden Wind in der Nacht mal eben mindestens 10 m weiter nach hinten bewegt.

Was tun? Denn sein Schiff kam schon wieder gefährlich nahe an unsere Sempre due.

Wir mußten im Stockdunkeln Anker auf gehen und schauen, wo wir uns hinverlegen. Wie gesagt, das Ankerfeld ist ziemlich voll wegen der Regattaboote und es gibt etliche Schiffe ohne Ankerlicht und es ist natürlich nicht gerade zufällig eine klare helle Vollmondnacht, sondern es ist bewölkt, windig und kaum etwas zu erkennen.

Nach drei Ankerversuchen waren wir dann fürs erste zufrieden. Und es regnete in Strömen. An Schlaf war auf der Sempre due nicht mehr so recht zu denken. Während unser französischer Nachbar längst in seinem Bettchen schlummerte. Als wir Anker auf gingen war er schon wieder in seinem Schiff verschwunden.

So ganz allmählich wurde es auch hell. Wir liegen nicht wirklich gut und überlegen doch bald weiter zu fahren. Unser Nachbar ist jetzt auch schon wach (viertel vor neun), wie ich sehe, aber er macht keine Anstalten hier vorbei zu schauen. Vielleicht geht sein Dinghy Motor ja auch nicht 🙂 Na, wir werden sehen, man soll ja immer positiv denken.

Berthold ist gerade mit dem Dinghy in die Lagune gefahren, um die Gasflaschen auffüllen zu lassen. Wenn er zurück kommt ankern wir noch einmal um, denn die Regattaboote fahren schon raus und so gibt es wieder etwas mehr Platz. Dann werden wir noch ein paar Lebensmittel einkaufen und ich denke morgen geht es dann weiter.

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Sint Maarten – 26.02. – 03.03. 2016

https://goo.gl/maps/tJAaZYJ6CVs

Am 26.02. sind wir von der Iles Fourchue nach Sint Maarten gesegelt. Ganz gemütlich nur mit dem Vorsegel mit 5,5 sm Geschwindigkeit sind wir nach 2 Stunden in Sint Maarten angekommen.
Sint Maarten/St. Martin ist zur Hälfte holländisch und zur anderen Hälfte französisch. Wir haben uns für den holländischen Teil entschieden und liegen jetzt in der Simpson Bay vor Anker. Direkt vor einem langen Sandstrand, hinter dem es eine Häuserreihe gibt und direkt dahinter ist die Landebahn des Princess Juliana International Airports von Sint Maarten und dahinter befindet sich die Lagune. Dreimal am Tag öffnet sich die Brücke und die großen Motoryachten und die Segelschiffe können in die Lagune hinein- oder zu einer anderen Zeit herausfahren. Mit dem Dinghy fährt man einfach unten durch.

Um die Ecke herum gibt es den berühmten Strand Maho-Beach der direkt in der Einflugschneise des Flughafens liegt. Wenn hier die großen Jets landen sind immer viele Menschen dort um das Spektakel zu fotografieren. Das werden wir in den nächsten Tagen auch machen, es soll dort eine nette Bar geben und dann werden wir euch per Foto teilhaben lassen.

Martina und Gerald von der Tanoa haben bei ihrem letzten Besuch dort gesehen, dass sich die ganz Wagemutigen an dem Zaun zum Flughafen festhalten und vom Druck der Düsen der startenden Flugzeuge am Zaun flattern. Manche, die sich nicht mehr halten können fliegen dann 10 Meter durch die Luft. Naja, wer’s mag …

Leider haben wir hier an unserem Ankerplatz wieder ziemliche Internet-Probleme. Daher die Funkstille auf unserem Blog.

Außerdem waren wir in den letzten Tagen damit befasst uns einen Platz in der Marina zu suchen, was nicht geklappt hat. Heute (03.03.) startete die Internationale Heineken-Regatta, die bis Sonntag die komplette Bucht in Atem hält. Was jedoch auch bedeutet, dass man nirgends auch nur irgendetwas bekommt, da alle Gewerke die sich mit Booten beschäftigen völlig ausgebucht sind. So können wir einen zusätzlichen Süßwasseranschluss hier nicht einbauen lassen, es sei denn wir bleiben noch eine weitere Woche. Aber das werden wir nicht tun.

