It’s a Bonito

Und stolz vermeldet die Besatzung der Sempre due am Freitag, den 3. März um 17:30 Local Time den Fang eines wunderschönen Bonitos.

Er befindet sich schon unter den Tatar-fachkundigen Händen von Thilo. Das Abendessen ist gesichert. (Was der wohl auf dem Karlsplatz kosten würde?)

Bonito2_RS.jpg

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999 sm bis zum Ziel

„Heute knacken wir endgültig die 1.000 sm.

Mann, war das eine Nacht! Nach absoluter Windstille und heftigen Squalls, die uns dann plötzlich Richtung Südpol trieben, haben wir jetzt (01.03.2017, 16:30 h) so langsam halbwegs gleichmäßigen Wind.

In meiner Nachtwache gab es zunächst so gut wie keinen Wind und die Sempre due schaukelte mit 2-3 kn durch die Nacht. Daraufhin schrieb ich WetterWelt eine Email, dass das Wetter hier gerade nichts mit den von ihnen gesendeten Grib-Files zu tun habe, wo schöne Winde mit 15 kn angegeben waren. Ich fragte, ob sich an der Wetterlage etwas grundsätzliches geändert hätte.

Kaum war die Mail verschickt, ging es los. Und wie! Wir hatten in stockdunkler Nacht plötzlich 30 Knoten Wind und 10 Knoten Tempo drauf. Nur, wie gesagt in eine Richtung, in die wir wirklich nicht wollten – gen Südpol.

Dann war auf einmal wieder Schluß mit Wind. Und zwar so Schluß, dass wir den Wingaker einholen mußten und in den folgenden zwei Stunden motorten.

Dann erhielt ich die Antwort von Sebastian Wache, dass es besser werden würde. Hihi. (Anmerkung Red.: Auszüge der Email sind ja bereits im Blog).

Naja, es sind auf keinen Fall die 4-5 Bft. hier. Schade. Jedoch, hätten wir nicht den Wingaker, der uns auch bei 8 kn scheinbarem Wind so irgendwie mit 4-5  kn voran treibt, wären wir ganz schön verratzt.

Und wären wir, den (von Ursula vermuteten) Sirenen gefolgt und nach Galapagos abgedreht, wären wir 5-6 Tage hinten dran und dafür fast 2.000 Dollar ärmer. Puh, was hätte ich mich geärgert.

In 20 sm haben wir nur noch 999 nm auf der Logge. Wahnsinn. Parole an Bord: Durchhalten.

Seit unserem letzten Stopp auf den Las Perlas sind wir 25 Tage unterwegs. Und 3.260 sm gesegelt seit La Playita.

Unsere Position ist: S 10°39’ 17 – W 121°40’ 3

Im Moment haben wir wieder traumhaften Wind und fliegen nur so dahin. Der Wingaker zieht uns voran und ist total angenehm. Ruhiges Segeln vom Allerfeinsten.

01. März 2017 – 19:42 h haben wir auf unserem Navi-Bildschirm die 999 gesehen:

999_rs

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01. März 2017

Maria hatte sich gestern eine ganz besondere Art der Unterhaltung für die Crew der Sempre due ausgedacht, die ich auch direkt an die Herren weitergeleitet habe:

In einer dunklen Höhle leben Zwerge, die entweder eine weiße oder eine schwarze Mütze aufhaben. Die Zwerge wissen nicht, wie viele von ihnen es gibt. Einmal im Jahr dürfen sie die Höhle verlassen und bekommen eine Aufgabe gestellt. Können sie diese lösen, sind sie frei. Misslingt die Lösung, müssen sie zurück in die Finsternis.

In diesem Jahr lautet die Aufgabe: Stellt euch nebeneinander auf, und zwar so, dass die Zwerge mit einer weißen Mütze auf der einen Seite stehen und die mit schwarzer Mütze auf der anderen. Dummerweise kann keiner der Zwerge die Farbe seiner eigenen Mütze sehen. Zudem dürfen die Zwerge weder miteinander reden noch sich auf sonstige Weise verständigen oder einander Hinweise geben, etwa mit der Hand oder den Augen. Auch Tricks wie die Verwendung von Spiegeln sind verboten.

