Die große Fahrt beginnt

04. Februar 2017:

Die Sempre due mit Skipper Berthold und seiner Mannschaft Jan und Thilo verlassen um 9 Uhr Ortszeit die Playita-Marina, Panama City. Erste und vermutlich letzte Meldung per SMS war: „Kein Wind.“ Alle weiteren Meldungen erhalte ich als Email via Satellit.

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Alles Gute!! Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Es ist ein komisches Gefühl für mich, dass ich nicht dabei bin.

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Der Pazifik

Nur mal so zur allgemeinen Information:

„Der Pazifische Ozean (lateinisch pacificus ‚friedlich‘), auch Pazifik, Stiller Ozean oder Großer Ozean genannt, ist der größte und tiefste Ozean der Erde. Er grenzt an alle anderen Ozeane der Erde an.

Die Fläche des Ozeans beträgt mit Nebenmeeren 181,34 Mio. km², ohne die Nebenmeere 166,24 Mio. km², was rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche oder die Hälfte der Meeresfläche der Erde und damit mehr als die Fläche aller Kontinente zusammen ausmacht. Sein Volumen beträgt mit Nebenmeeren 714,41 Mio. km³, ohne die Nebenmeere 696,19 Mio. km³ – mehr als die Hälfte allen Wassers auf der Erde. Während seine mittlere Tiefe mit Nebenmeeren 3.940 m (4.188 m ohne Nebenmeere) beträgt, liegt seine tiefste Stelle etwa 11.000 m unter dem Meeresspiegel.“

Ganz schön mutig unsere drei Seemänner.

Ich hoffe, dass ihr gut voran kommt, der Wingaker jeden Wind nutzt und dass ihr gut und gesund in den Marquesas ankommt.

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Sempre due – Pazifik-Mannschaft

Endlich mal ein Bild von der kompletten Besatzung (ihr glaubt nicht, wie oft ich darum bitten mußte). Ich hoffe, dass wir nach der Überfahrt eine Fülle von Bildern und Informationen erhalten.

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Wie und wann es weiter geht

Tag 1 (02.02.) nach der Panama-Kanal-Passage: Die Sempre due liegt in der Playita-Marina und da es hier im Pazifik einen Tidenhub von 5 Metern gibt, knarzen die Festmacherleinen wie verrückt, weil das Schiff immer hin und her gezerrt wird. Das ist nachts ziemlich laut und etwas nervig. Aber der Start über den Pazifik ist ja bereits in Sicht. Dann knarzen mindestens vier Wochen lang keine Leinen mehr 🙂

Nach der Fahrt durch den Panamakanal mit den vielen Menschen an Bord muss das Schiff jedoch erst einmal geschrubbt werden. Diese Aufgabe hat Thilo übernommen, während Berthold noch zwei Maschinen Wäsche wäscht und diese an der Reling zum Trocknen aufhängt.

Heute (03.02.): Morgens nach dem Frühstück um 9 Uhr führt der erste Weg zur Tankstelle. 322 Liter Diesel passten in den Tank und in den von Mike geliehenen Turtle-Tank, das bedeutet dass wir jetzt fast 600 Liter Diesel an Bord haben. Da mit wenig Wind zu rechnen ist, kann man jeden Liter Diesel gebrauchen.

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Danach gehts in die Stadt um Obst und Gemüse einzukaufen. Diesen traumhaften Blick auf Panama City hat man, wenn man die Playita-Marina zu Fuß verläßt:

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Nachdem alle frischen Lebensmittel an Bord sind ist das Schiff komplett und startklar für die große Fahrt.

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Am Samstag heißt es dann Leinen los und das erste Ziel sind die Las Perlas Inseln. Von dort geht es dann am Montag weiter. Wie, das könnt ihr in dem Auszug des Schreibens lesen, den wir von WetterWelt erhalten haben, die wieder das Monitoring /die Törnberatung für uns übernehmen:

… insgesamt sieht es sehr entspannt aus.

In der Bucht von Panama haben Sie noch etwas mehr Wind, sobald es auf den Pazifik rausgeht, geht das Windsuchen los.

Die Tiefdruckrinne sorgt für verbreitet flaue Windverhältnisse.

Mein Kollege Herr Lerchl wird Ihnen am Sonntag dazu etwas schicken und womöglich einen direkt Westkurs vorschlagen, der dann sicherlich noch Bestand haben wird.