Den Marina-Platz versuchen wir jetzt auf Tortola zu ergattern. Scheint auch schwierig, weil dort gerade die Hauptsaison beginnt und es wohl sehr voll dort wird in den nächsten Wochen. Wir würden jedoch nach so langer Zeit vor Anker und segelnder Weise zwischen den Inseln, das Schiff gerne einmal richtig gut waschen und polieren. Das ist wirklich nötig. So sind wir auch auf die Idee mit dem zusätzlichen Süßwasseranschluss gekommen. Dazu hätten wir dann gerne einen kleinen Hochdruckreiniger (Kärcher) um Wasser zu sparen. ABER – nix. Die Hochdruckreiniger sind entweder zu groß bzw. benötigen zu viel Watt, oder sie haben nur 110V.

So kutschieren wir mit dem Dinghy in der Lagune zwischen Frankreich und Holland hin und her und eilen jedem Tipp hinterher, um hinterher nichts zu bekommen. Das ist etwas frustrierend, aber so haben wir schon einen großen Teil von Marigot in Frankreich und Simpson Bay in Holland zu Fuß oder per Dinghy erschlossen und sind in Bewegung. Zumindest konnten wir jemanden finden, der sich um eine Lösung für unsere verrosteten Druckfedern der vorderen Backskisten kümmert. Die holen wir gleich wieder ab (das war optimistisch formuliert – wir waren mittlerweile dreimal dort und sie noch nicht fertig).

In der Lagune liegt die OOROO. Sie lassen hier ihre Solarpanele aufrüsten. Naja, zumindest warten sie darauf. Eigentlich sollten die Arbeiten am Montag beginnen. Aber es sind „weil Montag war“ ein paar Arbeiter nicht zur Arbeit erschienen. Dienstag auch nicht. Wir werden heute mal schauen, ob sich etwas getan hat. Scheint ein tolles Wochenende gewesen zu sein.

Ansonsten ist hier wie gesagt Regatta-Stimmung. Überall hängen Heineken-Fahnen. Crews in gleichen Shirts laufen eilig und voller Elan durch die Gegend. Tolle Racer, auch Cruising-Schiffe, Katamarane und riesige Motoryachten sind zu bestaunen. Heute Morgen fanden die ersten Rennen statt und das wird dann wohl den ganzen Tag so gehen. Als wir heute draußen beim Frühstück saßen wurde uns richtig schwindelig vom vielen Hin und Her. Racingboote, die hinaus zum Startplatz fuhren, Dinghys und Segelschiffe und Motoryachten die die Rennen beobachten fuhren hin und her und kreuz und quer.

Jetzt werden wir noch einen schnellen Sprung ins Wasser machen und danach in die Lagune fahren und schauen, was wir heute so erledigen können. Ich hoffe ja zumindest, dass ich meine letzten Berichte in den Blog kopieren kann. Wir werden sehen, was das hiesige Internet heute so zu bieten hat.

In der Lagune war heute richtig viel los. Wir hatten uns zum Lunch für den Sint Maarten Yacht Club entschieden. Das ist eine Bar/Restaurant direkt an der Hebebrücke. Da wollte ich schon immer einmal sitzen und zuschauen, wie die Schiffe in die Lagune fahren. Und was soll ich sagen – ich hatte das Riesenglück, dass eine gigantische Motoryacht eingefahren ist. Ihr waren die 1.000 USD für das Extra-Öffnen der Brücke wohl nicht zu viel 🙂 Die Yacht Alfa Nero war so groß, dass sie gerade so durch die Brücke kam. Ich habe versucht das zu fotografieren, aber dafür war ich wohl zu nahe dran.

Nach dem Mittagessen hatten wir noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, haben dann einen Kurzbesuch bei der OOROO gemacht um zu sehen, ob die Arbeiten begonnen haben (haben sie – läuft) und als wir dann zurück zum Schiff fahren wollten,  war die Brücke wieder geöffnet um alle Racingboote in die Lagune einfahren zu lassen. Naja nicht ganz alle, manche liegen auch hier draußen vor Anker, aber die meisten sind doch in der Lagune. Das war natürlich ein großes Hallo und die Terrasse des Yacht-Clubs war voller Menschen. Berthold und ich saßen gemütlich im Dinghy und haben die Schiffe an uns vorbeiziehen lassen.