Ausdrücklich nicht verboten ist den Zwergen aber, ihren scharfen Verstand zu nutzen. Und in der Tat bekommen sie es auf Anhieb hin, sich nach der Farbe der Mützen getrennt aufzustellen. Wie haben Sie das bloß angestellt?

Und hier ist die Antwort unserer tapferen Seemänner:

„Vielen Dank Maria, du hast uns uns mit deinem Rätsel zum Grübeln gebracht. Wir haben eine tolle Lösung, die man jedoch nicht aufschreiben kann, sondern wir haben sie mit den schwarzen und weißen Dame-Figuren gespielt. Hat funktioniert. Unsere Lösung können wir aber nur filmen, aber den Film als Beweis unserer Genialität leider nicht verschicken. Die Erklärung ist zu kompliziert zu schreiben, ein echter Thilo halt. Eine weitere geniale Lösung kam von Jan, der  sagt: wer in der Sonne steht und einen warmen Kopf bekommt hat ’ne schwarze Mütze auf, alle anderen Zwerge eine weiße.“

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Wetter-Routing

Für alle die schon immer mal wissen wollten, wie das Wetter-Routing aussieht:

Zusätzlich zu den täglich von WetterWelt gesendeten Grib-Files gibt es noch auf Anfrage eine Wetterprognose. Ich habe euch die Antwort-Email von unserem Herrn Wache (etwas gekürzt) einkopiert:

„… hier eine Auskunft über die Wetterverhältnisse der kommenden Tage:

Wetterlage:

Die Wetterlage sieht übergeordnet recht stabile Bedingungen.
Aktuell ist, wie Sie schon erwähnten, die Gradientlage mit dem Wind recht schwach ausgeprägt.
Eine kleine Störung von Seiten der Innertropischen Konvergenzzone hat sich dabei bis in Ihren Kurs vorgewagt.

Diese Störung wird nun in den nächsten Stunden wieder aufgelöst, da sich das Hoch im Süden wieder mehr aufbauen kann und mit der sich nach Norden verschiebenden Tiefdruckzone wieder einen besseren Südostwind aufbauen wird.

Somit sollte bis Sonntag ganz guter Wind vorherrschen, um wieder Meilen zu machen.

Ab Sonntag kehrt noch einmal von Norden her die Zone mit etwas schwächerem Wind nach Süden zurück.

Somit wird es noch einmal eine Phase mit schwachem Wind geben, die wohl bis Mittwoch/Donnerstag anhält.

Dann baut sich von Achtern her erneut Wind auf.

Streckenwetter:

LEGENDE: Zeit(UT) Windrichtung Windmittel in Bft. / Böen in Bft. / Wellenhöhe in m / Wellenperiode in s / Luftdruck in hPa / signifikantes Wetter / Luft Temperatur in °C

Mittwoch 1.3.2017

12 ENE 4 / 5 / 2 / 9 / 1010 / leicht bewölkt, Regenschauer / 27
18 E 4-5 / 5 / 2.1 / 9 / 1013 / leicht bewölkt, Regenschauer / 26

Donnerstag 2.3.2017

00 E 4-5 / 5-6 / 2.2 / 9 / 1009 / leicht bewölkt, Regenschauer / 26
06 E 5 / 5-6 / 2.4 / 10 / 1012 / leicht bewölkt, Regenschauer / 27
12 ESE 5 / 5-6 / 2.5 / 10 / 1008 / leicht bewölkt, Regenschauer / 26
18 ESE 4-5 / 6 / 2.5 / 10 / 1012 / leicht bewölkt, Regenschauer / 27

Freitag 3.3.2017

00 ESE 5 / 6 / 2.5 / 10 / 1008 / leicht bewölkt, trocken / 27
06 E 5 / 6 / 2.5 / 9 / 1011 / leicht bewölkt, Regenschauer / 27
12 E 5 / 6 / 2.5 / 9 / 1008 / leicht bewölkt, trocken / 27
18 E 5 / 6 / 2.5 / 9 / 1012 / leicht bewölkt, trocken / 28

(Anmerkung: die folgenden Tage habe heraus gelöscht)

Routing:

Es bleibt dabei den direkten Kurs zu segeln.