Dabei sollten Sie zunächst, um vom Festland und der Rinne freizukommen, erst einmal direkt auf 270 Grad nach Westen gehen.

Erst wenn die Galapagos Inseln in der Flucht querab sind, können wir uns in der übernächsten Woche darüber unterhalten, wann wir Sie nach Süden durch die Tiefdruckrinne schicken.

Vorher würde dies keinen Sinn machen und nur motoren bedeuten.

Sie können also starten, es sind keine Wettergefahren in Sicht. Wir planen also den Sonntag als Start ein und somit schicken wir Ihnen am Sonntag den Törnbericht. Sollten Sie andere Pläne haben, melden Sie sich bitte vorher nochmal.

Danke und einen schönen Start.

Mit freundlichen Grüßen, auch an die Crew, Sebastian Wache

 

 

 

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Panama-Kanal Teil 2, letzter Teil

Nach einer erholsamen Nacht an der Boje auf dem Gatunsee und einem erfrischenden Schwimmerchen am Morgen, ohne Krokodil-Begegnung,  ging es um ca. 8:30 Uhr Panamazeit weiter. Der Adviser war an Bord und die Sempre due schlängelte sich durch den Kanal in Richtung Miraflores Schleuse. Noch drei Schleusen waren zu bewältigen.

Sicher werden mir noch Bilder von der beeindruckenden Umgebung, von er Mannschaft und den Erlebnissen geschickt. Das folgende Bild schickte mir Berthold aus der ersten Schleuse:

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Ich habe heute ganz viel Zeit damit verbracht, die Fahrt des Schiffes auf Marinetraffic zu verfolgen und habe herausgefunden, dass von den 6 Webcams am Panamakanal genau eine einzige funktioniert und hier habe ich gewartet und gewartet und gewartet und immer wieder geschaut, bis ich unser Schiff in die Schleusenkammer fahren sehen konnte.

So sieht das Ganze bei Marinetraffic aus:

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Und das sind Bildschirmdrucke der Webcam-Aufnahmen:

Ein aufregender Tag geht zu Ende. Angekommen in der Playita-Marina konnte Thilo endlich auch an Bord gehen. Die Kanalpassage, war abgesehen von der langen Warterei, stressfrei und vor allem problemlos.

Herzliche Glückwünsche an den Skipper und die Mannschaft von Eva und Gerd von der Bear Balu, die mir kurz nach eurer Ankunft in der Marina eine WhatsApp mit Grüßen und Glückwünschen für die erfolgreiche Passage für euch geschickt haben!! Auch sie fiebern mit. Vielen Dank dafür!!

 

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Panama-Kanal Teil 1

So ein Time-Schedule ist ja eine sehr theoretische Sache, die vor allem in Panama mit der Praxis sowas von nichts zu tun haben muss. Das ist ja nun nichts neues mehr.

Nachdem die Sempre due am frühen Nachmittag pünktlich in der Shelter Bay Marina gestartet ist, mußten sie draußen im Flachwasser, dem Wartebereich vor der Schleuse, bis kurz vor 19 Uhr warten, bis der Adviser überhaupt erst einmal an Bord kam.

Um 20 Uhr waren sie in der ersten Schleuse.

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Gegen 22 Uhr lagen sie dann im Gatunsee an einer Boje. Mit einem kühlen Balboa stoßen Mannschaft und Skipper auf eine gelungene erste Etappe und die ersten drei bravourös gemeisterten Schleusen an. Dann aber schnell ins Bett, denn das Time-Schedule sagt, dass es morgens um  7:30 Uhr weiter geht. Und manchmal ist selbst in Panama 7.30 Uhr = 7:30 Uhr.

Am anderen Ende des Panamakanals ist Thilo in der Playita Marina angekommen. Er schickte mir zwei Fotos. Ich kenne diesen Platz. Von dort aus hat er einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Panama City. Ich vermute die Sempre due wird zwischen 16 und 17 Uhr in der Playita Marina einlaufen.

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Bye bye, Atlantik!!!

… and bye bye Leanne and Mike for now and thank you for the pictures!! – See you in March in Tahiti!!!! Ooroo !