Am späten Nachmittag sind dann Martina und Gerald von der Tanoa in Richtung BVIs aufgebrochen. Vorgestern hatten wir mit Martina ihren Geburtstag gefeiert. Das war sehr schön, denn es waren vier Paare an Bord der Tanoa, die alle 2014 mit der ARC über den Atlantik kamen. Tanoa, Loni3, OOROO und Sempre due.

Auch von der Bear Balu aus München, die auch an der ARC 2014 teilnahm, gibt es Neuigkeiten. Sie sind derzeit in Puerto Rico. Ich bin gespannt, wann in den nächsten Wochen unsere Wege sich kreuzen. Darauf freue ich mich auch schon.

 

 

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Iles Fourchue – 22.-25. Februar 2016

https://maps.google.com/?q=17.956150,-62.904540&hl=de-DE&gl=de

Nach diesem ganzen Luxusyacht-Trubel, den kunstvoll modellierten Nasen und Lippen verlangt es uns nach Ruhe und Beschaulichkeit, schwimmen, baden und schnorcheln.

Also entscheiden wir uns für einen Zwischenstopp nach ca. 50 Minuten vor der unbewohnten Iles Fourchue. Hier kann man an einer der 10 Bojen festmachen oder größere Schiffe etwas weiter vom Land entfernt ankern. Die Insel ist in Privatbesitz, aber es gibt hier wirklich nichts außer Segelbooten, Schildkröten und Fischen. Noch nicht einmal Telefonempfang gibt es hier.

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Wir bleiben ein paar Tage. Putzen und polieren (Berthold hat „hammerhartes Stainless Steel Polish“ gemacht) und wir waren schwimmen und schnorcheln. Interessant ist, dass die Schildkröten hier wieder dunkler und deren Panzer nicht so flach sind, wie bei den Artgenossen auf Barbuda.

Heute ist hier eine Motoryacht vor Anker gegangen, die aussieht wie ein Bügeleisen.

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Der heutige Schnorchelausflug war sehr erfolgreich: Rochen, viele bunte große und kleine Fische, Trompetenfische, Berthold hat einen Feuerfisch entdeckt und wir haben 6 Schildkröten beobachten können. Das Riff hier ist wenig mit Korallen bewachsen.

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St. Barth, St. Barts, St. Barthelemey – 19.-22. Februar 2016

https://goo.gl/maps/XZQ6vYVMTkw

Der Ankerplatz vor Gustavia auf St. Barts ist sehr unruhig und voll und auch hier drehen die Schiffe sich um 360 Grad in der Nacht. Da man nie weiß wer viel Anker gesteckt hat und da die Schiffe unterschiedlich schwojen, ist das immer ein bisschen spannend, was so passiert. Als wir ankamen fanden wir noch einen knappen Ankerplatz hinter der OOROO, die uns schon vorher informiert hatten, dass es hier sehr „rolly polly“ ist. Und die auch am nächsten Morgen wieder abreisten..

Aber wir wollten uns gerne die berühmte Insel St. Barth ansehen. Morgens sind wir mit den Dinghy zur Capitanerie gefahren, in der man am Computer auch ein- bzw. ausklarieren kann. Hier muss man sogar für den Ankerplatz eine Gebühr pro Tag entrichten. In der Marina liegen große Motoryachten und es herrscht eine sehr gepflegte Atmosphäre in Gustavia.

Nach dem Bürokram sind wir in das Café um die Ecke um uns, nach dem beschaulichen und ruhigen Barbuda-Aufenthalt, auf das bunte Treiben der Stadt einzugrooven. Gustavia ist ein wirklich schönes kleines Städtchen, dem man die schwedische Vergangenheit bis heute ansehen kann. Viele kleine Boutiquen, viele große Labels, viele schöne Menschen, viele teuere Outfits, die entsprechend präsentiert werden. Das St. Tropez der Karibik 🙂

Gut, dass wir als Düsseldorfer Kö-erfahren sind und uns so viel Schicki und Micki nicht allzu sehr beeindrucken kann. Eher schmunzelnd gingen wir durch Gustavia und amüsierten uns, dass Kö überall gleich ist.

