St. George, Grenada

Den ersten Tag des Jahres verbrachte die komplette Sempre due Crew leicht lädiert und etwas energielos. Selbst Maria und Pascal, die ja für sehr langes Durchhalten in Partynächten bekannt sind, haben um 1:30 Uhr die Segel gestrichen. 🙂 Na um ehrlich zu sein, war es für die beiden auch schon 6:30 Uhr, denn sie sind ja am 31.12.2015 erst angereist. Also – Hut ab.

Die Silvesterparty in der Marina war in erster Linie laut und ansonsten hatten wir Spaß, zu viele Drinks und lustige Kopfbedeckungen.

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Am 1.1. haben wir uns nachmittags aufgerafft mit dem Dinghy ins Städtchen St. Georges zu fahren. St. Georges ist wirklich eine sehr schöne bunte und ungewöhnliche karibische Stadt. Leider hatte der Imbiss keine warmen Mahlzeiten an dem Tag. Schade, ich hatte mich schon sehr auf Chicken and Rice gefreut. Den Weg durch den schmalen Tunnel bin ich zum ersten Mal gegangen. Das ist schon etwas speziell, denn er ist wirklich seehr eng und die Autos und Motorräder doch dann sehr nah und sehr laut. Das kribbelt im ersten Moment doch schon etwas in den Kniekehlen, da die Autos ja auch von hinten kommen. Also stur vorwärts gehen und keinen Ausfallschritt nach rechts machen.

Heute 2.1. sind Maria und Pascal zu ihrem ersten Tauch-Tripp unterwegs. Sie sind hier in der Marina von einem sehr gut gelaunten Captain Ron mit dem Tauchboot abgeholt worden. Berthold und ich sind schon gespannt auf die Abenteuer die sie unter Wasser erleben.

Da wir heute Nachmittag oder morgen früh die Marina verlassen wollen, werden Berthold und ich uns um den Einkauf kümmern.

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Schnorcheln und Port Louis Marina

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende wo es begonnen hat: An Bord der Sempre due

Wir wünschen allen Freunden und Verwandten einen schönen Abschluss des Jahres 2015 und einen großartigen Start in das neue Jahr 2016.

Die letzten Tage draußen in der Bucht waren sehr schön. Wir haben die Zeit mit Hagen genossen. Sind geschnorchelt, haben „Schlag den Raab“ gespielt oder gelesen oder geträumt um uns dann immer wieder im Meer abzukühlen. Schöne lazy Liming-Days.

Die einzigen Ereignisse waren Begegnungen mit schönen bunten Fischen. Hagen und ich wurden bei einem Schnorchelausflug sehr eindringlich von einem Barracuda beäugt. Da der Gesichtsausdruck eines Barracudas nicht gerade besonders freundlich ist und unser Exemplar auch nicht gerade klein war, haben Hagen und ich uns bemüht unauffällig in eine andere Richtung bewegt. Das fand der Barracuda, glaube ich, erst einmal interessant, denn er ist in geringem Abstand erst einmal hinterher geschwommen. „Mal schauen, wo die beiden hin wollen“. Wir waren dann doch erleichtert, als ihm das Spiel zu langweilig wurde.

Gestern hatte ich dann, zurück in der Marina wieder einmal Großputztag, während die Herren in der Stadt St. George das eine und andere zu erledigen hatten. In einem Einheimischen-Imbiß haben sie dann Hähnchen mit Gemüsereis gegessen und für mich eine Portion zum Mitnehmen bestellt. Als Hagen die Portion abholte stand auf einer der vorbestellten Gerichte auf der Styropor-Box „W Boy“ 🙂 denn er war der einzige Weiße der in diesem Imbiss war. Das fanden wir sehr lustig. Das Essen war sehr gut.

Für Grenada-Besucher: Der Imbiss befindet sich in St. George, von der Innenmole (The Carenage) aus durch den schmalen Sendall-Tunnel (von 1894) in der Stadt durch den sich Autos und Menschen quetschen auf die Seite der Stadt in der auch die Kreuzfahrtschiffe anlegen und sich die Shoppingmall befindet.image

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Leider fliegt Hagen heute nach Hause. Ich werde ihn vermissen. Zeitgleich holen wir Maria und Pascal am Flughafen ab, mit denen wir in den nächsten 14 Tagen gemütlich Richtung St. Vincent segeln werden.

Wir wünschen allen einen guten Rutsch. Wir haben für uns und Maria und Pascal Karten für die große Silvesterparty hier in der Marina besorgt.

Happy New Year!!!!

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Zurück in der Karibik

Seit dem 17. Dezember sind Hagen und ich auf Grenada. Da sich kurz vor Abflug herausstellte, dass das von uns bestellte Antifouling nicht rechtzeitig angekommen war und ich mich kurzfristig für ein anderes Produkt entscheiden musste, hat mein Zeitplan nicht mehr ganz so funktioniert, wie geplant.

Für Nicht-Segler: Antifouling ist ein Farbanstrich des Unterwasserschiffes, dessen Chemikalien verhindern, dass sich Muscheln und Algen am Schiff festsetzen. Man sollte immer wieder das gleiche Produkt verwenden, um eine chemische Reaktion zu verhindern, die evtl. die Außenhaut des Schiffes (Gel-Coat) beschädigt. Benutzt man dennoch ein anderes Produkt muss durch eine Grundierung eine Barriere aufgestrichen werden. Das bedeutet, einen weiteren Arbeitsgang und längere Zeit = unser geplanter Kran-Termin vom 16.12. war sowieso dahin = Hagen und ich mußten uns für die erste Nacht auf Grenada noch schnell ein Hotel suchen.

Da unser Flugzeug eineinhalb Stunden zu spät gestartet und gelandet ist, kamen wir im Dunkeln an. Es war also dann nicht so schlimm, dass wir ins Hotel mussten und nicht im Dunkeln aufs Schiff kamen.

Am 18.12. wurde das Schiff dann gekrant und von einem Skipper in die Marina Port Louis gebracht. Gegen Mittag sind Hagen und ich an Bord. Danach haben wir uns erst einmal daran gemacht, das Schiff gründlich abzuspülen und innen einmal durch zu putzen. Am nächsten Tag haben wir die Vorräte gecheckt und frische Lebensmittel eingekauft. An einem anderen Tag haben wir das Dinghi auf den Steg gezogen und geschrubbt und poliert. Da die Marina nur die Hulls und „under the bridge“ und „stainless steel“ gewaschen und poliert haben, haben wir uns von Mark Adolphus helfen lassen. Hagen hat ein zwei kleinere Reparaturen gemacht und jetzt strahlt, blitzt und funkelt unsere Sempre due wie am ersten Tag. Der Skipper kann jetzt endlich bald ankommen. Wir können es kaum erwarten. Ich schaue ständig auf mein Handy, ob es eine neue Nachricht gibt. Was häufig frustrierend ist, weil ich große Probleme habe eine Internetverbindung zu bekommen.

Am 23.12. um 18.15 Uhr fuhr die Orbit in die Port Louis Marina ein. Berthold stand mit seinem nagelneuen „red Flashlight“ an der Reeling und winkte uns entgegen. An Bord der Sempre due hatten Hagen und ich gerade überlegt, ob wir uns noch eine Folge Sopranos ansehen können, bevor die Orbit eintrifft. Die SMS die mich über den genaueren Ankunftstermin informiert hätte, war mal wieder nicht angekommen. Hagen schaut auf und sagt, hey das ist doch die Lipari! Und plötzlich fuhr ein lauter Schrei durch die Marina. Ups – das war ich. HAAALOOO – JUCHUUUHH und so weiter. Ich möchte es nicht weiter ausführen, aber alle unsere Nachbarn waren doch etwas erstaunt, was da so plötzlich los ist.

Dann musste alles schnell gehen. Die gekühlten Gläser aus dem Kühlschrank, Eiswürfel hinein, guten Rum dazu und mit Punch-Saft auffüllen – Hagen trägt die Gläser, ich den Obstkorb und los gehts um zu schauen, welchen Liegeplatz die Orbit im Hafen bekommen hat. Wir haben sie schnell gefunden und es war ein großes HALLO. Die Rum-Punches waren sehr köstlich und die Atlantiküberquerer hatten dank Hagens gutem Rum-Maß und nach dreiwöchiger Enthaltsamkeit schnell einen kleinen auf dem Auge.