Ich drücke die Daumen, dass die Modelle hier Recht behalten und der Wind sich nun allmählich wieder durchsetzen kann.

Falls sich etwas anderes tut, einfach nochmal melden, damit wir die Modell-Lage nochmal hinterfragen. 😉

Viele Grüße, auch an die anderen beiden Crewmitglieder,

Sebastian Wache“

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Weiter und weiter …

„Dienstag, der 28. Februar 2017, irgendwo auf dem Pazifik:

Seit Montag Vormittag ist der Wingaker ununterbrochen oben. Bei moderaten Winden, (für unseren Geschmack ein bißchen zu wenig) von 10 -13 kn, zieht uns „the Big Orange“ nunmehr seit 36 Std. kontinuierlich mit 5 -6 kn Richtung West.

Laut Gribfiles bleibt das bis Fatu Hiva so. Das ist ein irre komfortables Segeln. Eine ganz neue Ruhe im Schiff und die laaaange Pazifikwelle rollt unter der Sempre due durch. Hebt sie langsam hoch und wir rutschen leicht die Welle wieder runter. Unentwegt.

Morgen knacken wir die Tausend. Darauf freuen wir uns schon alle sehr.
Im Moment sind es noch 1.147 sm, nach 3.109 gesegelten Meilen.

Unsere Position: S10°33 – W119°17
Kurs: 270 Grad

Das „Frische“ ist jetzt fast komplett aufgegessen. Heute gab es Tomatensalat. Die haben am längsten durchgehalten und zwei Zuchinis sind noch im Kühlschrank. Und wie es sich für einen „Kraut“ gehört, haben wir noch Rot,- und Weißkraut im Kühlschrank und können noch tagelang Burritos mit Krautsalat machen.

Heute am frühen Morgen, ich schlief noch, begegnete der Nachtwache Jan ein großer Fischtrawler. Ohne AIS- Kennung mit hoher Geschwindigkeit. Verschwörungstheorien machten beim Frühstück die Runde. Auf alle Fälle scheint er vor uns hergefahren zu sein und alles weggefischt zu haben, was auf unserem Weg lag. Anders ist es nicht zu erklären, dass wir so gar nichts fangen. Noch haben wir drei Portionen Fächerfisch eingefroren. Danach müßen wir auf Trawlerfood umschwenken und Thunfisch-Dosen öffnen. 😉

Die Stimmung ist gut, wobei jeder die Inseln herbeisehnt. Das ist ja klar. Es gibt ja Segler, die in einem Rutsch um die Welt segeln. Für mich jetzt noch unverständlicher.

Unser Team ist wirklich sehr gut, aber jetzt freuen wir uns auf ein Bad im Pazifik und ein kleines Bierchen. Was man hier lernt? Die ganz kleinen Dinge können ganz große Freude machen. Das lernen wir alle, jeden Tag.

Ach ja, wir haben wieder mal ein neues (erstes) Ziel in den Marquesas. Nach Nuku Hiva und Hiva Oa ist es jetzt Fatu Hiva. Sie ist ein kleines „unspoiled“ Island. Mit sicherem Ankerplatz. Ein Tipp von Hans und Kerstin.

Aber danach gehts nach Nuku Hiva. So. Das ist meine Nachricht vom letzten Tag im Februar 2017.“

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Nachtrag zu Galapagos

Ich weiß, Galapagos ist schon ganz in Vergessenheit geraten und wir fiebern eher den ersten Berichten über Südsee-Inseln und Südsee-Schönheiten entgegen.

Aber nachdem ich nun von mehreren Segelfreunden mitbekommen habe, dass jeder, der keinen Zwischenstopp auf Galapagos eingeplant hatte, ungefähr auf der Höhe der Inseln anfängt über einen Stopp nachzudenken, habe ich mich entschlossen ein paar hilfreiche Informationen zu diesem Thema weiterzugeben. Denn auch da fand ich es sehr schwierig, gute Infos im Internet zu finden.

