Endlich geht es weiter – St. Pierre 06.02.2016

https://goo.gl/maps/vbYYX97nCNp

Die Solarpanelen sind angebracht, die Konstruktion sieht gut aus, die Rechnung ist verhandelt und bezahlt. Wir können starten. Um neun Uhr haben wir abgelegt. Genau rechtzeitig, bevor viele viele Charterkatamarane in die Marina zurück kamen. Leider haben sie alle die Tankstelle blockiert, so dass wir nun also mit halben Tank losfahren. Aber der Diesel sollte gut ausreichen bis Antigua.

Unser erstes Ziel ist jedoch St. Pierre. Ca. 35 sm von Le Marin entfernt, immer noch Martinique. Hier werden wir vor Anker übernachten und dann früh am Morgen weitersegeln zur Prince Rupert Bay (Portsmouth) auf Dominica.

Wir hatten schönen Segelwind und waren mit 6-7 Knoten zügig unterwegs. Die Motoren aus, der Wassermacher an und zum ersten Mal konnten wir mit Sonnenenergie aus Salzwasser Süßwasser herstellen. Perfekt. Die Arbeit hat sich gelohnt.

Also Angel raus und die neuen Köder ausprobieren. Helle Farben für helle Tage und dunklere Farben für bewölktere Tage, also heute ist Sonne, probieren wir es mit rosa.

Nach zwei Stunden hören wir am Rucken und Rauschen der Rolle, dass etwas angebissen hat. Tschacka. Wir holen die Angel vorsichtig und voller Vorfreude ein. Und obwohl der Fisch gar nicht sooo groß zu sein scheint, wehrt er sich doch ziemlich dagegen, näher ans Schiff zu kommen. Als wir ihn dann nahe genug herangeholt hatten, sahen wir, dass es sich bei unserem Fang wahrscheinlich um einen Barrakuda handelt. Igitt haben die spitze Zähne. Wir gaben ihm einen ordentlichen Schluck Rum (keine Sorge, immer noch billiger Fusel von Gibraltar. Nachdem er sein Leben ausgehaucht hatte, haben wir ihn in die mit Meerwasser gefüllte Pütz gelegt und uns per Foto/Whats App bei Maria und Pascal über die Fischart rückversichert. Es ist eindeutig ein Barrakuda. Schade. Also zurück ins Wasser damit. Irgendwer wird sich schon darüber freuen.

Frohen Mutes werfen wir sofort wieder die Angel aus und – ups – was ist das denn? Die Angelschnur war noch gar nicht so weit draußen, wie wir das vorhatten, als ich das Gefühl hatte, dass schon wieder etwas angebissen hat. Und in der Tat, es war wieder ein Fisch dran. Dieses Mal wollte ich ihn selbst hereinholen. Aber leider habe ich wohl irgendeinen Fehler gemacht oder der Fisch war zu flink, jedenfalls ist er kurz vor dem Schiff wieder vom Haken gesprungen. Pech gehabt. Also wir – nicht der Fisch. Vielleicht war es ja wieder ein Barrakuda 🙂

So verging die Fahrt nach St. Pierre ziemlich schnell. Dort angekommen sind wir erst einmal ins Meer gesprungen, um mal wieder zu schwimmen und um den Anker zu kontrollieren. Alles bestens.

Zum Abendessen gab es grünen Salat mit Tomate, gegrilltes Steak und Pellkartoffeln. Nach unserem Dinner und dem Abwasch haben wir es uns im Salon bequem gemacht und einen Montalbano-Film in den DVD-Player geschoben. Das war gemütlich und spannend.

Und plötzlich, wir waren ganz versunken in den Film als es plötzlich schepperte, als wäre eine Plastik-Wasserflasche vom Tisch auf den Boden gefallen. Aber es stand ja gar keine Platikflasche auf dem Boden und es klapperte weiter. Was ist das?? Keine Ahnung. Es klappert unterm Tisch und schon rochen wir es auch. Es stinke höllisch nach Fisch. Brrrr.

Unter dem Tisch in der Ecke kämpfte ein ca. 20 cm großer fliegender Fisch um sein Leben. Berthold hat sich sofort die Angelhandschuhe geholt und den Fisch gefangen und ins Meer zurück gebracht. Ihr macht euch keine Vorstellung wie sehr diese fliegenden Fische stinken. Ich habe sofort den Fußboden gewischt und die verlorenen Schuppen entfernt. Aber der Geruch hielt sich ziemlich lange, trotz durchlüften.

Der Geruch im Salon wurde dem Ausdruck „Fischkutter“ den Maria am Nachmittag zu unserer Fanggeschichte eingefallen war, gerecht.

Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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