Taha’a

Nachdem wir noch einmal im Super U einkaufen waren, verließen wir morgens gegen 8 Uhr gemeinsam mit der OOROO1 Huahine in Richtung Taha’a. Mike und Leanne waren hier ja schon vorher und zeigten uns einen schönen Ankerplatz hinter dem Riff in glasklarem Wasser, direkt neben der Einfahrt Passe Toahotu. Um mich nicht dauernd zu wiederholen, brauche ich schon fast gar nicht mehr das glasklare türkise Wasser zu erwähnen, da hier überall glasklares Wasser in allen Türkistönen ist. Nur an den tiefen Stellen ist es dunkelblau.

Schwimmen, Wasserball spielen und früh zu Bett gehen, denn der Abend vorher war etwas ausgiebiger.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück wollten wir weiter. Wir fuhren innerhalb des Riffs entlang zu einer Stelle an der es einen Korallengarten gibt. Direkt neben dem Resort „Le Taha’a Private Island & Spa“ das auf einem Motu liegt. Motu heißen die Inselchen des Riffs. Am Nachmittag holten uns Mike und Leanne mit dem Dinghy ab und wir fuhren zum Schnorcheln. Wahnsinn. Wir schnorchelten in flachem Wasser in dem man sogar noch stehen konnte, dort gab es Korallen hinter Korallen und Fische in allen Farben. Große, kleine, dicke, dünne, flache, runde. Völlig unerschrocken schwimmen sie einem fast an die Schnorchelmaske heran und gucken hinein. Wer guckt wen an?

Mike brachte etwas Brot mit und die Fischies freuten sich und kamen aus allen Winkeln angeschwommen. Leider hatten wir nur unsere Flippers an und konnten daher nicht den Weg auf dem Motu entlang gehen um mit der Strömung den ganzen Korallengarten entlang zu schwimmen. Das machen wir dann morgen.

Wir bleiben noch einen Tag hier, denn die Männer wollen den Wassermacher wieder richtig in Gang zu bringen. Er funktioniert einigermaßen, macht jedoch Traktor-Geräusche, was darauf hinweist, dass er irgendwo Luft im System hat. Wir haben schon alles möglich probiert und ausgetauscht, aber nichts hat dauerhaft funktioniert. Irgendwo steckt offenbar Luft. Was freue ich mich, wenn ich das Wort Wassermacher einmal nicht mehr schreiben muss. Oder wie wäre es mit dem Satz „unser Wassermacher hat heute ohne Murren und Knurren 120 Liter Wasser produziert“. Das wäre doch toll. Mike mit seinem klaren Sachverstand von allem Mechanischen und Technischen hat uns ja schon so oft geholfen. So hat er uns auch die Verlängerung an die Ankerkette gespleißt. Sieht toll aus und ich brauche nicht die Ankertiefen hier in der Südsee zu fürchten. Wir haben jetzt gut 10 Meter mehr Kette zur Verfügung.

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Berthold kann schon so einiges reparieren und hat auch schon vieles repariert, aber wenn es ins Detail geht fehlt ihm einfach die Erfahrung und Ausbildung.

Die weiteren Pläne für heute sehen vor: Foto-Safari im Korallengarten.