Leanne hat den Start der Sempre due in Richtung Panama-Kanal fotografiert. Die vielen Fender sollen unsere Sempre due vor den Betonwänden des Kanals schützen. Das Wetter sieht ja nicht so einladend aus.

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Panama-Kanal Transit 31.01.2017

Ja, ihr habt richtig gelesen. Es geht endlich los. Diese Email traf soeben bei mir und auch bei Berthold in der Shelter Bay Marina ein:

Good Morning Dear Berthold,

Pleased see your complete canal transit schedule as follows :
Pilot boarding time                             1530/31st
Arriving Gatun locks                           1701/31st
Clearing Gatun locks                          1820/31st
Anchoring Gatun lake                         1845/31st
Resuming transit                                  0730/01st
Completing transit                                1516/01st
Basis on this you need to sail from marina 1430 hours and
I, will see you with line handler, lines and fenders around
1300 hours, thanks.
Have a nice passage!
Best Regards,
Roy Bravo
General Manager
Emmanuel Agencies, S.A.
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OOROO1 and the Aussie Cobbers

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Sieht nach einem letzten Sundowner in der Shelter Bay Marina auf der OOROO1 aus. Ich wäre gerne dabei. Also beim Sundowner 😉

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2 Männer, 1 Schiff, 1 Regenwald

Heute, nach dem Frühstück und nachdem das Geschirr gespült ist, haben sich Berthold und Jan mit Kameras bewaffnet auf Tierbeobachtungs-Expedition begeben.

Erst mal das Beweisfoto, für die Damen zu Hause im kalten Deutschland, dass auch die Hausarbeit gemacht wird:

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Dann ging es los in den tropischen Regenwald, der ja direkt neben der Marina schon beginnt. Berthold und Jan hatten unglaubliches Glück und haben wirklich viele Tiere beobachtet und fotografiert:

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Sogar einen Nasenbären im Baum konnten sie fotografieren. Eine Kapuzineräffchen-Mama mit Baby … „fliegende“ Affen …Ich bin ganz begeistert. Das war eine gelungene Foto-Expedition. Herzlichen Glückwunsch!

Originalton Berthold: … du glaubst es nicht, was das für ein Zufall war. Ich steh da, bei der Kirche, warte auf Jan, der in die alte halb zerfallene Kirche zum Filmen ging und ich halte Ausschau nach oben, um evtl. Tukane zu sehen, da brummt und grunzt es direkt 3 Meter hinter mir. Ich drehe mich um und schaue in die Gesichter zweier Nasenbären. Wer verblüffter war? Keine Ahnung. Bis ich mich gefasst und die Kamera hochgerissen hatte war einer leider schon weg. Aber den anderen habe ich gerade noch, von der Hüfte aus erwischt …“

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Last News 29.01.2017

Am liebsten hätte ich diesen Artikel mit „Der Panama-Kanal“ überschrieben. Aber, da müßt ich euch noch etwas gedulden.

Mittlerweile bin ich zurück in Deutschland. Am Donnerstag war ich auf der Boot 2017 und habe Herrn Weber von Wingaker für unser wunderschönes neues Segel, das von Leanne „Big Orange“ getauft wurde, gedankt. Es war ein sehr angenehmes und sehr informatives Gespräch mit ihm.

Weiterhin habe ich versucht bei Volvo einen Ansprechpartner zu finden, aber das war auf der Messe nicht so gut möglich, so habe ich nur Ersatzteile bestellt die ich dann im März mitnehme und werde an Volvo einen Brief schicken, um über die Missstände und am liebsten würde ich sagen, den Betrug in Panama zu informieren.

Berthold und ich haben für die Überfahrt schon sehr vieles vorbereitet und eingekauft bis ich zurück flog. Und danach hat Berthold noch weiter proviantisiert und die Sempre due ist zum Start bereit.

Der Kanal-Termin war für den 29. Januar festgelegt und Jan ist seit gestern (28.01.) als unser erstes Crew-Mitglied bereits an Bord. Laut Aussage von Berthold fühlt er sich sehr wohl.

