Von Anguilla zu den BVIs – 14.03.2016

Es dauerte bis zum 14.3. bis wir uns auf den Weg zu den BVIs machen konnten. Bis der Wind sich wieder in die sonst hier übliche Richtung (N/O)gedreht hatte und etwas schwächer wurde. Es lag eine Segelstrecke von 88,8 sm vor uns. Wir rechnen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 6 sm pro Stunde. Das wären dann so um die 14 Stunden Fahrtzeit.

Um am Morgen bei Tageslicht in einer uns fremden Bucht anzukommen, konnten wir noch den kompletten Tag in der schönen Rendezvous Bay mit schwimmen und unserer mittlerweile täglichen Strandwanderung (2,5 km hin und 2,5 km zurück) verbringen.

Um 17 Uhr hieß es dann an Bord der Sempre due Anker auf.

In Sint Maarten hatten ca. 1 Stunde vorher Leanne und Mike die Reise begonnen und noch ein weiterer Katamaran (Simplicity) war von dort aus gestartet. Wir konnten sie auf dem AIS sehen und wußten, dass unsere Strecken sich irgendwann in der Nacht treffen würden.

Anfangs hatten wir 18-20 kn Wind und da wir unseren Genaker gesetzt hatten kamen wir mit 8-9 Knoten zügig voran. So war das eigentlich nicht geplant. Aber wir ließen es erst einmal laufen. Als es dann dunkel wurde haben wir den Genaker eingerollt und das Vorsegel gesetzt. Jetzt kamen wir der von uns geplanten Geschwindigkeit etwas näher. Der Wind war doch noch etwas stärker als erwartet.

Ich hatte die erste Wache von 20 bis 24 Uhr übernommen. Dann hatte Berthold von 24 bis 4 Uhr Wache und ich war wieder ab 4 Uhr wach. Berthold konnte dann noch einmal zwei Stunden schlafen, bevor wir in die Inselwelt der British Virgin Islands einfuhren.

Die Nacht war relativ ruhig. Es waren zwar etliche große Schiffe unterwegs, Frachter und hellbeleuchtete Kreuzfahrt-Schiffe und auch noch ein paar Motoryachten und Segelschiffe, aber außer einem Segelschiff, das zusätzlich ohne AIS unterwegs war und folglich nicht auf unserem Bildschirm zu sehen und im Dunkeln schlecht auszumachen war, kam mir niemand sehr nahe.

Dieses Schiff mußte noch schnell vor meiner Nase quer vorbei. Aber es war alles gut. In der Nacht sieht das nur immer etwas anders aus, weil man ja auch nie weiß, ob da an Bord nicht gerade einer eingeschlafen ist und die Entfernung der Navigationslichter nicht so gut eingeschätzt werden kann.

Wie auch immer ich brauchte nicht den Kurs zu korrigieren und als Berthold dann um 6 Uhr nach oben kam, war die Sonne gerade aufgegangen, hinter uns die OOROO, vor uns der andere Katamaran, alle hatten wir dann die letzten Stunden im gleichen Abstand die gleiche Strecke gefahren. Das fand ich wirklich schön.

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Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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