Dragon Bay, Grenada – 24.05.2015

Das hätte ich nicht erwartet. Ich bin ja eigentlich vorsichtig mit Worten wie schönste oder beste, ABER – diese Bucht ist die schönste Bucht, die ich in der Karibik bisher gesehen habe. Die Dragon Bay ist nicht sehr groß, es gibt hier nur drei weiße Bojen an denen Yachten festmachen können. Ankern sollte man hier nicht, ich glaube fast es ist verboten. Es ist relativ flach um die Bojen herum, so dass wohl eher Katamarane hier festmachen, wegen des geringen Tiefgangs. Die roten Bojen scheinen zur Tauchbasis aus der Nachbarbucht zu gehören (wer wird denn da hellhörig :-)) Es kommen immer wieder Tauchboote an die Taucher ins Wasser entlassen.

Die Dragon Bay ist eine kleine Bucht, mit einem schönen Sandstrand, ein paar Palmen und einer sehr schönen Bar. Diese wird  von Casper dem Barmann und Eigentümer der Bar betrieben, der einen grandiosen Rumpunsch zaubert, der es in sich hat, wie ich gestern Abend feststellen konnte. Essen kann man hier nur Kleinigkeiten wie fritierte Hähnchenteile und Pommes, oder Salat. Da sowohl wir als auch die OOROOs kaum etwas zum Mittagessen hatten, weil wir direkt morgens nach dem Frühstück in Carriacou gestartet sind und auch schon ein Bierchen gezischt hatten, war es dringend notwendig ein paar Hähnchenteile und Pommes zu essen. Sonst hätte es uns wohl alle vom Barhocker gehauen. Aber so konnten wir die Drinks genießen und uns auf dem großen Flatscreen die Musik aussuchen, die wir wollten. Vielleicht zum Teil eine Zumutung für einheimische Gäste (Johnny Cash, Abba, Bee Gees, um nur einen kleinen Einblick zu gewähren) … aber es hat sich keiner beschwert.

Das wirklich grandiose an dieser Bucht ist jedoch, dass man nur gerade die Badeleiter vom Schiff ins Wasser klettern muss, oder einen Sprung ins Wasser macht und schon ist man mitten drin in einem großen Korallengarten voller Fische. VOLLER Fische. Bunt. Groß und klein. Dick und dünn. Tintenfische. Alles was das Schnorchlerherz begehrt. Fächerkorallen schaukeln winkend von rechts nach links. Man mag gar nicht mehr aus dem Wasser heraus, so schön ist das. Fische, die sich unter großen Steinen verstecken, aber dann doch neugierig werden und wieder hervor kommen, wenn man nur einen Moment wartet. Schwärme gelb-schwarz-weiß gestreifter Fischchen die einem hinterher schwimmen.

Heute sind Berthold und ich zusammen mit Leanne und Mike um das Riff herum in die Nachbarbucht geschwommen. Unser Dinghi hatten wir an der OOROO festgemacht und John (Barty) fuhr dann später mit dem Dinghy in die Nachbarbucht, um uns evtl. einzusammeln, falls die Strömung auf dem Rückweg zu stark sein sollte.

Die Nachbarbucht (Moliniere Point) ist ein Skulpturenpark. Die Skulpturen auf dem Meeresgrund kann man schnorchelnd oder tauchend bewundern. Der Künstler ist Jason Decaires Taylor, falls jemand im Internet nachsehen möchte. So stehen dort Menschen aus Beton in Lebensgröße im Kreis herum, sich an den Händen haltend. An einer anderen Stelle findet man einem Schreibtisch mit Schreibmaschine und einer Person die daran arbeitet, oder einen Tisch mit Krug und Glas, eine kniende und betende Person, Tafeln mit Masken, eine große Fläche mit liegenden Menschen (ich gehe mal davon aus, dass sie schlafen, um mir die Stimmung nicht zu vermasseln) usw. Es gibt vieles zu entdenken. Man schwimmt umringt von vielen Fischen und Fischschwärmen über diese Skulpturn hinweg. Im ersten Moment sind diese Menschen auf dem Meeresgrund ziemlich irritierend.

Witzig war, dass bei einer Person, die da auf dem Meeresgrund saß ein Seeigel direkt auf deren Ohr saß. Wie ein Ohrwärmer sah das aus. Oder Kopfhörer. Sehr lustig.

Da die Strömung gar nicht so schlimm war und es so viel Spaß machte mit den Fischen zu schwimmen, sind wir dann doch zurück in unsere Bucht geschwommen und John ist mit dem Dinghy zurück gefahren.

Da Berthold und ich erst zum 26.05. in der Marina Port Louis angemeldet sind, bleiben wir noch einen weiteren Tag hier. Ich freue mich schon auf den nächsten Schnorchelausflug. Die OOROOs fahren morgen weiter. Da werden wir heute Abend bestimmt noch einmal nach Casper und seiner Bar schauen.

Dieses Mal werde ich mich essenstechnisch etwas besser vorbereiten.

Gerade ist Berthold mit den OOROOs zurück gekommen. Sie waren ungefähr eine halbe/dreiviertel Stunde mit dem Schiff unterwegs um das Parasail zu segeln. Ich bin an Bord der Sempre due geblieben und habe ein paar schöne Fotos vom Parasegel aus der Ferne gemacht. Ich hoffe, es hat auf unserem Schiff nicht allzusehr gewackelt.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter 07/2014 bis 05/2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Dragon Bay, Grenada – 24.05.2015

  1. Christina Holland schreibt:

    Ebenso hellhörig :-). Toll toll toll! Bin ganz gespannt auf Fotos und die Liveberichterstattung ;-)!

  2. Maria schreibt:

    Hellhörig? Hier! 🙂 Das klingt großartig.
    Wir freuen uns riesig auf Fotos. Und auf Euch erst recht.

  3. Friederike + Ergün schreibt:

    Das klingt jetzt aber so richtig nach paradiesischen Zuständen!! Hier war heute auch ein netter Frühsommertag, Jazzrally am Rhein mit Sonnenuntergang, guter Musik und netten Menschen, aber was unsere rasende Reporterin Ursula da beschreibt, ist wohl wahrlich nicht zu toppen! Genießt es weiter, wer weiß, was ihr noch so an Steigerungen antreffen werdet?

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