Leider hat die Kanal-Gesellschaft den bereits vor Wochen vereinbarten Termin am Nachmittag vor der Abfahrt wegen Personal-Mangels verschoben. Berthold war im ersten Moment doch recht verärgert darüber. So hatte er sich zum Einen von den Einkäufen her auf den 29.01. vorbereitet, denn man muss ja in den zwei Tagen die Crew, die Linehander und den Adviser mit Essen versorgen. Leanne hat heute ausgeholfen und alle frischen Lebensmittel eingeschweißt und für ihn eingefroren. Auf der anderen Seite hatte Berthold sich auch sehr gewünscht, dass es jetzt endlich, nach der langen Zeit in der Shelter Bay Marina weiter geht.

Neuer Termin ist der Dienstag, 31. Januar 2017.

Lassen wir uns überraschen. Denn alles ist möglich.

Thilo reist am 31. Januar an und da die Sempre due bei seiner Ankunft hoffentlich gerade irgendwo auf dem Gatun-See ankert und dann schon die erste Hälfte des Kanals hinter sich gebracht hat, hat er sich für eine Nacht ein Zimmer im zur Playita-Marina gehörenden Hotel gebucht.

Ich habe Berthold um ein paar Bilder gebeten, die ich dann, sobald sie da sind selbstverständlich nachliefern werde.

Einen kleinen Bericht noch aus der Zeit, als ich noch in Panama war: Wir haben uns früh morgens mit Mike an Bord der Sempre due verabredet, um den Wingaker einmal hoch zu ziehen. Morgens war seit Tagen immer komplette Windstille. Also haben Berthold und Mike alles vorbereitet, den Wingaker hochgezogen und genau in dem Moment wo wir ihn oben hatten, kam plötzlich Wind auf, so dass wir den Bergeschlauch doch recht schnell wieder darüber ziehen mußten. Aber einmal ganz kurz konnten wir das Segel schon bewundern. Leider nicht lange genug, so dass Leanne, die dann erst dazu kam, nur die Fotos vom Bergen des Segels machen konnte. Aber die will ich euch nicht vorenthalten.

 

 

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Kleiner Warnhinweis zum Thema Volvo Penta Panama

Sollte jemand mit Volvo-Penta Motoren noch in Panama eine Inspektion vor der großen Fahrt über den Pazifik planen, raten wir davon ab den angeblichen Volvo-Vertragshändler in Panama-City zu beauftragen. Es handelt sich nicht, wie es das Gebäude nahe der Flamenco-Marina vermuten läßt um einen Vertragshändler, der Volvo Qualität liefert. Im Gegenteil: Dort gibt es keine oder nur einzelne Ersatzteile, die maßlos überteuerte Inspektion (1.600 Euro für unsere beiden 40 PS Motoren) muß vor Beginn der Arbeiten ohne Rechnung oder KVA bezahlt werden, Termine werden nicht eingehalten, keiner spricht englisch, Emails werden nicht beantwortet, die Inspektion ist eher ein Ölwechsel mit Austausch von Filtern, man zahlt 2 Personen von denen einer arbeitet und einer ab und zu ein Werzeug anreicht und ein Volvo Servicebuch hat in dem Laden offenbar auch noch nie jemand gesehen.

Besser Finger weg von:

Comercial de Motores S.A. ( http://www.cdm.com.pa)

Flamenco Amador Islan, Volvo Penta Building

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Vorbereitungen und Ausflüge

Wir haben uns vor drei Tagen ein Auto gemietet und genießen unsere kleinen Ausflüge nach Colon und Panama City. Wie es immer so ist, mussten wir unseren geplanten längeren Ausflug kreuz und quer durch Panama per Auto verschieben oder wahrscheinlich sogar streichen, weil hier nichts so klappt wie man es sich vorstellt.

Jedoch die Fahrten von der Marina aus sind schon immer wunderschön. Um von der Marina aus irgendwohin zu kommen,  muss man erst ein langes Stück durch ehemaliges Armee-Gelände fahren, das ist schon etwas spuky, denn die Häuser sind alle leer, ohne Fenster und halb zerfallen. Hagen hätte großen Spaß und wenn jemand einen Zombie-Film drehen will … hier ist die passende Location, durchwachsen von Regenwald. Hat was. (Foto folgt)

Dann kommt eine lange Strecke durch Regenwald und plötzlich kreuzen Nasenbären den Weg. Und wenn man in der Dunkelheit zurück fährt, fliegen die Feldermäuse hin und her. Und mit ein bißchen Glück kann man auch Affen sehen. Leider habe ich die schönen Nasenbären (Coati) noch nicht fotografieren können. Ich arbeite daran.