Für den nächstenTag, Sonntag, haben wir uns ein Auto gemietet, um die kleine Insel zu erobern.
Unser Auto war ein Mini Cooper Cabrio in feuerrot. Dach auf, Hut auf den Kopf und los geht es mit 30 bis 50 km/h die schmalen Straßen bergauf und bergab. St. Barts ist sehr hügelig. Direkt hinter dem ersten Hügel erreicht man den Flughafen, auf dem immer wieder kleine Flugzeuge landen und starten. Von dort aus sind wir weitergefahren nach St. Jean wo wir für Anja das berühmte Eden Rock Hotel besucht und fotografiert haben. Es ist ein wirklich schönes Hotel, dessen Zimmer auf einem Hügel zum Meer hin gebaut sind. SEEEHR exclusiv und Urlaubsdomizil von Weltberühmtheiten. Wir haben leider keine gesehen, oder nicht erkannt.

Zum Lunch wollten wir eigentlich, jetzt wo wir schon im Luxusland sind, ins Nikki Beach Restaurant. Aber nachdem wir eine Weile warten mussten, weil das Bussi hier und Bussi da bei anderen Gästen so lange gedauert hat, erfuhren wir, dass nur noch zwei Plätze an der Bar frei wären, das war uns jedoch zu ungemütlich zum Essen. Mittlerweile haben wir mitbekommen, dass während es Lunches eine Bademoden-Schau stattfindet. Naja, nicht so schlimm.

Wir fuhren weiter nach Flamands und haben dort nach einem Restaurant gesucht und dann im Hotel Chevalier Blanc im Beachrestaurant einen Tisch für uns gefunden. Auch dieses Hotel ist sehr exclusiv, der Kellner war sehr freundlich, das Essen hervorragend und auch hier gab es eine Bademoden-Schau während der Lunchtime:

Eine Bademoden-Schönheit schlendert gemütlich an den Tischen vorbei und danach zur Strandbar und zurück, zieht sich um und kommt wieder freundlich lächelnd vorbei geschlendert. Sehr nett anzusehen und nicht aufdringlich und sie kann natürlich alles tragen, was die Hotelboutique zu bieten hat.

Von Flamands aus fuhren wir eine große Runde um die kleine Insel herum, machten den einen und anderen Abstecher, vorbei an unglaublichen Landschaften, die an Mexiko erinnern, wanderten zu einem schönen Sandstrand und wieder zurück zum Auto und kamen dann am Nachmittag wieder in Gustavia an.

Morgen werden wir ausklarieren und weitersegeln in Richtung St. Maarten.

 

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Landgang auf Barbuda – 16.2.2016

Um kurz nach neun holten wir Leanne und Mike mit dem Dinghy ab, um an Land zu fahren. Handys und Kamera waren in Zippertüten wasserdicht verpackt, denn es ist doch noch ziemlich windig und die Brandung nicht zu unterschätzen.

Aber die Herren Berthold und Mike haben die Damen Leanne und Ursula trocken an Land gebracht. Sie beide haben ein bißchen Wasser abbekommen, aber wie sagt Hagen immer so schön? „Segeln ist Wassersport“.

Kurz nach uns kamen dann auch Rob und Jen und Wolfgang und Anke an. Auch der Fahrer für den heutigen Tag ließ nicht lange auf sich warten.

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Der einzige Supermarkt auf Barbuda

Zuerst brachte er uns in die Hauptstadt und einzige Ortschaft von Barbados: Codrington.
Cordrington ist benannt nach der englischen Familie Codrington, die im 17. Jahrhundert hier ansiedelte zur Schaf- und wie man nachlesen kann zur Sklavenzucht. Jedoch war diese Familie so freundlich und zuvorkommend zu den Sklaven, dass es ein gutes Zusammenleben auf der Insel war. Bis heute wird die Familie geschätzt und es gibt viele Orte auf der Insel die nach der Familie benannt wurden. Codrington Lagoon, Codrington dies und Codrington das.

Auf der Fahrt zur Stadt erzählte uns der Fahrer, dass die Insel vom Verkauf des Sandes und von der Fischerei lebt. Weiterhin erfuhren wir, das die Insel allen Einwohnern von Barbuda gleichermaßen gehört. Angeblich darf kein Land verkauft werden. (Jedoch gibt es auch ein paar Hotelanlagen. Wir sind uns nicht so sicher, wie das dann vonstatten geht.) Jeder Einwohner kann sich einmalig ab seinem 18. Geburtstag ein Stück Land aussuchen und es bebauen. Es gibt Schulen hier und man muss die Insel nur verlassen um zum Beispiel in Antigua zu studieren.

