BVIs – Cooper Island – 25.06.2016

https://goo.gl/maps/7FNLUTfroz42

Jedoch nach zwei Tagen Little Harbour wird es dann Zeit für ein neues Abenteuer. Das fanden wir dann auch tatsächlich auf Cooper Island. Wir sind sehr früh gestartet, um in der Manchioneel Bay eine Mooringboje zu erhaschen. Uns grauste ein wenig, weil wir so viele Geschichten mittlerweile gehört haben, wie voll es überall ist und mit welchem Kampfgeist der eine und andere Segler sich die Bojen schnappt, denn in vielen Buchten hier ist ankern verboten.

In der Manchioneel Bay gibt es extrem viele Bojen und sie liegen sehr nah beieinander. Als wir ankamen waren einige Boje schon frei geworden. Zwei davon hatten keine Leine zum Aufnehmen, was sich uns später erklärte, aber wir haben uns eine schöne Boje ausgesucht und uns in dem zum Festmachen vorgesehenen Auge eingehängt. Zwei Stunden später, Berthold war schwimmen, schaute sich die Boje an und ich gehe nach vorne und ziehe nur mal kurz an der Leine die uns mit der Boje verbindet und habe plötzlich meine komplette komplette Mooringtraverse, nebst Mooring-Plastikauge in der Hand. Das Mooringseil hat sich aufgedröselt und unsere Sempre due dümpelt vor sich hin.

= Das Schiff ist nirgends fest!!! Berthold schwimmt im Wasser!!! Um uns herum in nächster Nähe alles voller Schiffe. „Komm raus!! Schnell!!! Wir vertreiben!!!“

Ich habe schnell die Motoren gestartet und versucht zumindest mit dem rechten Motor irgendwie Raum zu gewinnen, an der linken Seite befindet sich die Badeleiter, da geht nur Leerlauf bis Berthold aus dem Wasser ist. Aber mit einem Motor im Ankerfeld manövrieren ist nicht gut möglich. Berthold kam so schnell es ging an Bord und wir wollten zu unserer Boje zurück. Gerade rechtzeitig, denn schwups, schon wollte ein anderes Schiff festmachen. Aber wir konnten erklären, dass wir nicht wegfahren, sondern, dass das Bojenseil gerissen ist und dass das unsere Boje ist und wir wieder festmachen. Zum Glück gab es noch eine große Schlaufe im Seil, in die wir uns einhängen konnten. Puh – alles wieder fest, alles wieder einmal gut gegangen.

Danach schnappen wir uns das Dinghy und fahren erstmal an Land. Lunchtime. Als wir zurück kamen, war keine einzige Boje mehr frei. UND – alle Schiffe drehten sich mal wieder in alle erdenklichen Richtungen. Der Platz zwischen den Schiffen war so knapp, dass immer mal wieder jemand auf dem einen oder anderen Schiff aufsprang, um zu schauen, ob das auch wirklich gut gehen kann. Als am späten Nachmittag dann das Schiff, das uns immer am nahesten kam ablegte, waren wir schon etwas erleichtert für die Nacht. Jedoch es dauerte nicht allzu lange und es kam doch tatsächlich noch ein Katamaran.

In der Nacht gegen 24 Uhr machte es dann auch KLONG. Wir hatten in weiser Voraussicht Fender angebracht, so dass nichts an den Schiffen passiert ist, jedoch der Neuankömmling hat netter Weise direkt den Platz verlassen um weiter draußen zu ankern. Das können wir leider nicht, weil wir mit unserer 50 Meter Kette zu wenig Kette haben für die größeren Tiefen.

Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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