Dann kommt man zur Fähre die über den Panama-Kanal führt. Von der Fähre aus kann man schon die Tore der ersten Schleuse sehen. Und neben der Fähr-Strecke wird gerade die riesige Brücke über den Kanal gebaut. Ein gigantisches Projekt, das jedoch noch ein paar Jahre brauchen wird. Die Fähre kann einen, mit etwas Pech schon bis zu 1 1/2 Stunden Zeit kosten.

Auch wenn unsere geplanten Tour nichts wird, so können wir die Einkäufe und das große Proviantisieren bequem erledigen und zu verschiedenen Läden fahren um noch die letzten benötigten Dinge fürs Schiff zu suchen. Es gibt in Panama KEINEN gut sortierten Marine Store. Unglaublich, bei all den Seglern die vor der langen Strecke über den Pazifik oder zu anderen Zielen, noch Ersatzteile etc. benötigen. Es gibt Abernathy zwei mal in Panama und ein Store davon ist auch relativ groß, aber auch da ist die Angel-Abteilung größer als die für Bootsausrüstung. Abernathy gibt es auch in Miniversion noch in anderen Städten. Wenn also einer von euch nichts besseres vor hat, würde es sich sicher lohnen einen Marine Store zu eröffnen. Wir vermissen Island Waterworld. Üblicher Weise bestellen sich die Segler die Teile in USA, Miami bei Marine Warehouse. Man wartet dann halt auf die Teile.

Für mich sah es im Internet so aus, als gäbe es in Panama City einen Marine Warehouse Store. Berthold und ich haben ihn gesucht und gesucht und irgendwann nach einer Stunde ein kleines Büro gefunden an dessen Tür „Marine Warehouse“ steht. Wir sind hinein, der Fernseher lief laut, die Frau des Büros  schaute Trash-TV und der nette Herr erklärte uns zwischen Papieren und allem möglichen was so herumlag, dass er für uns gerne alle Teile von Marine Warehouse in Miami bestellt. Man kann dort also den 500 seitiges Katalog durchblättern und sich heraussuchen, was man braucht und er bestellt es dann und es kommt dann per FedEx in die Marina oder zu ihm.

Es war auf jeden Fall sehr abenteuerlich mit dem Auto durch Panama zu fahren. Berthold hat das bravourös gemeistert. Die Verkehrsregeln sind nicht so ganz eindeutig, und es erscheint einem manchmal schon etwas ungewöhnlich, aber Berthold hat uns beide sehr gut und sicher durch die Straßen und Gassen geführt. Wenn nicht gerade die anderen Verkehrsteilnehmer die volle Aufmerksamkeit erfordern, dann sind es die riesigen Löcher in der Fahrbahn. Langweilig wird es nicht.

Für Freitag hatte sich Volvo für die Inspektion angekündigt. Nachdem dort niemand englisch spricht, gab es einigen Email-Verkehr von netten Menschen die uns mit spanisch aushalfen und mit immer neuen und anderen Informationen. So schrieben sie, dass Sie Fotos der Motoren und der Motornummern möchten, unsere Adresse und die Kreditkarten-Daten. Haben wir alles geschickt. Daraufhin hörten wir nichts mehr und bekamen auch keine Antworten mehr. Als wir dann, wieder nach der ein und anderen Email, jemanden baten dort anzurufen, sagten sie, wir sollten den kompletten Betrag schon einmal überweisen und ihnen den Beleg schicken, dann kämen sie am Freitag. Haben wir alles gemacht. Aber wer am Freitag nicht kam, waren die Volvo-Leute. Sie haben sich natürlich auch nicht gemeldet. Als wir dann wieder jemanden gefunden haben, der dort anrief, sagten sie, das Geld wäre noch nicht auf ihrem Konto, sie kämen Montag oder Dienstag. Völliger Quatsch, denn von unserem Konto ist der Betrag schon abgebucht. Da hatte wohl einer einfach freitags keine Lust. Heute, Samstag, haben wir wieder angerufen, schwups, das Geld ist da und jetzt kommen sie dann am Montag. Sagen sie. Wir werden sehen.