Wir haben noch rasch Bertholds Reisetasche an Bord der Sempre due gebracht und dann im Marina-Restaurant noch ein bißchen weiter gefeiert.

Den 24.12. haben wir dann noch zum Ausruhen und Einkaufen in der Marina verbracht. Für abends hatten wir uns einen Tisch im Restaurant gebucht und waren ganz glücklich, dass die Familie zusammen Weihnachten feiern konnte.

Seit dem 25.12. liegen wir an einer Boje in der Grand Mal Bay, direkt neben dem Skuplturenpark und kurz vor der Dragon Bay. Eigentlich wollten wir in die Dragon Bay, jedoch ist zur Zeit das Meer zu unruhig in dieser Bucht. Schade, denn dort hat es uns im Sommer so gut gefallen. Aber auch hier ist es sehr schön. Leider ist das Wetter nicht so optimal. Um genau zu sein, seit Hagen und ich hier sind. Es regnet sehr häufig, was auch die Sicht auf die Skulpturen erschwert, die Hagen und ich schon schnorchelnder Weise gesucht haben.

Heute wollte ich dann die Festmacherleinen ein wenig im Meerwasser abspülen. Sie waren voller Marinaschmodder. Also habe ich sie an einer Schlaufe festgehalten und ins Wasser geworfen und rumgewirbelt. Und vor lauter Wirbelei ist mir doch glatt eine der Leinen ins Wasser gefallen. 7 Meter Tiefe sagt unsere Anzeige an Bord. Was tun? Zum Hinuntertauchen und Hochholen zu tief. Also haben wir bei einem der Tauchboote gefragt, die Taucher zum Skulpturenpark bringen, ob sie uns nicht netterweise die Leine hoch holen könnten. Und tatsächlich, ein absolut lässiger einheimischer Tauchguide mit blond gefärbten Haaren, erklärte sich bereit. Er bekam 20 USD und die Anerkennung seiner Tauchschüler und wir alle waren glücklich und zufrieden.

Den komplett verregneten Nachmittag haben Hagen und ich dann genutzt um die letzten beiden Folgen der ersten Staffel Sopranos zu schauen und Berthold hat noch ein ausgiebiges Nachmittagsschlummerchen gemacht.

Danach gab es ein hervorragendes Schwertfisch-Gericht. Vom – ACHTUNG – auf der Überfahrt selbst geangelten Schwertfisch. Es war ein 1,60 m Brocken!!! Bild folgt.
Und eine Runde „Schlag den Raab“ als Gesellschaftsspiel beendete den Tag gestern und heute.

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Wer kommt wie nach Grenada?

Heute ist Berthold gestartet. Mit 35 kg Gepäck zum Flughafen – Ziel: Lanzarote. Dort warten die Orbit (Lipari 41) und an Bord Skipper Berthold (tatsächlich heißt der Skipper der Orbit auch Berthold) und dessen Frau Julia.

Mit Berthold und Julia wird Berthold noch einmal über den Atlantik segeln. Dieses Mal als Crew-Mitglied und selbst organisiert, also ohne ARC.

Start: Lanzarote – Ziel: Grenada

Auf Grenada werden dann Hagen und ich die Orbit empfangen. Wir werden gut vorbereitet sein und mit Cocktail zur Begrüßung bereit stehen um die Leinen anzunehmen. Wir wissen noch wie groß die Freude ist, wenn man nach fast drei Wochen auf See angekommen ist.

Bis zur Abreise werde ich noch ein wenig die Vorweihnachtszeit in Deutschland genießen und Hagen wird bis dahin weiter studieren.

Mast- und Schonbruch – alles Gute ihr Atlantik-Überquerer – eine gute Reise, besten Wind, große leckere Mahi-Mahi, und VIEL Spaß!!!!

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Bald geht es wieder los

Die KaribikDie Planungen für den nächsten Teil der Reise laufen auf Hochtouren. Von Dezember 2015 bis Mitte 2016 wollen wir von Grenada startend von Insel zu Insel nach Norden segeln, bis zu den BVIs (British Virgin Islands), dann nach Westen über Puerto Rico, Kuba und dann wieder südlich bis zu den St. Blas-Inseln und das Endziel für dieses Jahr ist Panama.

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Marina Port Louis, 29.05.2015

Seit ein paar Tagen sind wir nun in der Marina Port Louis/Grenada. Mittlerweile ist die meiste Wäsche gewaschen, die Außenpolster und das Schiff vom Salz befreit und geschrubbt und der Stainless Steel poliert.

Man spürt, dass die Regensaison hier bald startet, die Regenschauer werden häufiger. Es sind nicht mehr so viele Schiffe unterwegs. Bei allen Seglern spürt man die Aufbruchstimmung und sieht die Vorbereitungen für das Saison-Ende. In die Marina kommt ein Charterschiff nach dem anderen, sie haben hier ihre Hurricane-Storage. Auch die Chartersaison ist so gut wie zu Ende.

Ich habe heute einen Koffer mit allen unseren warmen Segelsachen gepackt und Berthold hat ihn dann zu Fed Ex gebracht, um ihn nach Hause zu schicken (danke Michaela, dass du ihn für uns entgegennimmst). Es ist jetzt eine Menge mehr Platz und Luft in den Schränken. Und die Gefahr, dass die  Kleidung in den Schränken bei der hohen Luftfeuchtigkeit in der Regenzeit hier evtl. stockig werden, ist verringert. Wir werden unseren Lufttrockner einschalten und hoffen doch sehr, dass das alles gut geht.

Man braucht wirklich keine warme Segelsachen. FlipFlops und T-Shirt und kurze Hose sind das wärmste das man tragen möchte. Am liebsten befindet man sich in einer Bucht, in der es immer ein bisschen windig ist und trägt Bikini oder Badehose. Und bei unseren derzeitigen weiteren Segelplänen werden wir auch keine warmen Segeljacken brauchen.

 

Schon vermisse ich die schönen Buchten. Keine Stechmücken und etwas Wind. Das könnte mir jetzt auch gut gefallen. Durch die höhere Luftfeuchtigkeit sind, so glaube ich, alle Stechmücken erwacht und sehr hungrig.

Heute waren wir zusammen mit Mike und Leanne in der Spice Island Marina. Dort wird unser Schiff am 03.06. um 13 Uhr aus dem Wasser gekrant und an Land gestellt und feste verzurrt, so dass, falls ein Hurricane kommt (hoffentlich) nichts passiert. Wir waren erstaunt, wie viele Schiffe dort bereits aus dem Wasser gekrant sind. Die Tanoa ist auch dort. Wir wollten uns schon einmal anschauen, wie das dort alles so vonstatten geht und uns im Büro über alles Wichtige informieren. Wer schaut nach unserem Schiff, während wir zu Hause sind, wer öffnet immer mal die Fenster zum Lüften und schließt sich schnell falls ein Regenschauer kommt und leert unseren Luftentfeuchter. Wohin kommt unser Dinghy in dieser Zeit. Und: Wer schaut sich unsere Segel an ob alles o.k. ist. Wird das Unterwasserschiff gründlich gereinigt (es schaut aus als hätte unser Schiff mittlerweile ringsherum grüne Haare), wir brauchen ganz dringend einen neuen Unterwasseranstrich im Dezember bevor das Schiff wieder ins Wasser kommt.

Alles in der Spice Island Marina machte einen guten professionellen Eindruck. Unser Termin war tatsächlich notiert, Sue konnte sich an unsere Emails und Vereinbarungen erinnern. Perfekt. Der Segelmacher war gut organisiert und wir haben schon einen Termin, sobald die Sempre due an Land steht.

Aber die Wahrheit zeigt sich, wenn wir im Dezember wieder kommen. Es wird interessant, denn die OOROO wird in der Grenada Marina, die direkt neben Spice Island liegt, aus dem Wasser geholt und an Land gestellt. So haben wir einen guten Vergleich. Ich werde im Dezember darüber berichten.

In den nächsten Tagen bis zum 02.06. werden wir wohl noch hier in der Port Louis Marina bleiben. Oder, falls wir alles an Bord erledigt haben und es nicht mehr so viel regnet, doch schon die 1 1/2 Stunden nach Spice Island fahren, um in der Bucht vor der Marina zu ankern. Noch einmal ins Meer springen und vor allem KEINE Moskitos an Bord. Mal sehen.

