Sint Maarten – 26.02. – 03.03. 2016

https://goo.gl/maps/tJAaZYJ6CVs

Am 26.02. sind wir von der Iles Fourchue nach Sint Maarten gesegelt. Ganz gemütlich nur mit dem Vorsegel mit 5,5 sm Geschwindigkeit sind wir nach 2 Stunden in Sint Maarten angekommen.
Sint Maarten/St. Martin ist zur Hälfte holländisch und zur anderen Hälfte französisch. Wir haben uns für den holländischen Teil entschieden und liegen jetzt in der Simpson Bay vor Anker. Direkt vor einem langen Sandstrand, hinter dem es eine Häuserreihe gibt und direkt dahinter ist die Landebahn des Princess Juliana International Airports von Sint Maarten und dahinter befindet sich die Lagune. Dreimal am Tag öffnet sich die Brücke und die großen Motoryachten und die Segelschiffe können in die Lagune hinein- oder zu einer anderen Zeit herausfahren. Mit dem Dinghy fährt man einfach unten durch.

Um die Ecke herum gibt es den berühmten Strand Maho-Beach der direkt in der Einflugschneise des Flughafens liegt. Wenn hier die großen Jets landen sind immer viele Menschen dort um das Spektakel zu fotografieren. Das werden wir in den nächsten Tagen auch machen, es soll dort eine nette Bar geben und dann werden wir euch per Foto teilhaben lassen.

Martina und Gerald von der Tanoa haben bei ihrem letzten Besuch dort gesehen, dass sich die ganz Wagemutigen an dem Zaun zum Flughafen festhalten und vom Druck der Düsen der startenden Flugzeuge am Zaun flattern. Manche, die sich nicht mehr halten können fliegen dann 10 Meter durch die Luft. Naja, wer’s mag …

Leider haben wir hier an unserem Ankerplatz wieder ziemliche Internet-Probleme. Daher die Funkstille auf unserem Blog.

Außerdem waren wir in den letzten Tagen damit befasst uns einen Platz in der Marina zu suchen, was nicht geklappt hat. Heute (03.03.) startete die Internationale Heineken-Regatta, die bis Sonntag die komplette Bucht in Atem hält. Was jedoch auch bedeutet, dass man nirgends auch nur irgendetwas bekommt, da alle Gewerke die sich mit Booten beschäftigen völlig ausgebucht sind. So können wir einen zusätzlichen Süßwasseranschluss hier nicht einbauen lassen, es sei denn wir bleiben noch eine weitere Woche. Aber das werden wir nicht tun.

Den Marina-Platz versuchen wir jetzt auf Tortola zu ergattern. Scheint auch schwierig, weil dort gerade die Hauptsaison beginnt und es wohl sehr voll dort wird in den nächsten Wochen. Wir würden jedoch nach so langer Zeit vor Anker und segelnder Weise zwischen den Inseln, das Schiff gerne einmal richtig gut waschen und polieren. Das ist wirklich nötig. So sind wir auch auf die Idee mit dem zusätzlichen Süßwasseranschluss gekommen. Dazu hätten wir dann gerne einen kleinen Hochdruckreiniger (Kärcher) um Wasser zu sparen. ABER – nix. Die Hochdruckreiniger sind entweder zu groß bzw. benötigen zu viel Watt, oder sie haben nur 110V.

So kutschieren wir mit dem Dinghy in der Lagune zwischen Frankreich und Holland hin und her und eilen jedem Tipp hinterher, um hinterher nichts zu bekommen. Das ist etwas frustrierend, aber so haben wir schon einen großen Teil von Marigot in Frankreich und Simpson Bay in Holland zu Fuß oder per Dinghy erschlossen und sind in Bewegung. Zumindest konnten wir jemanden finden, der sich um eine Lösung für unsere verrosteten Druckfedern der vorderen Backskisten kümmert. Die holen wir gleich wieder ab (das war optimistisch formuliert – wir waren mittlerweile dreimal dort und sie noch nicht fertig).

In der Lagune liegt die OOROO. Sie lassen hier ihre Solarpanele aufrüsten. Naja, zumindest warten sie darauf. Eigentlich sollten die Arbeiten am Montag beginnen. Aber es sind „weil Montag war“ ein paar Arbeiter nicht zur Arbeit erschienen. Dienstag auch nicht. Wir werden heute mal schauen, ob sich etwas getan hat. Scheint ein tolles Wochenende gewesen zu sein.

Ansonsten ist hier wie gesagt Regatta-Stimmung. Überall hängen Heineken-Fahnen. Crews in gleichen Shirts laufen eilig und voller Elan durch die Gegend. Tolle Racer, auch Cruising-Schiffe, Katamarane und riesige Motoryachten sind zu bestaunen. Heute Morgen fanden die ersten Rennen statt und das wird dann wohl den ganzen Tag so gehen. Als wir heute draußen beim Frühstück saßen wurde uns richtig schwindelig vom vielen Hin und Her. Racingboote, die hinaus zum Startplatz fuhren, Dinghys und Segelschiffe und Motoryachten die die Rennen beobachten fuhren hin und her und kreuz und quer.

Jetzt werden wir noch einen schnellen Sprung ins Wasser machen und danach in die Lagune fahren und schauen, was wir heute so erledigen können. Ich hoffe ja zumindest, dass ich meine letzten Berichte in den Blog kopieren kann. Wir werden sehen, was das hiesige Internet heute so zu bieten hat.

In der Lagune war heute richtig viel los. Wir hatten uns zum Lunch für den Sint Maarten Yacht Club entschieden. Das ist eine Bar/Restaurant direkt an der Hebebrücke. Da wollte ich schon immer einmal sitzen und zuschauen, wie die Schiffe in die Lagune fahren. Und was soll ich sagen – ich hatte das Riesenglück, dass eine gigantische Motoryacht eingefahren ist. Ihr waren die 1.000 USD für das Extra-Öffnen der Brücke wohl nicht zu viel 🙂 Die Yacht Alfa Nero war so groß, dass sie gerade so durch die Brücke kam. Ich habe versucht das zu fotografieren, aber dafür war ich wohl zu nahe dran.

Nach dem Mittagessen hatten wir noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, haben dann einen Kurzbesuch bei der OOROO gemacht um zu sehen, ob die Arbeiten begonnen haben (haben sie – läuft) und als wir dann zurück zum Schiff fahren wollten,  war die Brücke wieder geöffnet um alle Racingboote in die Lagune einfahren zu lassen. Naja nicht ganz alle, manche liegen auch hier draußen vor Anker, aber die meisten sind doch in der Lagune. Das war natürlich ein großes Hallo und die Terrasse des Yacht-Clubs war voller Menschen. Berthold und ich saßen gemütlich im Dinghy und haben die Schiffe an uns vorbeiziehen lassen.

Am späten Nachmittag sind dann Martina und Gerald von der Tanoa in Richtung BVIs aufgebrochen. Vorgestern hatten wir mit Martina ihren Geburtstag gefeiert. Das war sehr schön, denn es waren vier Paare an Bord der Tanoa, die alle 2014 mit der ARC über den Atlantik kamen. Tanoa, Loni3, OOROO und Sempre due.

Auch von der Bear Balu aus München, die auch an der ARC 2014 teilnahm, gibt es Neuigkeiten. Sie sind derzeit in Puerto Rico. Ich bin gespannt, wann in den nächsten Wochen unsere Wege sich kreuzen. Darauf freue ich mich auch schon.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter 12/2015 bis 07/2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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