Wer jedoch da war am Freitag, ist Thorsten. Thorsten und Laura sind ein junges Paar und mit ihrem Schiff hier im Hafen. Sie planen demnächst ihre Weiterfahrt über den Pazifik. Hier hatten sie nun einen etwas längeren Aufenthalt um sich noch etwas Geld für die nächste Strecke und ihre Film- und Umweltprojekte zu verdienen. Sie sind ein sehr nettes und sympathisches Deutsch/Kanadisches Paar. Thorsten hat Naval-Architektur studiert und Laura ist Ökologin. Thorsten hat unser Rigg gecheckt und tatsächlich eine Nieten-Korrosion im Spi-Fall-Beschlag entdeckt und repariert. Vielen Dank Thorsten! Denn wir werden ja mit dem Spi-Fall den schönen neuen Wingaker segeln. Jetzt können wir das auch ohne Bedenken.

Außerdem hat er ein wunderschönes Foto aus 20 m Höhe vom Mast aus geschossen:

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Kanal-Transit und andere Geschichten

Vor drei Tagen ist Berthold mit Klaus und Erika auf deren Schiff durch den Kanal gefahren. Er kam erleichtert und voller neuer Eindrücke zurück. Sie hatten eine sehr leichte Kanal-Passage ohne irgendwelche Komplikationen. Jetzt weiß Berthold schon ganz gut, was auf ihn zu kommt und kann viel gelassener den Transit mit der Sempre due angehen.

Da Thilo seinen Ankunftstermin vom 26.1. noch einmal geändert hatte und ich das wahrscheinlich irgendwie nicht richtig mitbekommen habe oder nicht richtig notiert hatte, wird er jetzt erst nach dem Panama Kanal am 31.1. in der Playita Marina zusteigen. Wir haben dort vorsichtshalber einen Platz bis zum 02.02. reserviert.

In der Zwischenzeit sind wir mit den Vorbereitungen an Bord weitergekommen. Jetzt nähe ich noch den Reißverschluss der Lazybag wieder ein. Ich habe gestern schon damit angefangen. Wahrscheinlich hat die Sonne die alte Naht zerstört. Da der Stoff ziemlich dick ist, sind mein Zeigefinger und die Daumenspitze schon ein bißchen angegriffen. Aber ich habe jetzt nur noch 1 1/2 Meter zu nähen. Der starke Wind der zur Zeit in die Marina weht macht es mir nicht gerade leichter.

Dafür gibt es eine schöne Italien-Geschichte zu erzählen: Unsere italienische Nachbarin sagte mir, dass ein Freund von ihr, aus Sizilien, der in Panama lebt, einen kompletten Container Wein bestellt hat. Weißwein Grillo und Rotwein  Nero di Tavolo, 5 USD pro Flasche. Da sie auf dem Schiff immer Gäste hat, hat sie sehr viel bestellt und ich von jeder Sorte erst einmal zwei Kisten.

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Als Berthold dann von seinem Kanal-Transit zurück kam, haben wir den Weißwein probiert und fanden ihn sehr gut. Und auch der Rotwein ist sehr lecker. Den haben wir gestern mit Mike probiert.  Für Mike werden wir dann morgen noch Wein besorgen, denn die nette Nachbarin gab mir die Telefonnummer von Beppe. Auch wir werden noch zwei Kistchen Weißwein für uns mitnehmen.

Denn ab morgen haben wir ein Auto gemietet. Es war gar nicht so einfach eines zu bekommen. Schon lustig. Noch nicht mal in Panama City. Aber – alles braucht hier etwas länger. Der Mechaniker, der heute mit den Reparaturen auf Mikes Schiff beginnen wollte, ist noch immer nicht aufgetaucht. Es ist jetzt 20 vor 11. Na, da bin ich mal gespannt.

 

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Busy day, 06. 01.2017

Berthold war heute schon um 8 Uhr mit Mike verabredet. Also ging es sehr früh aus den Federn. OOROO1 wurde aus dem Wasser gekrant. Das Unterwasserschiff braucht einen Anstrich und Mike nutzt die Gelegenheit für einen Ölwechsel. Morgen wird sie wieder ge“splasht“.

Während Berthold und Mike unterwegs waren habe ich die Sempre due mal wieder gründlich abgespült, was bei dem schlappen Wasserdruck hier wirklich lange dauert. Aber das Schiff war wieder voll mit schwarzem Staub. Ich vermute von den großen Containerschiffen, die hinter uns immer in den Panama-Kanal einfahren und ausfahren.