Auf den Nummernschildern der Autos steht, Antigua & Barbuda – The Land of Sea & Sun.

Die sogenannten Highlands sind die höchste Erhebung auf Barbuda: ca. 60 m hoch. Aber dahin führte uns der Ausflug erst später.

Zunächst hielten wir am Fischerhafen und wurden von John herzlich begrüßt. Nachdem wir 5 ECD pro Person im Fischereihafenbüro für den Naturschutz entrichtet hatten, stiegen wir in das Boot, das uns in die Mangroven zu der Fregattvogel Kolonie brachte. John, der ein wenig wie Morgan Freeman aussah, fuhr mit ziemlichem Tempo über das flache glasklare Wasser in die Codrington Lagoon zwischen Mangroveninseln hindurch. Manche Wege waren mit weißen oder roten Bojen gekennzeichnet.

Auf einmal sahen wir in der Ferne unglaublich viele schwarze Vögel herumfliegen und die Mangroven darunter sahen aus, als wären sie mit weißen und roten Bojen über und über dekoriert. Jedoch beim Näherkommen erkannte ich, dass die vermeintlich roten Bojen nichts anderes sind, als die feuerroten aufgeblähten Kehlsäcke der Männchen und das, was ich als weiße Boje ansah waren die vielen weißen Jungtiere und die weiße Unterseite der Weibchen. Es ist ein wunderschönes Bild. Die Mangrovenbüsche sind voller Vögel, ein Fliegen und Klappern, ein Aufblähen und Brüten, ein Warten auf Futter von unglaublich putzigen flauschigen Babyfregattvögeln.

Wir waren begeistert und John erzählte uns stolz und schmunzelnd Wissenswertes über die Vögel, die Natur und wie er nach Barbuda gekommen ist.

Zurück an Land hat unser Fahrer Devin dann wieder übernommen. Er hat bei dem Imbiss am Fischereihafen schon einmal unser Essen bestellt und hat uns dann zu den Highlands gebracht. Nach einer kleinen Wanderung kamen wir am Highland House an. William Byam der die Insel nach dem Tod von Codrington übernahm wollte ein Haus an einer Stelle mit dem schönsten Ausblick von Barbuda. Der Ausblick ist wirklich sehr schön. Von den Gebäuden sind nur noch Mauerreste zu bewundern.

Zurück zum Auto. Devin brachte uns zu einem weitere Highlight der Highlands an der rauhen Atlantikküste. Auch hier wanderten wir ein Stück, vorbei an schroffen Felsen, Kakteen und Büschen zu einer „Cave“. Wir würden es wohl eher einem „Kamin“ nennen, denn es war ein sich nach oben öffnender Felsen, durch den wir nach oben steigen konnten um dann von der höchsten Stelle Barbudas über den Strand und das Meer und den Wald zu blicken. Beeindruckend!

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Liming

Danach fuhren wir wieder zurück zur Hauptstadt, Lunchtime. Dort lernten wir den jungen Amerikaner Tommy kennen, der für ein paar Monate auf der Insel bei einer Familie lebt, um mit ihnen zu Fischen und am Haus zu arbeiten. Er erzählte uns von einem riesigen Tigerhai den sie gefangen haben und er zeigte uns ein Foto auf seinem Handy. Wow. Der war wirklich extrem groß. Er mußte mit dem Bagger des Traktors hochgehoben werden, um transportiert werden zu können. Das bestätigt Bertholds Entdeckung als wir hier in die Bucht fuhren. Er sagte, er hätte eine riesige Haifinne gesehen. Das war dann wohl tatsächlich so. Ich hatte ja immer noch gehofft, dass es sich um einen großen Delfin gehandelt haben könnte.

Am Nachmittag kamen wir voller neuer Eindrücke und Geschichten zurück zu unserem Dinghy, das brav auf dem Sand auf uns gewartet hat. Wir brachten es zurück ins Wasser. Damen an Bord, die Herren ziehen es Welle für Welle weiter ins Wasser. Dann kam eine größere Welle 🙂 …

Abends kamen Leanne und Mike zu uns zum Sundowner und Abendessen. Wir haben den Rest unseres selbstgefangenen, bislang noch nicht identifzierten Fisch gegessen. Was wir wissen ist, er war sehr köstlich. Sollte also jemand mit guten Fischkenntnissen Licht ins Dunkel bringen, sind wir interessiert, einen Verdacht haben wir.