Fast ein jeder hängt in der Flaute auf dem Weg von Panama nach Süden, bevor er die Passatwinde gefunden hat und nach Westen abbiegt. Da dies am Anfang der Reise so ist, ist sind es wohl zwei Dinge, die man dann bewältigen muss. Einmal muss man sich auf eine so lange Fahrt eingrooven und draußen werden einem die gut 4.000 sm noch einmal ganz anders bewußt und zum anderen dröhnt der Motor den ganzen Tag und man sieht die Tanknadel sinken.

Diese beiden Situationen müssen mental verarbeitet werden. Sobald man die Passatwinde erreicht hat, wird man nicht mehr so oft in die Situation kommen, den Motor laufen zu lassen. Evtl. um die Batterien aufzuladen. Und wie Wilhelm von der ARC so schön gesagt hat: Die Aufgabe der Pazifiküberquerung ist es nicht, mit möglichst viel Diesel auf den Marquesas anzukommen. Und: Der Diesel wird auch wenn man nachtankt niemals bis zu den Marquesas reichen – man muss Segeln und sich die Zeit lassen, die man segelnd braucht.

Ich glaube ja so langsam, dass es auf den Galapagos Sirenen gibt. Denn bei unserem Schiff war es so, dass sobald die Überlegung verworfen war, es gar kein Thema mehr wurde.

Hier nun die Erfahrung von Karen und David, die den Sirenen nachgegeben haben:

Just a bit of information about the Galapagos Islands Immigration: as you all know we hadn’t planned to come to the Galapagos Islands mainly due to their inflated costs for immigration, using and agent, fuel delivery and not to mention the cost of everyday items you buy in the shops. We arrived in Galapagos on the 21st February at about 11.30am, after only 30mins we were greeted by an agent representing Immigration and associated authorities. We had to wait all day for the Port Captain to board, remember we didn’t get a zarpe or any permits to come to Galapagos, we were boarded by 9 personal, they consisted of Port Captain, Agent for the Port Captain, Environmental Officers and Navy Personal in all their white uniforms. We were inspected for pests and pets, even though their was no sign of any bugs on our boat, they organized our boat to be fumigated, then they had a diver dive on our boat to check the bottom was clean.  Due to our non existent permits etc, we were not allowed to take our own boat to other islands around the Galapagos but they did however give us a 90 day permit, but if we wanted to look around other islands, you had to go on tour trips in other boats. It took two days to finalize our immigration requirements and a cost of $1150 USD for immigration, agent fees, diving costs and permit fees, then another $100 USD for the fumigation. We then had to get fuel, that was the reason for our stop in Galapagos in the first place, the cost of fuel was $4.40 per gallon, so that was cost of $441 USD. So it was a total of $1691 for our non scheduled trip to the Galapagos. Expensive for just 6 days (the total we have spent here before we depart). Then there is the cost of going out for dinner and drinks, rum and a mix is nearly $10 USD, you can’t get a meal under $15 USD and it the same old rice and beans sort of meal. Anyway you can’t take your money with you when you die so why not spend it and have some fun.

On a positive note: we did enjoy our stay here in San Cristobol, we got to go out on a tour boat for the day diving and snorkeling at Kicker Rock. We ate out 3 times and went ashore every day, they supply boats to pick you up from your boat, saving you to have to deploy your tender for a small fee of $1.00 each way, you just call them on channel 14 and say taxi taxi taxi and your boat name, they come out and get you.

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Es zieht sich …

„Nach zwei windschwachen Tagen ist nicht so viel an abgesegelten Seemeilen herum gekommen. Aber mit dem Wingaker schaffen wir bei  ca. 8 kn scheinbarem Wind immerhin um die 5 kn Fahrt.

Unsere Position ist: S 10°05’-  W 117°45’

Das bedeutet: noch 1.230 sm vor uns, jedoch auch 3.013 sm hinter uns.

Es war ein schöner Tag. Wir haben zur Abwechslung mal TRX Übungen gemacht. Mit viel viel Spaß. Zum Dinner gab es einen fullmonty Tapas-Teller.“

 

 

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