Die Waschmaschine lief und als Berthold zurück kam, haben wir damit angefangen das Schiff zu polieren. Lot of work on Sempre due. Aber jetzt glänzt zumindest eine Hull-Seite wieder wie neu.

An die andere Seite kommen wir nicht so einfach dran. Mal schauen, ob wir mal das Dinghy ins Wasser lassen, unten durchs Schiff durchhangeln und dann vom Dinghy aus polieren.

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Morgen um 13 Uhr ist Berthold mit Klaus und Erika verabredet, um mit ihnen und deren Schiff als Linehander durch den Panama-Kanal zu fahren. Dann kann er schon einmal ausprobieren, wie das so ist.

Das bedeutet, dass ich bis Samstagnachmittag alleine auf dem Schiff bleiben werde. Ich habe noch einiges an Polierarbeiten zu erledigen und will auch schon einmal die Matratzenschoner für die Gästekabinen zum Waschen bringen. Soll ja alles schön und frisch sein wenn Jan und Thilo ankommen.

 

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Shelterbay Marina, Panama

Die Tage in der Shelterbay Marina sind ausgefüllt mit der Organisation der Panama-Kanal-Passage und der Pazifik-Überfahrt. Es gibt doch immer noch ein paar Dinge zu erledigen.

Gestern war der Garmin-Spezialist an Bord und justierte unser Navigationssystem neu. Bei der letzten Fahrt sah es auf dem Bildschirm immer so aus, als würde das Schiffchen abbiegen wollen. Man gewöhnt sich daran, aber es irritiert ein bißchen und man hat ständig den Eindruck, man müßte den Kurs korrigieren. Und auch die Kompass-Kurse zwischen Autopilot und Navigationsbildschirm stimmten nicht ganz überein. Erik löste alle Probleme und nach einer kurzen Probefahrt war Berthold sehr zufrieden. Alles wie neu.

Kurz danach kam dann der Kanal-Inspektor um das Schiff auszumessen. Und am Nachmittag hatten wir Besuch von Roy Bravo unserem Agenten (Emmanuel Agencies), der die Kanal-Passage für uns organisiert. Es war ein sehr netter Besuch und Roy Bravo war sehr professionell und erklärte uns genau, worauf es bei der Passage ankommt. Wir haben einen professionellen Linehander gebucht, der die Linehander-Crew (Jan, Thilo und zwei Frauen aus der Marina) anleiten wird.

Wir mussten den Kanal-Termin vorverlegen. Denn die ARC World und auch die Oyster-Rallye will um unseren Start-Zeitpunkt herum durch den Kanal. So dass wir erst am 05. Februar hätten starten können. Das wäre zum einen viel verplemperte Zeit für Thilo und zum anderen ist es nicht so schön, so lange in der heißen Marina abzuhängen und nicht viel tun zu können.

OOROO1 haben ihre Pläne geändert. Sie fahren erst am 05. Februar um sicher zu gehen, dass alle Reparaturen durchgeführt wurden und sie bleiben länger am anderen Ende des Panama-Kanals in der Marina. So ist das eben beim Langstrecken-Segeln, mit den Gegebenheiten ändern sich die Pläne. Nichts funktioniert hier so, wie wir es von zu Hause her kennen. Und von einer Oyster-Rallye hatten wir bis vor ein paar Tagen noch nie etwas gehört 🙂

 

 

 

 

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Happy New Year 2017

Wir wünschen euch allen ein friedliches, glückliches, zufriedenes und gesundes Jahr 2017.

Allen Seglern immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

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Mit Krawumm dem neuen Jahr entgegen

Am 30.12. sind wir gegen 8 Uhr in der Red Frog Marina gestartet. Zunächst fuhren wir in traumhaftem Wasser durch die Mangroven- und Inselwelt von Bocas Des Toro. Wirklich wunderschön. An manchen Stellen war das Wasser so flach, dass man die Finger der Korallen zählen konnte. Das hat Spaß gemacht. Ich saß vorne auf dem Bug und wir fuhren in Schleichfahrt über die flachen Stellen.