 

 

 

Veröffentlicht unter 07/2014 bis 05/2015 | 1 Kommentar

Dragon Bay, Grenada – 24.05.2015

Das hätte ich nicht erwartet. Ich bin ja eigentlich vorsichtig mit Worten wie schönste oder beste, ABER – diese Bucht ist die schönste Bucht, die ich in der Karibik bisher gesehen habe. Die Dragon Bay ist nicht sehr groß, es gibt hier nur drei weiße Bojen an denen Yachten festmachen können. Ankern sollte man hier nicht, ich glaube fast es ist verboten. Es ist relativ flach um die Bojen herum, so dass wohl eher Katamarane hier festmachen, wegen des geringen Tiefgangs. Die roten Bojen scheinen zur Tauchbasis aus der Nachbarbucht zu gehören (wer wird denn da hellhörig :-)) Es kommen immer wieder Tauchboote an die Taucher ins Wasser entlassen.

Die Dragon Bay ist eine kleine Bucht, mit einem schönen Sandstrand, ein paar Palmen und einer sehr schönen Bar. Diese wird  von Casper dem Barmann und Eigentümer der Bar betrieben, der einen grandiosen Rumpunsch zaubert, der es in sich hat, wie ich gestern Abend feststellen konnte. Essen kann man hier nur Kleinigkeiten wie fritierte Hähnchenteile und Pommes, oder Salat. Da sowohl wir als auch die OOROOs kaum etwas zum Mittagessen hatten, weil wir direkt morgens nach dem Frühstück in Carriacou gestartet sind und auch schon ein Bierchen gezischt hatten, war es dringend notwendig ein paar Hähnchenteile und Pommes zu essen. Sonst hätte es uns wohl alle vom Barhocker gehauen. Aber so konnten wir die Drinks genießen und uns auf dem großen Flatscreen die Musik aussuchen, die wir wollten. Vielleicht zum Teil eine Zumutung für einheimische Gäste (Johnny Cash, Abba, Bee Gees, um nur einen kleinen Einblick zu gewähren) … aber es hat sich keiner beschwert.

Das wirklich grandiose an dieser Bucht ist jedoch, dass man nur gerade die Badeleiter vom Schiff ins Wasser klettern muss, oder einen Sprung ins Wasser macht und schon ist man mitten drin in einem großen Korallengarten voller Fische. VOLLER Fische. Bunt. Groß und klein. Dick und dünn. Tintenfische. Alles was das Schnorchlerherz begehrt. Fächerkorallen schaukeln winkend von rechts nach links. Man mag gar nicht mehr aus dem Wasser heraus, so schön ist das. Fische, die sich unter großen Steinen verstecken, aber dann doch neugierig werden und wieder hervor kommen, wenn man nur einen Moment wartet. Schwärme gelb-schwarz-weiß gestreifter Fischchen die einem hinterher schwimmen.

Heute sind Berthold und ich zusammen mit Leanne und Mike um das Riff herum in die Nachbarbucht geschwommen. Unser Dinghi hatten wir an der OOROO festgemacht und John (Barty) fuhr dann später mit dem Dinghy in die Nachbarbucht, um uns evtl. einzusammeln, falls die Strömung auf dem Rückweg zu stark sein sollte.

Die Nachbarbucht (Moliniere Point) ist ein Skulpturenpark. Die Skulpturen auf dem Meeresgrund kann man schnorchelnd oder tauchend bewundern. Der Künstler ist Jason Decaires Taylor, falls jemand im Internet nachsehen möchte. So stehen dort Menschen aus Beton in Lebensgröße im Kreis herum, sich an den Händen haltend. An einer anderen Stelle findet man einem Schreibtisch mit Schreibmaschine und einer Person die daran arbeitet, oder einen Tisch mit Krug und Glas, eine kniende und betende Person, Tafeln mit Masken, eine große Fläche mit liegenden Menschen (ich gehe mal davon aus, dass sie schlafen, um mir die Stimmung nicht zu vermasseln) usw. Es gibt vieles zu entdenken. Man schwimmt umringt von vielen Fischen und Fischschwärmen über diese Skulpturn hinweg. Im ersten Moment sind diese Menschen auf dem Meeresgrund ziemlich irritierend.

Witzig war, dass bei einer Person, die da auf dem Meeresgrund saß ein Seeigel direkt auf deren Ohr saß. Wie ein Ohrwärmer sah das aus. Oder Kopfhörer. Sehr lustig.

Da die Strömung gar nicht so schlimm war und es so viel Spaß machte mit den Fischen zu schwimmen, sind wir dann doch zurück in unsere Bucht geschwommen und John ist mit dem Dinghy zurück gefahren.

Da Berthold und ich erst zum 26.05. in der Marina Port Louis angemeldet sind, bleiben wir noch einen weiteren Tag hier. Ich freue mich schon auf den nächsten Schnorchelausflug. Die OOROOs fahren morgen weiter. Da werden wir heute Abend bestimmt noch einmal nach Casper und seiner Bar schauen.

Dieses Mal werde ich mich essenstechnisch etwas besser vorbereiten.

Gerade ist Berthold mit den OOROOs zurück gekommen. Sie waren ungefähr eine halbe/dreiviertel Stunde mit dem Schiff unterwegs um das Parasail zu segeln. Ich bin an Bord der Sempre due geblieben und habe ein paar schöne Fotos vom Parasegel aus der Ferne gemacht. Ich hoffe, es hat auf unserem Schiff nicht allzusehr gewackelt.

 

 

Veröffentlicht unter 07/2014 bis 05/2015 | 3 Kommentare

Tobago Cays am 20.05.2015

Für dieses Jahr war heute der letzte Tag in den Tobago Cays. Morgen früh geht es weiter.

Im Januar, wenn Maria und Pascal zu uns in die Karibik kommen, werden wir wieder hierher fahren. Es ist ein so wunderbarer Platz. Man kann am Riff herrlich schnorcheln.

Heute sind Berthold und ich ein ganzes Stück mit einem großen Schwarm dunkelgrauer Fische mit leuchtendblauem Rand durchs Riff geschwommen. Da sich auch noch andere Fische angeschlossen hatten, kamen wir uns vor wie ein Teil des Schwarmes. Sie taten auch alle so als würde ihnen nichts auffallen.

Naja, das entschlossene Abbiegen und elegante Durchschwimmen von Korallen haben wir nicht ganz so drauf. Wir haben uns dann auf der anderen Seite wieder in den Schwarm reingeschmuggelt.

Außerdem waren wir heute seit Tagen zum ersten Mal wieder an Land. Wir sind mit dem Dinghy rüber gefahren, denn auf der kleinen Insel schräg gegenüber gibt es Leguane. Die wollte ich sehen. Leider haben wir nur zwei entdeckt. Aber das ist ja schonmal besser als nichts.

Liebe Cornelia, wenn du jetzt auch noch Leguane am Bodensee entdeckst, brauche ich nicht mehr in die Karibik. Denn segeln kann man dort ja auch.

Morgen früh fahren wir weiter. Zuerst nach Union Island zum Ausklarieren. Bis dorthin ist es von hier nur eine Stunde Fahrt. Außerdem schauen wir mal, ob wir etwas frisches Obst und Gemüse finden. Bis auf ein paar Tomaten sind alle Vorräte an Obst und Gemüse aufgegessen.

Danach fahren wir direkt weiter in die Tyrrel Bay auf Carriacou. Bleiben einen Tag zum Einklarieren und danach wollen wir sofort weiter nach Grenada. Dort in die Dragon Bay. Die sehr schön und auch ein sehr guter Schnorchelspot sein soll. Zwei Tage könnten wir dort dann noch bleiben, bevor wir in die Marina fahren um klar Schiff zu machen.

Veröffentlicht unter 07/2014 bis 05/2015 | 2 Kommentare

Tobago Cays – 19.05.2015

10.40 Uhr – 32,2 Grad – 63 Luftfeuchtigkeit – leicht bewölkt

12’37.917“ N – 61’21.400“ W

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Veröffentlicht unter 07/2014 bis 05/2015 | 1 Kommentar

Tobago Cays – 19.05.2015

Seit zwei Tagen sind wir in den Tobago Cays. Diese gehören nicht zu Tobago, wie der Name vermuten läßt, sondern zu St. Vincent und den Grenadinen.

