Guadeloupe – 09. Februar 2016

https://goo.gl/maps/CX99wu46FAv

Der nächste super Segeltag. Guter Wind – schnelle Fahrt. Angeln – erfolglos (aber wir geben nicht auf). An der Westküste von Guadeloupe ist der Wind durch die hohen Berge und die Täler mal da, mal nicht, mal super, mal recht stark und dann wieder weg.

Guadeloupe wollen wir nur als Übernachtungsstopp auf dem Weg nach Antigua nutzen. Dafür haben die Bucht Deshaies im Nord-Westen der Insel ausgesucht.

Der Weg an der Westküste vorbei, bis zur ca. 30 m Tiefe-Zone ist gespickt mit den interessanten selbstgebastelten Bojen aus leeren Plastikflaschen und Kanistern die die Fischfallen markieren. Immer wieder mußten wir ihnen ausweichen und manchmal sind sie wirklich sehr schwer zu sehen, weil der pfiffige Fischer leere schwarze Kanister benutzt hat.

Ganz gemein wurde es, als wir dann in ein Seegrasfeld gerieten, in dem sich offenbar eine Boje mit einer Menge an Schnüren verfangen hatte. Diese Boje konnten wir dann leider nicht sehen und da wir gerade in einem Flautegebiet waren und die Motoren liefen, haben wir uns mit dem Backbord-Motor die Boje und die Schnüre eingefangen. Ein Ruck geht durchs Schiff, der Motor rumpelt. Vielleicht hat sich das blöde harte Seegras in der Schraube verfangen. Rückwärtsgang rein – hilft leider nichts. Also haben wir den Motor erst einmal ausgemacht. Glücklich ist der Katamaran-Fahrer, weil er einen zweiten Motor hat. Wir wußten in diesem Moment ja noch nicht genau was die Ursache dieses Ruckens und Rumpelns war, vermuteten aber bereits, dass es sich um Schnüre oder eine Boje handelt.

Nicht weit weg war die Ankerbucht vom Cousteau National Park. Dort lagen wir einige Tage vor Anker, als wir mit Hagen auf Guadeloupe waren. Es ist eine wirklich schöne Bucht mit unglaublich vielen Meeresschildkröten. Weiterhin ist diese Bucht ein guter Tauch- und Schnorchel-Spot.

Wir sind in die Bucht gefahren um zu ankern und nach unserer Schraube zu sehen. Es war unglaublich. Berthold kam mit einem Riesenknäuel an Schnüren wieder aufgetaucht. Die Schraube ist wieder frei, wir können weiter. Aber da wir schon an einem so schönen Platz mit so guten Erinnerungen liegen, machen wir doch direkt ein kleines Mittagspäuschen mit Pasta und Pesto und einem Kaffee bevor es weiter geht.

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Ein einhalb Stunden später lagen wir dann in der Anse Deshaies vor Anker. Bei dieser Bucht handelt es sich um eine kleine Bucht umringt von Bergen und am Ende befindet sich ein Fischerdorf. Es ist eine wirklich schöne romantische Bucht, die viele Segler als Zwischenstopp nutzen. Leider sind die Winde in der Bucht durch die hohen Berge sehr unstet und kommen wirklich von allen Seiten, so dass sich alle Schiffe immer wieder drehen oder in alle Richtungen schwoien und eben nicht alle gleichzeitig, so dass man beim Ankern schon einigen Abstand zum Nachbarn braucht. Da es aber voll ist …

Der Wind bläst in der Nacht in dieser Bucht, so dass es sich immer nach Starkwind anhört. Ist es aber gar nicht. Dennoch haben wir in dieser Nacht nicht so richtig gut geschlafen und sind am nächsten Morgen um 7 Uhr schon weiter gefahren in Richtung Antigua.

Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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