Von Sint Maarten nach Anguilla – 06.03.2016

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Unser Liegeplatz in der Simpson Bay wurde uns jetzt doch wirklich zu ungemütlich, rolly polly. Es war so wellig, dass man nicht mehr vernünftig geradeaus gehen konnte (ich ahne schon, was Holger dazu sagen wird).

Nach den trubeligen Tagen in Sint Maarten wollen wir ein paar Tage Ruhe, Strände, klares Wasser, Strandbars. Keine Suche nach irgendwelchen Ersatzteilen, Gasflaschen, Hochdruckreinigern etc. von denen man die Hälfte nicht findet und ganz sicher nichts beim ersten Anlauf. Berthold und ich haben auf Sint Maarten ziemliche Strecken zu Fuß zurück gelegt.

Dennoch, die Menschen auf Sint Maarten sind sehr freundlich und entspannt und alles in allem haben uns wirklich sehr wohl gefühlt.

Gestern haben wir morgens für den nächsten Tag ausklariert, uns noch zum Abschluss ein Auto gemietet und sind zusammen mit Leanne etwas über die Insel gefahren. Wir waren an einem schönen Strand in Saint Martin (französischer Inselteil) – Grand Case, sind am herrlichen Sandstrand entlang spaziert und haben dort sehr köstlich mit Blick aufs Meer zu Mittag gegessen.
Danach mussten Berthold und ich den Großeinkauf erledigen. Dieser wurde dann auf zwei Dinghys verteilt und zusammen mit Mike und Leanne zu unserem Schiff gebracht. Danach war ein Sprung ist Wasser nötig um abzukühlen und im Anschluß ein kleines Sundownerchen.

Bei 28 Grad Wassertemperatur kann man ja immer „einfach rein“ (Standardspruch von Berthold und mir).

Heute Morgen sind wir noch kurz mit dem Dinghy in die Lagune gefahren, um das Auto zurück zu bringen und um uns von der OOROO zu verabschieden. Sie müssen noch das Ende ihrer Solarpanel-Aktion abwarten.

Schon zum dritten Mal hatten Berthold und ich das Glück, dass wir genau in dem Moment an der Brücke ankamen, in dem alle Regattayachten aus der Lagune kamen. Es sind bestimmt 100 Yachten und immer wieder ein wundervoller Anblick und eine schöne Atmosphäre, weil alle Crews in Erwartung eines perfekten Segeltages sind. Wir mußten warten, denn die Coast Guard achtet genau darauf, dass niemand mit dem Dinghy in die entgegengesetzte Richtung fährt, wenn die Brücke offen ist.

Während wir im, wie gesagt unruhigen Wasser, zusammen mit den Dinghys, die die Regatta-Crews zu den Yachten vor Anker gebracht hatten, auf das Schließen der Brücke warteten, kam ein Katamaran und wollte sich einen Ankerplatz suchen. Vor ihm war ein wartendes Dinghy, das ihn nicht bemerkt hatte. Es ertönte ein lauter Pfiff und eine wegscheuchende Handbewegung. Das Dinghy räumte perplex den Platz und der Katamaran fuhr seines Weges. Dann versuchte, wie immer, ein Dinghy in der entgegengesetzten Richtung durch die Brücke an den Yachten vorbei zu brausen. Die Coast Guard machte die Sirene an und es war nichts mit Durchmogeln. Während ein Mann aus einem vor uns wartenden Crew-Dinghy nur schulterzuckend „another French boat“ sagte und jeder drumherum nickte wissend 🙂 Die internationale Bekanntheit der französischen Segler.

So gegen 10 Uhr ging es dann Anker auf und in Richtung Anguilla. Wobei wir erst noch in die Marigot Bay zum Tanken fahren mußten. In Marigot muss man nicht erst durch die Brücke in die Lagune, um an eine der beiden Tankstellen zu kommen. Da heute der Wind sehr schwach war sind wir zwar mit dem Vorsegel, jedoch immer mit Unterstützung eines Motors die ca. 14 sm (ca. 2 1/2 Stunden) gefahren. Die letzte Strecke zur Road Bay fuhren wir an herrlichen Sandstränden und traumhaften Hotelanlagen vorbei.

Wir haben hier in Road Bay einen schönen Ankerplatz gefunden und werden auch morgen erst einmal hier bleiben. Wir liegen vor einem Sandstrand, direkt hinter dem Dinghy-Dock befinden sich Customs und Immigration und außerdem gibt es noch schöne Strandbars.

Nach der Klariererei, die hier sehr unkompliziert, freundlich und zügig erledigt wurde, haben wir uns in der nächsten Strandbar einen Rhumpunch, einen Mango-Daiquiri, Chicken and Ribs bestellt und die Live-Musik genossen.

Danach zurück an Bord der obligatorische Sprung ins Wasser. Anker kontrollieren. Abkühlen. Abend genießen. Weiterhin mit schöner Live-Musik aus dem Strand-Restaurant.

Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Von Sint Maarten nach Anguilla – 06.03.2016

  1. Holger Ruhnau schreibt:

    Rolly polly! Ja, das kenne ich auch.
    Ich selbst werde auch sehr, sehr schnell seekrank – besonders auf dem Rückweg von meiner Stammkneipe nach Hause. 🙂

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