Die Tobago Cays sind ein Naturschutzgebiet, das aus mehreren kleinen unbewohnten Inseln besteht, die von einem flachen Riff zum Atlantik hin geschützt sind. Die Insel Mayreau gehört auch zu den Tobago Cays. Diese Insel ist bewohnt. Hier in den Cays gibt es viele Schildkröten und etliche große Rochen und das Riff eignet sich hervorragend zum Schnorcheln. Glasklares Wasser und viele bunte Fische.

Wir liegen auf türkisfarbenem Wasser an einer Boje. Ein Stückchen von uns entfernt liegt die OOROO, die schon einen Tag früher als wir hierher gefahren sind. Leider ist es in der Nacht immer ziemlich viel Schwell, so dass man durch das Wasserklatschen und Geschaukel etwas unruhig schläft. Aber tagsüber ist es besser und wenn man in der Zeit von halb zwölf bis halb zwei, während der niedrigsten Tide, schnorchelt, ist auch relativ wenig Strömung am Riff, so dass man in aller Ruhe die Fische beobachten kann.

Vorgestern haben wir hier noch ein Pärchen getroffen, das Berthold schon in Dominica kennengelernt hat. Michael ist Australier und seine Frau Isabell kommt aus Equador. Wir alle waren auf der OOROO zum Sundowner eingeladen. Das war sehr lustig.

Wir haben ein neues australiesches Lied kennengelernt: „Home among the Gum trees“ (Jeff Debham) 🙂  Zu diesem Lied macht man mit Händen und Armen Gesten. Das sieht sehr lustig aus. Berthold und ich werden das einüben und unsere OOROOS im Dezember damit überraschen. Wobei Barty schon sagte, wenn wir das drauf hätten, könnten wir so in Australien einreisen, ohne Papiere. 🙂

Das weiß ich jetzt nicht, ob wir das wirklich ausprobieren sollten.

Gestern haben wir von einem Boatman ein Stück Mahi-Mahi gekauft, Leanne und Mike hatten das andere Stück davon gekauft und abends haben wir dann Bier und unseren Fisch in die Kühltasche gepackt, sind mit dem Dinghy nach „nebenan“ gefahren und hatten ein schönes gemeinsames Abendessen. (Harald – es gab Fisch mit Nudelsalat, Kichererbsen-Salat und Rote Beete)

Es war wieder ein intessanter, lustiger Abend. Ich denke wir werden uns heute mit einem Sundowner revanchieren.

 

 

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Canouan – 14.05.2015

Endlich hat der starke Wind etwas nachgelassen. Und da wir ja wußten, dass die OOROOs vor Canouan sind und das ja auch unser nächstes Ziel war, sind wir heute Morgen losgesegelt, nachdem wir noch kurz in Port Elisabeth waren um unsere Vorräte an frischem Obst und Gemüse aufzufüllen.

Es war wieder eine schöne Zeit in der malerischen Admiralty Bay. Hier werden wir bestimmt im nächsten Jahr, wenn wir weiter in Richtung Norden segeln wollen, einen Stopp einlegen.

In Canouan angekommen liegen wir jetzt direkt neben der OOROO und wir haben uns wirklich sehr gefreut uns wieder zu sehen. Mike und Leanne haben gerade ein befreundetes Ehepaar mit an Bord und die vier waren vorhin für ein zwei Stündchen bei uns auf der Sempre due.

Danach waren die Herren gemeinsam „Müll wegbringen“. Und weil diese Arbeit wohl so anstrengend war, haben sie sich dann noch mit einem Rumpunsch unterwegs gestärkt. Sie kamen sehr fröhlich zu dritt mit dem Dinghy zurück, lieferten Berthold hier ab um dann zur OOROO zurück zu fahren. Ich denke aus den Abendessenplänen an Land wird es dort auch nichts mehr. 🙂

Für Karibiksegler: In der Grand Bay vor Canouan kann man ankern, oder vor dem Tamarind-Hotel an Bojen festmachen. Wir liegen ca. 50 Meter vor dem Sandstrand des Hotels. Es ist ein wirklich schöner Platz und das Erstaunliche ist, dass es hier fast windstill ist bei NO-Winden von um die 20 bis 25 Knoten draußen vor der Bucht. Kein Knarren und Knarzen der Festmacherleinen in der Nacht. Sehr gut.

In dem Tamarind-Hotel kann man sehr gut essen, oder bis 18 Uhr an der Strandbar einen Cocktail genießen. Das werden wir vielleicht morgen ausprobieren. Weiterhin gibt es hier laut Reiseführer das italienische Delikatessengeschäft von Angelo. Das werden wir uns natürlich nicht entgehen lassen und uns morgen hoffentlich mit italienischen Spezialitäten eindecken können.

Veröffentlicht unter 07/2014 bis 05/2015 | Hinterlasse einen Kommentar

Wandern mit Bushman auf Bequia

Um 9 Uhr morgens ging es los. Wir haben „Bushman“ wie vereinbart vor dem Café Maria getroffen. Er ist weiß, hat lange blonde Haare und sieht ein bißchen vom Leben mitgenommen aus. Er auf Bequia geboren, stammt also von den schottischen Einwanderern Bequias ab. Und er liebt den Bush. Wie er uns erzählte hat er schon als junger Mann oft für mehrere Tage im Bush gewohnt. Er ist dann einfach mit Schlafsack und Hängematte und genügend Wasser losgezogen um dort zu übernachten. Bequia hat keinen Regenwald, sondern Bush. Haben wir gelernt.

Bushman kennt sich wirklich sehr gut aus. Auf der Insel, welche Tiere dort leben, welche Pflanzen es gibt. Er zeigte uns verschiedene Heilpflanzen, aber auch einige giftige Pflanzen und erklärte sie uns. Und er führte uns an wirklich unglaublisch schöne Plätze mit gigantischer Aussicht.

Es ist erstaunlich welche noch so kleinen Tiere er im Vorbeigehen entdeckt. Es gibt Krebse, die in einem Schneckenhaus wohnen. Diese werden von den Einheimischen gesammelt und als Köder zum Angeln verwendet. Wir haben viele Eidechsen gesehen, aber leider wieder keine Leguane. Obwohl Bushman uns extra an eine Stelle geführt hat, an der sich üblicherweise viele Leguane aufhalten. Aber ich fürchte, dass wir keine gesehen haben liegt daran, dass die Leguane auf Bequia gejagt und gegessen werden. Bushman sagte uns, es gäbe eigentlich nur eine 3-monatige Jagdzeit auf Bequia. Aber es würde sich niemand daran halten. Ein besonderer Eintopf wäre Leguan-Opossum-Huhn und Gemüse. (Das war kein Scherz, wie ich zuerst gehofft hatte)

Über das Thema Walfang konnten wir uns nicht so richtig unterhalten. Denn es ist offenbar wirklich so wie es auch schon in unserem Reiseführer steht, dass die Einwohner von Bequia sehr stolz auf ihre Walfang-Tradition sind. Die Wale werden hier noch immer wie früher mit kleinen Booten und mit Harpunen gejagt, nicht mit irgendwelchen Maschinen oder Gewehren. Bushman fand es auch unmöglich, dass Greenpeace in diesem Jahr während der Walfangsaison vor der Küste auf- und abfuhr. Ich freue mich, denn sie haben wohl dieses Jahr wirklich keinen Wal getötet. Das Walfleisch wird doch wirklich nicht mehr benötigt, um die Bevölkerung zu ernähren.

Aber um zu unserer Wanderung zurück zu kommen. Wir haben wirklich schöne Wege kennengelernt und viel gesehen. Unsere Wanderung dauerte gut drei einhalb Stunden. Bushman wanderte zielstrebig vor uns her und unterhielt uns mit allerlei Geschichten und dazwischen rauchte er den einen und anderen Joint. 🙂

Mich hätte das ja völlig umgehauen, aber er marschierte eifrig drauf los. So dass Berthold und ich uns manchmal bemühen mußten hinterher zu kommen.

Am Ende der Wanderung haben wir uns noch eine Turtle-Farm angeschaut. Ein jetzt ca. 75 jähriger Mann leitet diese Turtle-Farm. Sammelt die Tiere ein, päppelt sie auf oder zieht die Gelege groß, bis sie bessere Überlebenschancen haben und läßt die Tiere dann wieder frei.

