Vier Monate später. Und jetzt?

Was uns immer noch fehlt ist die Art zu leben, wie es nur auf der großen Reise mit einem Schiff möglich ist. Aufwachen in den schönsten Buchten, der Sprung ins angenehm warme Wasser noch vor dem Frühstück, das Schnorcheln und Entdecken. Das Gefühl die ganze Welt steht einem offen. Bleiben wo mal will und Weitersegeln wann man will. Es ist ein großes Geschenk, dass wir dieses Abenteuer erleben durften.

Unser Rat: Leinen los und mit Verstand, Rücksicht, Respekt und Neugier in ein unvergeßliches Abenteuer starten.

Wenn es Fragen gibt zu unserer Segelreise, oder um Tipps zur Planung einer eigenen Segelreise „um die Welt“, freuen wir uns über eine Email:

sempredue1@icloud.com

Die Neugier auf ferne Länder und die Menschen dort hat uns nicht losgelassen. Wir wären nicht wir, wenn es nicht schon ein neues Ziel gäbe. Als nächstes bereisen wir Australien. Mit dem Flugzeug und Auto. Wir werden Leanne und Mike in Perth und auch Tess und Shane in Darwin besuchen und es stehen noch weitere Punkte in Australien auf dem Reiseplan. Ein Reiseblog ist in Planung.

 

 

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Verkauft

 

31. Januar 2018 – Unser Schiff ist verkauft.

 

 

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Der Abschied und der Start in eine neue Zeit – 21.06.2017

Das Schiff glänzt und funkelt uns im Sonnenlicht zum Abschied hinterher.

Die Schränke sind leer, die Koffer gepackt. Alles ist geputzt. Es ist ein merkwürdiges Gefühl. Das Schiff und die Räume waren vier Jahre unser zweites Zuhause und es waren wirklich abenteuerreiche und erlebnisreiche, intensive vier Jahre.

Jetzt wartet unser wunderschönes Schiff auf einen neuen Besitzer, der mit ihr neue Abenteuer erleben darf.

Unsere letzten Wein- und Biervorräte schenkten wir Salvatore von der Goldenage. Dieses Schiff kam einen Tag vor unserer Abreise in die Marina und die italienische freundliche und fröhliche Art wie Salvatore und seine drei Crewmitglieder uns im Vorbeigehen grüßten, gefiel uns so gut, dass wir sie fragten, ob Sie denn unsere restliches Bier mögen.

Sie haben sie sehr gefreut und so haben wir direkt auch noch eine Kiste Rotwein und eine Kiste Weißwein mitgegeben, die auch noch übrig waren. Dafür gab es im Gegenzug eine Einladung zum Lunch an Bord der Goldenage.

Das machte uns den Abschied dann gleich etwas leichter. Salvatore erzählte uns von seiner Reise, seinen Restaurants in Turin und servierte uns einen köstlichen Salat zur Vorspeise und wundervolle Pasta zum Hauptgang. Wenn wir nach Turin kommen, werden wir ihn in seinem Restaurant besuchen.

Sobald wir zu Hause sind, werden wir ein Exposé unseres Schiffes erstellen und Bilder und Informationen zum Verkauf des Schiffes in den Blog stellen.

Vielen Dank den treuen Lesern unseres Blogs. Wir haben uns immer sehr über eure Kommentare gefreut und darüber zu sehen, wie viele Menschen an unseren Erlebnissen interessiert sind.

Wir planen schon einen neuen Blog über unsere zukünftigen Reisen.

 

 

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13.06.2017 – Räumen und Putzen

Berthold und ich nehmen uns für jeden Tag einen anderen Teil des Schiffes vor, den wir räumen und sauber machen oder sortieren. Werfen weg, was nichts mehr taugt und legen zur Seite was wir spenden möchten.

Wir haben schon etliches an Kleidung und Handtüchern, Geschirrtüchern, Ball und Schnorchelzeugs in vier Kartons verpackt und zu unserem Hafenmeister gebracht. Seine Frau organisiert Spenden für arme Menschen hier in Tahiti.

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Am 20.06., wenn wir dann ins Hotel umziehen, werden wir die restlichen verpackten Lebensmittel und noch etwas Kleidung zum Hafenmeister bringen.

So langsam gestaltet sich für uns der Abschied und mit allem Putzen und Räumen wird es leichter und klarer.

Jeden Tag setzen wir uns in unser Autochen und brausen irgendwo hin. Zum Carrefour zum Einkaufen, oder einfach nur in der Gegend herum.

 

 

 

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Papeete Marina

Die Entscheidung war schon gefallen, bevor wir in das Marina-Office gingen. Wir halten die Taina Marina nicht für den geeigneten Platz, um unser Schiff zu verkaufen. Zu viele Seelenverkäufer und irgendwie wirkt alles etwas unsortiert. Charmant, aber durcheinander.

