Saint Pierre, Martinique

Von den Iles des Saintes zurück nach Le Marin auf Martinique haben wir zwei Zwischenstopps eingelegt. Den ersten nach 36 sm (ca. 6 Stunden) gingen wir noch einmal vor Roseau auf Dominica vor Anker. Diesmal waren im Restaurant Dive Dominica essen. Es ist ein einfaches Taucher-Hotel mit einem Restaurant direkt am Wasser, das von einer einheimischen Familie betrieben wird. Wir waren mit unserem Essen und dem wirklich sehr freundlichen Service sehr zufrieden. Am Nachbartisch saßen 14 Amerikaner als Piraten verkleidet, die dort Tauch-Urlaub gebucht hatten, und die eine wirklich fröhliche Runde waren.

Am nächsten Morgen, sind wir um sieben Uhr in Richtung Martinique gestartet. Es lang wieder ein längerer Schlag von wieder ca. 36 sm vor uns. Unser Ziel war Saint Pierre. Dieses Mal hatten wir einen wirklich schönen Ankerplatz direkt vor dem Städtchen, das zu früheren Zeiten die Hauptstadt von Martinique war, bis es von einem Vulkanausbruch des Mount Pelee im Jahr 1902 komplett zerstört wurde. Es gab nur zwei Überlebende des Vulkanausbruches. Einer davon war ein inhaftierter Mörder, der in einer Festung in einer Zelle ohne Fenster eingesperrt war und drei Tage nach dem Unglück dort unversehrt gefunden wurde. Im Ort gibt es noch Reste der Festung und eines Theaters zu besichtigen.

Abends waren wir dann im Restaurant Le Tamaya essen. Es ist ein kleines Restaurant direkt an der Hauptstraße, das von einem französichen Ehepaar geführt wird, das auf seiner Segelreise hier hängengeblieben ist. Die Hausherrin spricht sowohl englisch als auch deutsch. Sie erzählte uns, dass ihre Tante in Neuss wohnt und sie diese als Kind öfter besucht hat. Die Küche ist wirklich weiter zu empfehlen.

Ich hatte Mahi-Mahi in Vanillesoße. Hört sich komisch an, deshalb habe ich es ausprobiert – und ich war begeistert. Die Herren hatten Fleisch und Stefanie ein anderes Fischgericht und wir waren alle mehr als zufrieden.

Wir machten uns am nächsten Tag zu Fuß auf den Weg zur Rumdistillerie Depaz. Der Weg führt an der Hauptstraße entlangt und danach steigt der Weg ziemlich an, was bei der Hitze sehr anstrengend ist. Und die in unserem „Chris Doyle nautischen Reiseführer“ beschriebene halbe Stunde Weg können wir nicht nachvollziehen. Wir brauchten auf jeden Fall länger. Die Distillerie war aber sehr schön und obwohl es ein Samstag war, wurde dort gearbeitet und wir konnten uns einen Eindruck von dem Alltag dort machen.

Und weil es so wunderschön dort vor Saint Pierre war, sind wir noch einen weiteren Tag geblieben. Beim Schnorcheln sah man unglaublich viele Seesterne und große dicke Seegurken auf dem Meeresgrund. Und wir haben zwei oder drei Seeschlangen am Grund gesehen.

Nach den schönen Tagen vor Saint Pierre sind wir dann am Sonntag zurück in die Marina Le Marin gesegelt. Für Montag waren ja die Arbeiten an unseren Solarpanels geplant und Stefanie und Mirco sind am Montagabend wieder zurück nach Düsseldorf geflogen.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter 07/2014 bis 05/2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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