Zu diesem Mann hat Bushman uns eine abenteuerliche Geschichte erzählt: Der Mann war mit seinen Eltern und seiner Schwester mit einem Schiff unterwegs, das in Seenot geriet. Das Schiff ging unter und mit ihm die ganze Familie, außer ihm, der sich an einer Planke 20 Tage festgehalten und überlebt hat. Fischer wurden auf ihn aufmerksam, weil sie Delfine beobachteten, die sich komisch verhielten und diese Planke wohl schubsten. So wurde er vor Bequia gerettet und möchte seit her, dem Meer etwas zurück geben und macht dies mit seiner Turtle-Farm.

Na ihr seht, es war eine recht aufregende Wanderung. Mit vielen Geschichten, 4 Joints für Bushman und einer Menge Eindrücke. Nach den dreieinhalb Stunden über Stock und Stein, bergauf, bergab waren Berthold und ich total erledigt. Zurück im Cafe Maria haben wir jeder ein Creolisches Chickencurry gegessen, Cola getrunken und uns auf unser Schiff gefreut, wo wir dann erst einmal ins kühle Meer gesprungen sind, um danach nichts mehr zu tun.

 

 

Veröffentlicht unter 07/2014 bis 05/2015 | Hinterlasse einen Kommentar

Bequia – 12.05.2015

In der Bucht zwischen den Pitons in Saint Lucia lagen wir wieder an der gleichen Boje, wie im Dezember letzten Jahre. Witzig. Von dort aus sind wir dann am nächsten Tag weiter gesegelt nach Saint Vincent. In Saint Vincent hatten wir uns eigentlich eine Ankerbucht ausgesucht.

Zwischen Saint Lucia und Saint Vincent hatten wir ziemlich raue See von schräge vorne und sehr viel Wind (bis zu 35 Knoten in der Spitze). Wir waren sehr schnell, aber das war ziemlich ungemütlich. Wir hatten das Großsegel mit einem Reff oben und sind teilweise nur mit dem Großsegel gefahren.  Als wir dann in die Landabdeckung von Saint Vincent kamen die Wellen dann eher von schräg hinten, und wir machten richtig gut Fahrt. Ein Stück der Strecke hat uns eine Delfinschule begleitet. Sie sind vor den Kufen her und hin geschwommen. Manchmal sah es aus,  als würden wir sie fast überfahren. Aber die Delfine sind ja viel schneller als unser Schiff. Und unglaublich wendig. Sie schwimmen mal zur Seite um zu gucken ob man auch alle ihre Kunststücke gebührend bewundert. Ach das ist immer ein wunderschönes Erlebnis.

Und weil es ein so schnelles Segeln (teilweise 10 Knoten) war, sind wir noch ein einhalb Stunden weiter gesegelt zur Blue Lagoon. Die Blue Lagoon befindet sich im Süden von Saint Vincent und war im Doyle Segelführer ganz nett beschrieben. Blöd war, dass wir um dahin zu kommen noch einmal ca. eine dreiviertel Stunde gegenan mußten.

Die Einfahrt in die Blue Lagoon Bay ist ein bißchen tricky, weil eng, sehr windig und da man um eine kleine Insel und an einem vorgelagerten Felsen vorbei muss und es rechts und links ziemlich flach ist, mußte Berthold sein ganzes Können zeigen. Dann ging es noch durch die enge Einfahrt in die Lagune, die durch eine rote und eine grüne Tonne gekennzeichnet ist. Die Einfahrt ist so flach, dass unser Flachwasseralarm losging. Wir hatten den Moment der tiefsten Tiede erwischt. Aber es hat gereicht und dann waren wir da. Ein mulmiges Gefühl war es schon. Da wir wegen des Windes auch ein bißchen Gas geben mußten.

Ein sehr netter Boatman hat uns beim Festmachen geholfen und es hat trotz viel Wind sehr gut geklappt. Wir glauben wir haben irgendwie das Glück, dass immer dann wenn wir in eine Bucht zum Ankern oder Festmachen fahren eine ordentliche Böe durch die Bucht weht. Denn wenn wir dann erst einmal fest sind, ist auch wieder Ruhe. Na prima.

Die Blue Lagoon ist eigentlich landschaftlich sehr schön. ABER – nicht wohlfühlig. Es liegen unglaublich viele Schiffe in der Lagune an ebenfalls unglaublich vielen Bojen. Alle Schiffe sind LEER. Keiner da. Am Strand ein schönes Hotel – aber – LEER. Nix. Keiner da. Jedoch gibt es ein Customs and Immigration -Büro. In der kleinen Minimarina liegen ein paar Boote an denen gearbeitet wird. Die Marina sieht wirklich nett aus. Es ist komisch, dass es dennoch alles irgendwie ausgestorben wirkt.

Am Abend waren wir dann im Restaurant in der Marina „Calm Winds“ zu Abend essen. Das war ganz gut. Aber wir wollten auf keinen Fall länger in der Blue Lagoon bleiben und sind dann heute Morgen nach dem Frühstück losgefahren in Richtung Bequia.

Ein sehr kurzer Schlag. 2 Stunden. Wieder mit ordentlich Wind, aber Wellen von schräg hinten. Das kann man sich gefallen lassen. Wir kamen wieder mit einer Böe in die Bucht. Dennis half uns beim Festmachen an der Boje und so liegen wir nun vor Bequia auf türkisgrünem Wasser. Man sieht die großen Seesterne vom Schiff aus auf dem Grund liegen. Und beim Schnorcheln haben wir auch einen kleinen Kugelfisch entdeckt.

Hier bleiben wir jetzt für zwei Nächte. Es ist wirklich wunderschön hier. Für Morgen früh um 9 Uhr haben wir uns einen Guide gebucht für eine Tour über die Insel. Sein Name ist „Bushman“ er wird vom Doyle Reiseführer empfohlen und daher habe ich ihn angerufen. Wir werden eine Wanderung unternehmen und er wird und die schönsten Flecken der Insel zeigen. Wir sind gespannt.

 

 

 

 

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Meine Geburtstagsausicht

  

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Richtung Süden – erster Stopp: Marigot Bay, Saint Lucia

09.05.2015 – Drei von vier Solarpanels waren defekt. Und zwar beim Einbau angebohrt. Kein Wunder, dass wir immer wieder den Motor laufen lassen mußten um Strom zu erzeugen. Wir hatten ja die Batterien im Verdacht. Nichts degleichen. Die Panels konnten gar nicht funktionieren.

Da wir Sie jetzt schon austauschen mußten haben wir uns für stärkere Panels entschieden und noch einen speziellen Regler/Controller dazu einbauen lassen, der die 24 Volt Solarpanels auf 12 Volt herunterregelt und dadurch doppelt so viele Ampere liefert und Bewölkungen ausgleicht. Zur Zeit liegen wir an einer Boje und unsere Solarpanels liefern uns so viel Strom, dass unsere Batterien gegen Mittag zu 100 % voll sind. Und das obwohl wir jetzt endlich auch guten Gewissens den Gefrierschrank einschalten können = Es läuft unser normaler Kühlschrank, der Außenkühlschrank (boys friend, wie Berthold ihn nennt) UND der Gefrierschrank. Wow. Das hätte eine Menge Diesel auf der Überfahrt gespart. Jetzt sind wir noch sehr gespannt, was Fountaine Pajot zu den angebohrten Panels sagt. Wir hoffen ja wirklich stark, dass Sie ihre Garantie übernehmen.

Also – nach ein paar Tagen in Le Marin sind wir nun auf dem Weg in den Süden. Unser Ziel ist ja Grenada, wo das Schiff dann während der Hurricanezeit ins Trockendock kommt.