Die Marina ist durch ihre beiden Restaurant, die beiden Tauch-Basen und die vielen jungen Leute die dort sind, ein sehr schöner Platz für eine Zwischenstation von ein paar Tagen auf der Durchfahrt, jedoch um ein schönes Schiff gut zu präsentieren um es zu verkaufen, nicht geeignet.

Wir werden versuchen einen Platz in der Marina Papeete in der Innenstadt zu bekommen. Die Schiffe liegen hier an Schwimmstegen und nicht hinter der Kaimauer und sie sind zudem besser bewacht. Alles ist übersichtlicher und die Stege neu und schön.

Jedoch sind wir erst einmal mit dem Taxi zur Autovermietung Eco Car direkt neben dem Flughafen gefahren, um uns für die nächsten Tage ein Auto zu leihen. Danach gingen wir zum Flughafen in die Cargo-Ecke um unsere beiden Pakete abzuholen, die uns jeweils per Chronopost aus Frankreich geschickt worden waren.

Es handelte sich um das neue Trampolin, der Ersatz für das zu klein gelieferte und um den neuen Furler. Das war wieder einmal eine Geduldsprobe, denn die ganze Aktion dauerte mindestens 1 1/2 Stunden. Aber alle waren sehr bemüht und … was für uns entscheidend war … es stellte sich bald heraus, dass beide Pakete da waren. An einem Ort. Es ging „nur“ noch darum zu erläutern, dass wir ein „Ship in Transit“ sind und wir deshalb keine Einfuhrsteuer bezahlen müssen und dass die nette Dame dann noch die ganzen Zollformalitäten ausfüllen musste und mir dafür von einem Versender die richtige Rechnung fehlte. Zu einer Sendung hatte ich die Rechnung per Email und zu der anderen Sendung hatte ich eine Email mit der Proforma-Rechnung. Beide Teile waren für uns kostenlos geliefert worden (ein Umtausch und eine Reklamation). Alles sehr kompliziert.

1 1/2 Stunden und 98 Euro (soviel zum Thema kostenlos) später war alles erledigt und Berthold und ich gingen stolz mit unseren beiden Paketen zu unserem kleinen weißen Flitzer.

Danach fuhren wir zur Marina Papeete und trafen den netten Hafenmeister, der sich auch direkt wieder an uns erinnerte. Wir waren ja zusammen mit Hagen hier in der Marina für ca. 1 Woche. Der Hafenmeister bat uns direkt am nächsten Tag und recht früh zu kommen, da ein paar Schiffe die Marina verlassen werden. Er bot uns einen schönen Liegeplatz an, zu einem guten Preis. Den angebotenen Platz kann er vom Büro aus sehen. Wir fühlten uns sofort wohl und gut aufgehoben.

Heute Morgen ganz früh fuhren wir innerhalb des Riffs von der Taina Marina zur Marina Papeete. Mit all den lustigen Flughafen, bzw. Papeete Port Controll-Funkereien auf Kanal 12. Diesmal schien die Papeete Port Controll sehr viel Spaß daran zu haben, mich möglichst oft unseren Schiffsnamen buchstabieren zu lassen.

Sierra – Echo – Mike – Papa – Romeo – Echo Delta – Uniform – Echo

„Können sie das bitte wiederholen?“

Hm – und das am frühen Morgen. Na gut. Hat geklappt. Das hätte ich mir mal besser vorher aufgeschrieben. War vielleicht die Strafe dafür, dass ich auf dem Hinweg vergessen habe mich noch einmal zu melden bevor wir die Westseite der Landebahn passiert haben.

Diesmal habe ich immer brav gefunkt und gefragt, ob wir passieren dürfen. DREIMAL musste ich buchstabieren.

Inzwischen sind wir gut in der Marina Papeete an unserem schönen Liegeplatz angekommen. Das Schiff ist nach einer gründlichen Süßwasserdusche vom vielen Salz befreit und ich konnte schon zweimal Wäsche waschen.

In den kommenden Tagen werden wir das Schiff dann gründlich mit Bootsseife schrubben, weitere Wäsche waschen und so nach und nach aussortieren, was weg kann und zurecht sortieren und auflisten, was für den neuen Eigner hier bleiben soll.

Wir müssen noch ausprobieren, ob das neue Netz denn auch diesmal wirklich passt. Das Netz und den Furler lassen wir für den neuen Eigner an Bord. Er kann entscheiden ob und wann er die beiden Teile einbaut. Ich denke, dass der Käufer sich freuen kann der unser Schiff bekommt, denn wir sorgen dafür, dass er ein perfektes Schiff übergeben bekommt, das ist sicher nicht allgemein üblich.

Außerdem wollen wir mit unserem Auto auch noch ein paar Ausflüge auf Tahiti machen. Wir wollen noch einmal zu dem wunderschönen Restaurant fahren, in dem wir mit Hagen waren und vielleicht entdecken wir ja noch ein paar schöne Flecken, die wir bei unserem letzten Aufenthalt noch gar nicht gesehen haben.