Halb eins: Nachdem Berthold das komplette Handbuch durchgelesen hat und alle Zeichnungen genauestens studiert hat, vermutete er, dass die zwei Filter vertauscht eingebaut waren. Auch Mike hat sein Wassermacher-Handbuch heute Vormittag genau studiert und konnte die vertauschten Filter bestätigen. Da wir die Filter immer einzeln ausgetauscht haben, so wie sie ursprünglich eingebaut waren, besteht der Fehler schon seit dem Einbau in Mallorca. Vielen Dank Echo-Marine, Mallorca, das war dann schon der zweite grobe Fehler. Der Kohlefilter, der eigentlich für die Frischwasserspülung geplant war, war dort, wo das Meerwasser in die Anlage kommt angebracht. Das war zu viel für die Förderpumpe, weil der Kohlefilter viel dichter ist als der Papierfilter und das erklärt vielleicht auch, warum diese schon einmal erneuert werden musste und sie komplett verschmurgelt war. Die Filter sind jetzt richtig. Dann hat Mike die Salzwasserleitung von der Hochdruckpumpe entfernt und das System einmal durchgespült. Jetzt ist keine Luft mehr in der Anlage und alles schnurrt und läuft und wenn nichts dazwischen kommt kann ich tatsächlich gleich schreiben, dass wir 120 Liter Wasser produziert haben und ich endlich mal wieder daran denken kann meine Waschmaschine laufen zu lassen.
Während der Wassermacher-Aktion habe ich unsere „Wohnung“ geputzt und ich vermute Leanne hat sich ähnlich beschäftigt.

Unser darauf folgender Schnorchelausflug war großartig. Wir haben Leanne und Mike mit dem Dinghy abgeholt. Diesmal waren wir alle mit Schwimmschuhen und Schnorchelmaske ausgerüstet. Nachdem wir das Dinghy an einem Baum festgebunden hatten gingen wir den Trampelpfad zum Einstieg in den Korallengarten. Hm – ganz schön starke Strömung heute …

Zunächst galt es einen Weg in eine Rinne zwischen den vielen Korallen zu finden. Das war nicht so einfach, jedoch hat es bei allen gut funktioniert. Außer bei mir, die ich mich dünne machen und über eine Koralle hinweg schwimmen wollte, die ich für tief genug hielt. War sie aber nicht. Naja, ich habe wohl kein besonders gutes Bild  abgegeben und ein paar kleine Kratzer davongetragen, aber ansonsten … die Fische hats nicht gestört.

Und dann ging es los: Leanne nennt es Speed-Snorkeling. Es war Speed-Snorkeling durch eine Unmenge an Fischen und vorbei an Korallen. Und da wir etwas Brot dabei hatten, mußte man wirklich aufpassen, dass man es rechtzeitig los läßt und schon umringten uns wild gewordene Rifffischchen. Wie lustig. Es wuselte und zappelte nur so um uns herum. In allen Farben. Leider konnte man sich nicht so lange an einer Stelle aufhalten, die Strömung war zu stark. Schwups ging die wilde Fahrt weiter und man mußte tatsächlich gut aufpassen, dass man nicht an einer Koralle strandet und vor allem, dass einen der Hintern nicht überholt. Es war wirklich anstrengend, die Beine hinten zu behalten. Sehr lustig. Wir hatten alle sehr viel Spaß. Zum Ende des Korallengartens hin, ließ die Strömung etwas nach, so dass wir stehen bleiben und die Fische in Ruhe betrachten konnten. Bestimmt auch ein lustiges Bild: 4 Erwachsene stehen im Wasser und gucken mit den Schnorchelmaske nach unten.

Es war ein herrlicher Tag, den wir mit einem Sundowner oben im kühlen Wind auf der Flybridge der OOROO1 beendeten.

Morgen früh geht’s weiter nach Raiatea.

Dieser Beitrag wurde unter 12/2016 bis 08/2017 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Taha’a

  1. Holger Ruhnau schreibt:

    Also ich hätte da noch eine defekte, spuckende Kaffeemaschine, einen qualmenden Toaster und einen hustenden Staubsauger im Keller stehen – kann ich mich direkt an den „Reparaturdienst Berthold“ wenden? Oder mache ich die Termine lieber über Ursula aus? Kann Berthold auch Reifen wechseln? Gibt es einen 24-Stunden Service? 😉

    Boaah! Da ist ja was los im Wasser! Tolle Bilder! Das muss wirklich ein beeindruckendes Erlebnis gewesen sein. Ich bin gespannt, was ihr über Raiatea zu berichten habt.

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