Erste Station nach ca. 33 sm ist die wunderschöne Marigot Bay auf Saint Lucia. Wir waren so gegen 16 Uhr an einer Boje. Danach ging die übliche Einklariererei los. WAHNSINN. Das dauerte tatsächlich fast eine dreiviertel Stunde. Es waren einige vor mir dran, die aus irgendwelchen Gründen glaubten, sie müssten die Formulare nur halb ausfüllen. Da es kurz vor Feierabend war, waren die Herren Customs and Immigration auch nicht mehr allerbester Stimmung. Und als sich dann herausstellte, dass ein Herr sein Schiff mit 6 Personen an Bord einklarierte, das schon morgens um 10 Uhr angekommen war. Ohweh, da wurde der Herr Customs aber sauer und hat ihn erst einmal zurechtgestutzt. Na prima, ich hoffte inständig, dass er mit meinem Formular zufrieden sein würde – war ich ja schließlich die letzte Kundin an diesem Tag. Aber – alles bene. Eine dreiviertel Stunde, zwei Stempel mehr im Reisepass und 40 EC-Dollar weniger in der Tasche, waren die Formalitäten erledigt und ich ging zurück zum Dinghy in dem Berthold auf mich warten wollte. Er stand am Steg und hat mittlerweile einige neue Bekanntschaften gemacht: ein Schweizer der seit 6 Monaten für die Marina arbeitet und ein anderer Marinamitarbeiter unterhielten Berthold und verkürzten ihm die Wartezeit.

Abends gab es dann einen Salat mit gebratenen Garnelen (aus unserem Gefrierschrank) und einen Sundowner an Bord. Heute genießen wir die Marigot Bay. Eigentlich wollten wir hier bis zum 11. Mai bleiben, um an Bertholds Geburtstag am Sonntag im Rainforest Hideaway zu feiern. Aber jetzt überlegen wir schon, ob wir  versuchen, den Tisch auf heute Abend umzubuchen und dann doch schon am Sonntag weiter zu fahren zu den Pitons.

Dort zwischen den beiden Pitons haben wir schon einmal im Januar geankert. Es ist sehr schön dort und man kann schwimmen und schnorcheln. Das würde uns doch nach den Tagen in Le Marin und jetzt der Marigot Bay, in der man auch nicht so gut baden kann gefallen. Und es ist eine gute Segelstrecke (ca. 10 sm), bevor wir dann nach Saint Vincent weiterfahren.

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Saint Pierre, Martinique

Von den Iles des Saintes zurück nach Le Marin auf Martinique haben wir zwei Zwischenstopps eingelegt. Den ersten nach 36 sm (ca. 6 Stunden) gingen wir noch einmal vor Roseau auf Dominica vor Anker. Diesmal waren im Restaurant Dive Dominica essen. Es ist ein einfaches Taucher-Hotel mit einem Restaurant direkt am Wasser, das von einer einheimischen Familie betrieben wird. Wir waren mit unserem Essen und dem wirklich sehr freundlichen Service sehr zufrieden. Am Nachbartisch saßen 14 Amerikaner als Piraten verkleidet, die dort Tauch-Urlaub gebucht hatten, und die eine wirklich fröhliche Runde waren.

Am nächsten Morgen, sind wir um sieben Uhr in Richtung Martinique gestartet. Es lang wieder ein längerer Schlag von wieder ca. 36 sm vor uns. Unser Ziel war Saint Pierre. Dieses Mal hatten wir einen wirklich schönen Ankerplatz direkt vor dem Städtchen, das zu früheren Zeiten die Hauptstadt von Martinique war, bis es von einem Vulkanausbruch des Mount Pelee im Jahr 1902 komplett zerstört wurde. Es gab nur zwei Überlebende des Vulkanausbruches. Einer davon war ein inhaftierter Mörder, der in einer Festung in einer Zelle ohne Fenster eingesperrt war und drei Tage nach dem Unglück dort unversehrt gefunden wurde. Im Ort gibt es noch Reste der Festung und eines Theaters zu besichtigen.

Abends waren wir dann im Restaurant Le Tamaya essen. Es ist ein kleines Restaurant direkt an der Hauptstraße, das von einem französichen Ehepaar geführt wird, das auf seiner Segelreise hier hängengeblieben ist. Die Hausherrin spricht sowohl englisch als auch deutsch. Sie erzählte uns, dass ihre Tante in Neuss wohnt und sie diese als Kind öfter besucht hat. Die Küche ist wirklich weiter zu empfehlen.

Ich hatte Mahi-Mahi in Vanillesoße. Hört sich komisch an, deshalb habe ich es ausprobiert – und ich war begeistert. Die Herren hatten Fleisch und Stefanie ein anderes Fischgericht und wir waren alle mehr als zufrieden.

Wir machten uns am nächsten Tag zu Fuß auf den Weg zur Rumdistillerie Depaz. Der Weg führt an der Hauptstraße entlangt und danach steigt der Weg ziemlich an, was bei der Hitze sehr anstrengend ist. Und die in unserem „Chris Doyle nautischen Reiseführer“ beschriebene halbe Stunde Weg können wir nicht nachvollziehen. Wir brauchten auf jeden Fall länger. Die Distillerie war aber sehr schön und obwohl es ein Samstag war, wurde dort gearbeitet und wir konnten uns einen Eindruck von dem Alltag dort machen.

Und weil es so wunderschön dort vor Saint Pierre war, sind wir noch einen weiteren Tag geblieben. Beim Schnorcheln sah man unglaublich viele Seesterne und große dicke Seegurken auf dem Meeresgrund. Und wir haben zwei oder drei Seeschlangen am Grund gesehen.

Nach den schönen Tagen vor Saint Pierre sind wir dann am Sonntag zurück in die Marina Le Marin gesegelt. Für Montag waren ja die Arbeiten an unseren Solarpanels geplant und Stefanie und Mirco sind am Montagabend wieder zurück nach Düsseldorf geflogen.

 

 

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Iles des Saintes – 27. bis 30.04.2015

Von Dominica aus sind wir, da der Wind günstig stand, dann doch noch ein Stück weiter nach Norden gesegelt. Die Inselgruppe Iles des Saintes waren unser Ziel. Berthold und ich waren vor ein paar Jahren einmal mit Hagen zusammen von Guadeloupe aus hin gesegelt. Ich konnte mich gar nicht mehr so recht daran erinnern. Damals hatten wir direkt vor der Hauptinsel Terre de Haut vor der kleinen malerischen Stadt Bourg geankert.

Dieses Mal befestigten wir vor der kleinen unbewohnten Insel Ilet a Cabrit unterhalb des verfallenen Fort Josephine unsere Sempre due an einer Boje. Ein wirklich wunderschöner Platz, der zum Schwimmen und Baden und Schnorcheln einlädt. An der Boje lagen wir trotz einiger Böen sicher und fest.

Am 28.4. haben Stefanie und ich eine kleine Wanderung hoch zum Fort Josephine unternommen. Von dort hat man eine grandiose Aussicht auf die Inselgruppe. Später sind Berthold und Mirco mit dem Dinghy nach Bourg gefahren und weil es ihnen so gut gefallen hat, haben sie beschlossen, dass Stefanie und ich doch auch nachkommen sollten. Mirco holte uns mit dem Dinghy ab.

Ich hatte erst so gar keine Lust, weil ich mich auf einen gemütlichen Tag in der Bucht eingestellt hatte, aber als wir dann im Städtchen unterwegs waren, besserte sich nach einem köstlichen Mittagessen in einem karibisch-bretonischen Restaurant meine Stimmung.

Bourg ist wirklich idyllisch. Es gibt viel kleine Geschäfte und eine Eisdiele mit leckerer Eiscreme und Sorbets. In einem der Geschäfte habe ich ein schönes weißes Sommerkleid gefunden. Wir haben frisches Baguette gekauft und sind wiederzurück an Bord. Am Abend gab es dann Baguette, Wurst und Käse und Oliven.

So haben wir noch zwei schöne Tage dort verbracht. Mal sind Berthold und ich alleine nach Bourg gefahren, mal Mirco und Stefanie. Es war wirklich wunderschön dort.

Ich freue mich wirklich sehr, dass es mittlerweile so viele Bojenfelder in den schönen Buchten gibt, so dass die Anker nicht zu viel Meeresgrund zerstören.

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Dominica – 26.04.2015

Seit drei Tagen sind wir nun auf Dominica. Stefanie und Mirco sind am Montag, 20.04. gut auf Martinique angekommen. Wir hatten für den Montag noch einen Montagetermin an Bord.

Endlich haben wir eine exakte Anzeige an Bord, an der wir ablesen können wieviel Strom wir genau verbrauchen oder noch haben. Die bisherige Anzeige war sehr ungenau. Wenn wir dann am 03.05. zurück nach Martinique kommen, werden noch unsere defekten Solarzellen ausgetauscht und dann sollte die Stromversorgung wieder perfekt funktionieren. Schon witzig, dass mal eben drei von vier Solarzellen nach 1 1/2 Jahren defekt sind.