 

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Taina Marina, Papeete Tahiti

Das war mal ein Ritt. Unsere Fahrt von Moorea nach Tahiti dauerte ja nur 2 1/2 Stunden, aber – sie hatte es in sich. Gut dass Berthold heute Morgen noch schnell das Salz von den Fenstern abgewaschen hat. In unserer Bucht war ja null Wind. 😉

Das änderte sich dann, als wir durch den Pass nach draußen fuhren. Da gab es plötzlich bis zu 25 Knoten Wind und auch ordentlich Welle gegenan. Unsere arme Sempre due mußte ganz schön eintauchen zwischendurch. Hat ordentlich gekracht und das Wasser spritzte bis über den Führerstand hinaus. Skipper Berthold wurde ganz schön nass. Während sich Crew Ursula irgendwann in den Salon verkrümelte.

Wir haben dann den Kurs ein wenig verändert und als wir in die Landabdeckung von Tahiti kamen wurde alles wieder ruhiger und wir konnten die Passeinfahrt vor Papeete ansteuern.

Kanal 12. Papeete Port Control gab uns die Erlaubnis zur Einfahrt.

Kanal 12. Papeete Port Contorl gab uns die Erlaubnis nach kurzem Warten um den Flughafen zu passieren.

Wir haben draußen vor der Taina Marina an einer Boje festgemacht. Nicht weit von der Boje entfernt an der wir lagen als wir mit Hagen hier waren.

Zum Sundowner sind wir an Land gefahren. Auch um uns die Marina einmal genauer anzuschauen. Vorne an liegen sehr schöne Superyachten, die wir schon von der Mooring aus sehen konnten, Aus der Nähe sind sie ja immer faszinierend. Alles blitzt und blinkt. Sie sie riiiiiesig und zum Teil wunderschön.

Der Spaziergang durch die Marina war ein wenig ernüchternd. Es liegen hier sehr viel alte gammelige Schiffe. Wir können uns noch gar nicht so richtig vorstellen, wo wir unsere Sempre due dann lassen können. Zwischen den Seelenverkäufern? Ich hoffe, dass der Hafenmeister einen ordentlichen Platz für uns hat.

Die Situation erinnert uns ein wenig an die erste Marina auf Mallorca, wo wir den Liegeplatz vor den Mülltonnen beziehen sollten. Soll die Geschichte so enden wie sie begann? Das ist doch merkwürdig. Aber wir wollen jetzt erst einmal abwarten, was wir morgen erfahren, wenn wir zum Hafenmeister gehen.

 

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Moorea, 03.06.2017

Gestern Morgen um 7.30 Uhr gingen wir Anker auf in Richtung Moorea. Zum Abschied kam uns eine sehr große Delfin-Schule entgegen. Das nahmen wir als gutes Zeichen und das war es auch. Denn Neptun und wer auch immer für den Wind zuständig ist, haben es sehr gut mit uns gemeint. Wir hatten so gut wie keinen Wind und nur wenig Welle gegenan und so blieb es tatsächlich die kompletten 24 Stunden eine ruhige und entspannte Rückfahrt.

Gegen 8 Uhr sind wir vor Moorea angekommen, durchquerten den Passe Tareu in die Baie d’Opunohu und direkt nach dem versunkenen Schiffswrack bogen wir rechts ab, um zwischen Riff und Insel den recht gut betonnten schmalen Weg entlang zum Ankerplatz zu fahren. Zum ersten Mal in eine unbekannte Bucht zu fahren ist immer spannend. Ich saß vorne auf der Bugspitze um die Tiefe zu beobachten und Berthold fuhr in Schleichfahrt, immer bereit sofort zu stoppen. Die Tiefe ist so schlecht abzuschätzen, weil das Wasser so klar ist.

Jetzt liegen wir bei 1,80 m Tiefe, auf wieder einmal glasklarem türkisgrünem Wasser und können vom Schiff aus die Fische beobachten, die um kleine Korallenköpfe herumschwirren. Einen weißgepunkteten Rochen (Spottet Eagle Ray) habe ich auch schon entdeckt.

Außer uns sind noch zwei weitere Katamarane an diesem Ankerplatz. Auf einem davon wohnt eine Familie mit drei kleinen Kindern, ich schätze zwischen 6 und 3 Jahren. Snotgobbler, wie Mike jetzt sagen würde. Die Kinder springen über das Schiff, ins Wasser, wieder hinaus und hüpfen auf dem Netz.

Da hier in der Bucht gerade absolute Windstille ist, dreht sich das Schiff nur ganz sanft mit der Strömung und unser Anker befindet sich gerade neben dem Schiff. Liegt gut 😊, ich brauche nicht danach zu schnorcheln.

Berthold, der die letzte Wache vor den Ankunft hatte, hat sich nach dem Frühstück noch einmal ein wenig schlafen gelegt.

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