Handwerk – Kreativität – Geschmack – Spürsinn – Zeit

Am 1. Februar haben dann also die Arbeiten an unseren Solarpanelen begonnen. Um die weiteren Solarpanele anbringen zu können benötigen wir eine Aluminium-Konstruktion, auf die die Panele verschraubt werden. Zur Herstellung der Konstruktion hatte Mathieu Ducasse von Caraibe Greement eine andere Firma beauftragt. Von dieser Firma kamen dann gestern zwei junge Männer und fingen auf der hinter dem Anleger befindlichen Grasfläche an Aluminiumstagen und Winkel etc zusammenzuschweißen. Berthold und ich waren erstaunt über die ungewöhnliche Arbeitsweise, aber wir wollten auch nicht die künstlerischen Fähigkeiten der jungen Männer in Frage stellen, bevor sie fertig sind.

Wir waren dann eine ganze Weile unterwegs und als wir zurück kamen war das Gestell nach Meinung der jungen Herren soweit „fertig“. Sie versuchten es gerade auf den Davits anzupassen. Abgesehen davon, dass sie uns bei diesem Versuch die Davits stark zerkratzt haben, sind sie auch eifrig mit ihren Arbeitsschuhen auf dem Schiff herumgeturnt, die voller Sand und Dreck und Schmodder waren, weil es auch geregnet hat zwischendurch. Berthold und ich waren schockiert.

Das Gestell sah aus als wäre es für irgendeinen ollen Seelenverkäufer konstruiert. Als Mathieu dazu kam, blieb ihm auch erst einmal die Spucke weg. Er ließ den Chef der beiden Jungs antanzen, der natürlich alle Schuld auf seine Mitarbeiter schob. Geht gar nicht!
Er ist der Chef, er hat gesagt, was wie gemacht wird. Ich denke die Jungs haben nicht schlechter gearbeitet als sonst, also hätte er wissen müssen was sie liefern und wer seine Mitarbeiter auf einer Wiese ohne Arbeitstisch und Schraubstock etc. einfach nur herumschweißen läßt …

Langer Rede kurzer Sinn, für uns und auch Mathieu war klar, dass die Arbeit komplett inakzeptabel ist und sie mit all dem Zeugs wieder verschwinden können. Am nächsten Tag sind wir zur Werkstatt um uns anzuschauen, wie die Alternative wird. Da diese jetzt in der Werkstatt an einer echten Werkbank hergestellt werden soll, steigt unsere Hoffnung auf eine Lösung etwas an. Sollte der schlechte Eindruck sich verhärten, ist das Thema „mehr Solarzellen“ erst einmal gestorben.

Aber als wir ankamen, arbeiteten sie an einer Konstruktion die wirklich viel besser aussah und wir lassen sie jetzt weiter arbeiten. Angeblich sollte sie dann am nächsten Tag fertig sein und montiert werden. (Mittwoch)

Um nicht den ganzen Tag in der Marina herum zu sitzen haben wir uns ein Auto geliehen und sind noch einmal über die Insel gefahren. Als wir am späten Nachmittag zurück kamen stellten wir fest, dass in der Zwischenzeit NICHTS passiert ist an Bord. Mathieu war jedoch heute (Donnerstag) früh hier. Heute wird die Konstruktion angebracht, morgen früh die Solarpanele und am Mittag können wir endlich unsere Reise fortsetzen. Soweit der Plan 🙂

Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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