Also: Wer ein Schiff kauft, sollte eines kaufen, das mindestens zwei Jahre alt ist. Da funktioniert dann wahrscheinlich alles bestens. Unsere Ruderanlage ist ja jetzt auch stabil und wir sind mit einem viel besseren Gefühl von Martinique nach Dominica gestartet.

Die Überfahrt war schnell und hat wirklich viel Spaß gemacht. Stefanie und Mirco sind absolut seefest und hatten richtig Freude am Segeln. Sie hatten sich mit einem Buch schon sehr gut vorbereitet. Und waren jetzt neugierig auf die Praxis.

Auf Dominica angekommen haben wir zuerst vor Roseau der Hauptstadt an einer Boje festgemacht. Das war nicht ganz so einfach, weil wir ja immer noch recht viel Wind hatten. Was bei der Überfahrt toll war, machte das Festmachen dann doch etwas schwieriger. Aber irgendwann klappt es ja immer.

Nach dem Festmachen kam das übliche Einklarier-Procedere. Um zum Customs- and Immigrationoffice zu kommen mußten wir mit dem Dinghy um ein riesiges Kreuzfahrtschiff herum fahren, das am Cruisingdock-Anleger angelegt hatte. Wahnsinn wie groß diese Biester sind. Es war ein komisches Gefühl mit unserem Dinghy daran entlang zu fahren.

Das Einklarieren war problemlos und der nette Herr vom Customs schwärmte nur so von seiner Heimat und sagte uns, dass wir unbedingt Touren zu den Wasserfällen oder zu den heißen Quellen machen müssen.

Wir hatten das Glück, dass unsere Boje direkt vor dem Anleger des Hauses „Drop Anchor & Westport Tavern“ war. So haben wir uns am Abend ins Dinghy gesetzt und sind zur Westport Tavern gefahren um dort Feuerfisch zu essen. Die Westport Tavern ist dafür bekannt, dass sie den Feuerfisch als besondere Spezialität anbieten. Dieser Fisch vermehrt sich sehr stark und vertreibt mittlerweile schon viele andere Fischarten. Er ist wenn man ihn berührt giftig, jedoch das Fleisch ist genießbar und es schmeckt wirklich sehr gut. Clinton, der sehr lebhafte Inhaber des Restaurants ist stolz darauf, dass er mit dem Angeln und Angebot dieses Fisches einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leistet.

Für den nächsten Tag hatten wir über Seacat (VHF 16) einen Guide für eine Tour in den Regenwald zu den Trafalgar Falls gebucht. Um halb zehn ging es los. Gordon unser Guide fuhr uns und erklärte uns sehr viel zu Pflanzen, Geschichte, Land und Leute.

Unser erster längerer Stopp war an einem Canyon (Titou Gorge) der auch in einem der Fluch der Karibik Teile als Kulisse diente. Einige Szenen wurden hier auf Dominica gedreht. Was wir gut verstehen können, denn die Insel ist wirklich wunderschön. Wir konnten in die schmale Schlucht hinein schwimmen bis zu einem Wasserfall, der ca. 1 1/2 Meter hoch war. Stefanie und Mirco sind noch hoch auf den Wasserfall geklettert was bei der Strömung gar nicht so einfach war, um dann von oben ins kühle Nass zu springen. Berthold war bei diesem Schwimmausflug in den Canyon leider nicht dabei, er bewachte unsere Kleidung am Eingang der Schlucht.

Danach ging es weiter zu den Trafalgar Falls. Das sind zwei Wasserfälle die hoch vom Berg herabstürzen und nahe nebeneinander liegen. Der etwas breitere Wasserfall heißt „Mother“ und hat kaltes Wasser, während der etwas schmalere Wasserfall „Father“ heißt und heißes Wasser aus dem Vulkansee ins Tal bringt.

Unterwegs hielten wir für ein Lunch an einem kleinen Restaurant mit gigantischem Blick zu einem Wasserlauf an. Danach sind wir durch den beeindruckenden Regenwald zu den Bachläufen der beiden Wasserfälle gewandert. Hier konnte man zuerst in dem schwefelhaltigen ca 32 Grad warmen Wasser baden, um sich dann im kalten Wasser wieder zu erfrischen.

Im weiteren Verlauf  fließen die Bäche dann irgendwann zusammen zu einem Fluss.

Danach hat Gordon uns noch brodelnde Quellen gezeigt und ein kleines Loch in einem Stein aus dem sehr heiße Luft entweicht. Es gibt 7 aktive Vulkane auf Dominica.  Am Abend nach diesem Tripp mit den vielen vielen Eindrücken waren wir total erledigt und müde.

Am nächsten Tag ging es dann weiter. Wir wollten ja in den Norden der Insel segeln, in die Prince Rupert Bay. Das Segeln war wieder wunderschön und flott. In der Prince Rupert Bay angekommen haben wir uns wieder an einer Boje festgemacht. Was diesmal wirklich hervorragend geklappt hat. Die Bucht ist sehr schön und viel ruhiger als der Liegeplatz vor Roseau.

Was auf Dominika wirklich perfekt ist, die Buchten bzw. Bojenfelder sind gut organisiert. Die Bojen kosten 10 USD pro Nacht und es gibt einige wirklich gute Guides die sowohl die Bojen im Blick haben, als auch auf die Yachten achten und Ausflüge organisieren bzw. durchführen.

So haben wir uns dann für heute auch einen Guide gebucht für eine Regenwaldwanderung mit Bad im Wasserfallbecken. Und danach noch einen Bootstripp in den naturgeschützten Fluss. Unser Guide bei der Regenwaldwanderung war Cobra. Cooler Typ.  Auch er hat uns viel über die Insel erzählt und uns Pflanzen erklärt. Unter anderem hat er uns Kakao- und Kaffeepflanzen gezeigt, Früchte und Blumen erklärt. Es ist wirklich interessant was hier so alles grünt und blüht und wofür die Pflanzen verwendet werden können.

Da wir schon sehr früh losgefahren sind, hatten wir das Glück dass wir ganz alleine den Weg und den Wasserfall genießen konnten. Diesen Wasserfall konnte man hinabrutschen. Oder von drei Metern in das Wasserbecken unterhalb des Wasserfalls springen. Cobra ist natürlich einige Male hineingesprungen. Aber dafür konnte er von uns niemanden begeistern. Jedoch die natürliche Wasserrutsche hat Mirco viel Spaß gemacht.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen aus Plastikboxen am Straßenrand, ging es dann zum zweiten Teil der Tour. Wir wurden einen wunderschönen Urwaldfluß entlang gerudert. Konnten Krebse und Vögel beobachten. Und wir sind an der Hütter der Hexe aus dem Fluch der Karibik vorbeigefahren. Nach einem Stopp in einer Bar mitten im Urwald am Fluss  und einem Dynamite (Rum mit Fruchtsaft) ging es dann allmählich zurück an Bord.

Wir haben hier auf Dominika wirklich schon sehr schöne Touren erlebt. Und es ist überhaupt nicht zu verstehen, dass man immer mal wieder liest es wäre etwas unsicher hier auf der Insel. Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Die Menschen sind sehr freundlich und wirklich sehr bemüht ihre Insel vorzustellen.

Wir hatten aber auch mit allen Touren das Glück, dass wir fast immer alleine unterwegs waren. Ich werde noch Bilder nachliefern.

Heute Abend sind Berthold, Stefanie und Mirco an Land zum Sonntags-BBQ. Ich war müde und wollte schreiben und hatte keine rechte Lust. Die Musik schallt über die Bucht herüber und ich bin sicher, dass die drei richtig viel Spaß haben.

 

 

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Ein Kommen und Gehen

Heute Mittag kamen noch einmal Martina und Gerald vorbei um uns wie versprochen, die Bilder von unserem Ausflug gestern aufs iPad zu überspielen und um sich von uns zu verabschieden. Sie sind dann am Nachmittag in Richtung Saint Lucia aufgebrochen.

Dort treffen sie sich mit Eckhard und Ilona, die auch mit der ARC 2014 in die Karibik gekommen sind, die jetzt gerade ihr Schiff in Saint Lucia an Land bringen um dann nach Deutschland zurück zu fliegen.