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Was für ein schöner Fisch

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Barbuda – 14. Februar 2016

https://goo.gl/maps/QEWRdtGHUJP2

Die Überfahrt begann ganz gemütlich, jedoch auf ca. der Hälfte der Strecke erwischte uns ein Squall derart überraschend. Wir waren gerade damit beschäftigt unseren Fang aus dem Wasser zu ziehen, als es anfing zu regnen und der Wind immer stärker wurde, so dass wir ordentlich eine auf die Mütze bekommen haben. 35-38 Knoten Wind und hohe Wellen von der Seite. Da fragt man sich, warum man so etwas überhaupt macht. Um man merkt, welch eine unbarmherzige Macht im Meer und in der Luft stecken. Es war wirklich nicht lustig.

Als wir dann in Barbuda ankamen, gingen wir vor der OOROO vor Anker. Ein kurz vor uns angekommener Einrumpfer hatte noch mehr Pech mit dem Squall, bei ihm ist der Baum gebrochen. Bei uns blieb alles soweit heile, bis auf Bertholds blauem Unterarm und ein paar blaue Flecken bei mir.

Barbuda ist eine sehr flache Insel. Wir liegen vor einem kilometerlangen Sandstrand und Palmen dahinter. Der Sand sieht leicht rosa aus, das Meer unglaublich türkis.

Jetzt weiß ich wieder, warum wir so etwas machen. Das Angekommen sein in einer solchen Bucht ist es wert. Um uns tauchen immer wieder riesige Schildkröten auf, mit viel helleren Panzern als in den anderen Buchten.

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Am Abend kamen Leanne und Mike zu uns an Bord und wir haben ein paar Gläschen zu viel auf unser Abenteuer getrunken, so dass wir heute einen sehr lazy Tag haben werden.

Für morgen haben wir mit den beiden und mit Rob und Jen von der Sephina und Wolfgang und Anke von der Elli (aus Deutschland, wir kennen sie noch nicht) einen Ausflug zu der großen Fregattvogel-Kolonie auf Barbuda geplant.

Rob und Jen haben wir auf La Graciosa/Kanaren kurz kennengelernt und seit dem nicht mehr gesehen. Den beiden habe ich mein Kajak zu verdanken, denn sie hatten es und waren gemeinsam mit ihrem Schäferhund damit unterwegs in der Bucht. Leanne und Mike haben sie irgendwo anders kennengelernt und sind mit ihnen in Kontakt geblieben. Sephina und Elli liegen ein Stück neben uns. Ich bin gespannt auf den Ausflug.

Das Hochladen von Bildern macht hier große Probleme, ich werde demnächst weitere Bilder einfügen

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Jolly Harbour und St. Johns Antigua – 13.-14.2.2016

Die https://goo.gl/maps/gMGbR67ZW3r

Jolly Harbour liegt ca. 2,5 Stunden Fahrt mit dem Schiff von der Falmouth Harbour entfernt. Wir haben hier auf 2,50 m Wassertiefe auf milchig weißem Wasser geankert. Es ist kein Grund zu sehen. Noch nicht einmal den Anker kann man sehen. Witzig.

Jolly Harbour ist eine Lagune die bebaut ist mit mit Häusern und Bungalows vor denen die Eigentümer ihre Schiffe anlegen können. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Vor einem Haus lag sogar ein 38 Fuß-Katamaran. Da geht man auf die Terrasse, von da auf den Steg und an Bord und fährt los.

Wir wollen einen Ausflug in die Hauptstadt St. Johns unternehmen. Am Samstag sind morgens mit dem Bus in die Stadt gefahren, haben die Stadt besichtigt, den Kreuzfahrtschiff-Anleger und die Kathedrale und waren mittags Restaurant C&C Wine zum Lunch. C&C Wine bietet südafrikanische Weine auch zum Kauf an und man kann dort sehr gut essen. Nach einem guten Gläschen Wein machte es gleich noch mehr Spaß, sich dem bunten samstäglichen karibischen Treiben der quirligen Stadt hinzugeben.

Am Nachmittag kamen wir zurück an Bord. Wir hatten im Supermarkt noch ein paar Lebensmittel eingekauft, denn am nächsten Morgen soll es ja weiter gehen nach Barbuda.

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