Ich hatte den Handwerkertag an Bord genutzt um die Gäste-Kufe gründlich zu putzen, Berthold hat die Klöchenspülungen in der Gäste-Kufe überarbeitet, damit sie wieder leichter funktionieren und so bereiten wir uns schon allmählich auf die Ankunft von Stefanie und Mirco vor. Wir wollen ja, dass sie sich wohl fühlen bei uns an Bord.

Als wir mit unseren Arbeiten fertig waren ging Berthold noch schnell zum Supermarkt um etwas für ein Abendessen einzukaufen. Ich kruschelte noch ein bißchen hier und da herum und sehe auf einmal auf dem Steg ein bekanntes Gesicht auf mich zukommen.

Es war tatsächlich Eva von der Bear Balu. Ich habe mich wirklich sehr gefreut! Die Bear Balu hatte uns auf dem AIS gesehen und wußte, dass wir hier sind. Wir hatten heute den ganzen Tag unsere Navigation eingeschaltet. Eigentlich wollte Eva nur fragen, ob wir uns in den nächsten Tagen treffen können. Aber man hat ja dann, wenn man sich so lange nicht gesehen hat, gleich viel zu erzählen.

Eva, Gerd und deren Tochter Nicky waren in der Zwischenzeit auch zu Hause in München und sind seit ein paar Wochen erst wieder unterwegs. Haben auch so dieses und jenes zu reparieren, so dass sie die nächsten 5 Tage hier in Le Marin bleiben werden.

Wir haben uns für morgen Abend zum Sundowner an der Bar verabredet und wollen danach gemeinsam irgendwo zum Essen gehen.

Wie schön, dass man sich doch immer wieder findet und trifft.

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Martinique, 15.04.2015

Martinique gefällt uns sehr gut. Wir haben einen schönen Liegeplatz in der Marina Le Marin und die ersten Handwerker-Termine sind gemacht. Der nette Herr von der Firma Caraibe der sich das Ruderproblem am Montag angeschaut hat, um zu sehen, was man genau machen könnte, hat sich dann direkt die Zeit genommen unser Rigg zu überprüfen. Das war Berthold nach der Überfahrt noch wichtig. Alles war bestens, jedoch hat er uns eine einfache Verbesserung an den sich überkreuzenden Wanten unterhalb der Salinge empfohlen, da diese aneinander scheuern. Das wird er dann in den nächsten Tagen noch erledigen.

Eigentlich hatte er uns einen Termin für Freitag für die Reparatur der Ruderanlage gemacht. Selbstverständlich hat Herr Kaourig Breton von  Fountaine Pajot wieder einmal nicht nachgehakt und seine Email war hier nicht richtig angekommen, so dass die Arbeiten gar nicht für Montag geplant waren und wir mit unserer Anfrage erst einmal auf Erstaunen gestoßen sind. Unser Herr Kohlhas war entsetzt, dass es so aussah als würde sich das Reparaturdrama von Spanien hier wiederholen.

Aber, hier scheint es doch alles besser zu funktionieren. die Firma Caraibe ist sehr bemüht und schwups heute Morgen wechseln sich die Monteure ab. Gerade sitzt einer davon im Steuerbord-Motorraum und arbeitet an der Ruderanlage.

Vorher war der Elektriker hier, weil wir ja bei unserem Törn von Insel zu Insel festgestellt hatten, dass unsere Stromversorgung trotz Sonnenkollektoren und Sonnenschein sehr schnell schwach wurde und wir immer wieder den Motor laufen lassen mussten um die Batterien zu laden. Der Elektriker hat festgestellt, dass wahrscheinlich zur einer von vier Kollektoren noch arbeitet. Er kommt heute Nachmittag noch einmal, wenn die Sonne besser steht um noch genauer messen zu können und dann sehen wir weiter.

Wir sind richtig froh, dass es jetzt voran geht. Für Montagfrüh haben wir dann noch einen Termin mit der hiesigen Volvovertretung, dann werden die Motoren noch gewartet und danach freuen wir uns darauf mit Stefanie und Mirco nach Dominica zu segeln.

Am Montag haben wir von der Tanoa (Martina und Gerald) die Nachricht erhalten, dass sie auch schon in Martinique sind und draußen, vor der Marina Le Marin vor Anker liegen. Wir haben uns sehr gefreut. Sie kamen kurz zu uns an Bord und haben uns zum Grillen am Abend auf die Tanoa eingeladen.

Berthold und ich haben Salat und Paprikagemüse und ein Fläschchen französischen Rotwein mitgebracht, Gerald kam mit dem Dinghy gefahren um uns den Weg zu zeigen, und wir hatten einen wirklich schönen und gemütlichen Abend auf der Tanoa.

Für gestern hatten wir uns dann mit Martina und Gerald zu einem Ausflug verabredet. Beide waren schon einmal auf Martinique und kannten sich gut aus. So sind wir eine wunderschöne Strecke über die Insel gefahren. Durch Regenwaldgebiet, durch Dörfer und kleine Städte, Bananenplantagen. Es war wirklich schön.

Unterwegs hielten wir an einem kleinen Restaurant am Straßenrand zum Mittagessen an. Und von dort ging es zu einer Schlucht in der man bis zum Wasserfall wandern konnte. Dafür braucht man Badezeugs und feste Turnschuhe, die nass werden dürfen.

Erst einmal beschreibe ich den Weg den wir gefahren sind, weil er wirklich schön ist und eine wirklich gute Empfehlung für Martinique-Besucher:

Von Le Marin aus sind wir Richtung Fort-de-France gefahren, um dann auf die N3 abzubiegen in Richtung Le Morne Rouge. Es geht auf und ab durch eine wunderschöne Landschaft.

Von Le Morne Rouge aus sind wir in Richtung L’Ajoupa-Bouillon (das wir der Einfachheit halber dann „Suppe“ genannt haben) gefahren. Dort fanden wir am Straßenrand das kleine Restaurant, direkt am Abzweig zum Canyon Gorges de la Falaise. Nach dem Essen sind wir den Abzweig entlang gefahren. Irgendwann hört die geteerte Straße auf und kurz danach ist der Parkplatz zum Eingang zur Canyon-Wanderung.

Wir haben uns in den Umkleidekabinen dort unsere Badeanzüge und Badehosen angezogen und sind den schmalen steilen jedoch abgestuften Weg durch den Regenwald nach unten in Richtung Fluß gekraxelt. Ein wenig mulmig war mir schon bei dem Gedanken an die Wanderung durch den Fluß und den Canyon nach oben zum Wasserfall.

Am Startpunkt angekommen bin ich dann auch aus der Unternehmung ausgestiegen. Aber Berthold, Martina und Gerald sind mit der kleinen Gruppe losgezogen und haben hinterher berichtet, das es wunderschön war und dass die Natur und der Wasserfall überwältigend war. (Ich bin dennoch zufrieden nicht mit gegangen zu sein, denn wackelige kerzengerade Leitern im Wasser hinunterklettern, hätte mir keinen Spaß gemacht. Friederike, versehst du mich :-)?

Berthold berichtet: Die Wanderung durch den Canyon war wunderschön. Der Fluss hat sich vom Wasserfall aus eine schmale Schlucht durch die Felsen gebahnt. Die Wände sind grün bemoost und 20-30 m hoch. Darüber sieht man Blätter des Regenwaldes. Die Wanderung dauert zum Wasserfall hin und zurück eine gute Stunde und es empfiehlt sich eigentlich gute Sportschuhe zu tragen und eben Badekleidung. (Bilder folgen)

Der Tag war wirklich sehr schön. Danke Martina und Gerald für den Tipp und eure Gesellschaft. Wir sind dann über Le Lorrain, Marigot, Sainte-Marie zurück gefahren, haben in Sainte-Marie einen kurzen Stopp an einer Rhum-Destillerie eingelegt, Rhum probiert und festgestellt, ist „sprittig“ (sagt Berthold), nix gekauft und sind weiter gefahren: La Trinite, Le Robert, Le Lamentin, Ducos und zurück nach Le Marin.

Zurück in der Marina war es Zeit für einen Sundowner, den wir dann in Form eines Banana Spirit in einer Bar zu uns genommen haben. Später haben wir dann an Bord der Sempre due Pizza gegessen und den Tag zu viert ausklingen lassen.

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