Nach ca. 3 Stunden waren wir dann draußen auf dem Atlantik. Zunächst lief alles wie vorhergesagt. Langgestreckte Wellen von vorne, ca. 1,50 m hoch, Wind mit 10 Knoten von hinten und Strömung mit uns. Es sah aus als würde es ein guter Törn nach Shelterbay Marina werden. Die ersten zwei bis drei Squalls mit ordentlich Regen und wechselnden Windrichtungen steckten wir noch völlig gelassen weg. Wir fuhren mit Motor, mußten uns auch nicht um Segel kümmern.

Aber plötzlich änderte sich alles: Ein Squall jagte den nächsten, es schüttete wie aus Eimern. Der Wind legte zu und entschied sich, ab sofort von vorne zu wehen und zwar nicht mit den angekündigten 10-15 Knoten, sondern er spielte sich auf 25-27 Knoten ein, um in Böen auf 32 Knoten zu steigen. Und auch die Wellen bäumten sich auf 2-3 Meter auf.

Ab da war für mich Ende: ich wurde zum ersten Mal so richtig seekrank. Ich kenne es, dass ich beim ersten Törn ein wenig müde werde oder leicht schwindelig und ich mich mal zwischendurch hinlege. Aber diesmal, war alles zu spät. Ich konnte nur noch liegen und jedes Mal wenn ich den Kopf hob wurde mir übel.

Es war wirklich die schlimmste Fahrt die wir je mit unserem Schiff unternommen haben. Aus dem 24 Stunden Törn wurden dann 27 Stunden, weil auch die Strömung gegen uns war. Ich dachte, er endet nie. Berthold musste die komplette Fahrt alleine bewältigen. Ich versuchte zwischendurch einmal zu wachen, aber das ging ca. 10 Minuten. Berthold fuhr mich sicher durch Wind und Wellen bis zur Shelterbay Marina. Wenn die Müdigkeit zu stark wurde, machte er ein paar Sportübungen. Es war ansonsten kein Schiff weit und breit zu sehen. Erst kurz vor der Einfahrt zum Panamakanal lagen mehrere Containerschiffe vor Anker und eines bog direkt vor uns ein.

Kaum waren wir in die Panamakanal-Einfahrt eingebogen und sicher hinter den Wellenbrechern, war meine Seekrankheit sofort vorbei. Zwar noch ein bißchen schummrig, von der schlimmen Nacht in der ich ja auch nicht geschlafen habe, aber es ging wieder besser. Fender raushängen und  die Leinen vorbereiten,  waren kein Problem.

Bei der Einfahrt in die Marina stand Mike ganz vorne auf dem Steg und winkte uns entgegen. Wir haben uns so gefreut ihn zu sehen und dann kam auch David, den wir auch in Red Frog bereits kennengelernt haben. Die beiden und zwei Marineros halfen uns mit den Leinen und wir standen in unserer Berth und waren einfach nur glücklich. Und Berthold mein großer Held. Vielen Dank!!

Mike und David kamen noch kurz an Bord. Dann ist Berthold rasch unter die Dusche und ins Bett und schlief zwei Stunden tief und fest. Ich spülte das Salz vom Schiff und spülte das Geschirr vom Abend.

Später trafen wir uns mit Mike im Marina-Restaurant. Wir aßen zusammen eine Kleinigkeit, tranken jeder zwei frische Panama und so gegen 21 Uhr sind Berthold und ich zurück zum Schiff und auch direkt schlafen gegangen.

Silvester in Panama passierte ohne uns. Silvester in Deutschland war ja schon vorbei und in Australien schon längst. So viel Krawall kann ein Feuerwerk gar nicht machen, wie wir es die letzten Stunden des Jahres hinter uns hatten.

 

 

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Letzter Einkauf in Bocas Town, weil morgen gehts weiter

Wetterwelt hat noch einmal bestätigt, dass wir morgen, am 30.12. ein kleines Wetterfenster haben werden, um die 24 Stunden-Fahrt nach Colon zu starten. Es wird bestimmt etwas ungemütlich, denn die Wellen sind noch immer gegen uns. Jedoch nur noch ca. 1,50 m hoch. Wie auch immer, morgen geht’s los und heute haben wir noch den letzten Einkauf in Bocas Town erledigt. Berthold kocht gerade das Essen für morgen vor und danach gehen wir vielleicht ein bißchen mit dem Dinghy raus aus der Marina um zu Schwimmen.

Auf dem Weg mit dem Wassertaxi zurück zur Marina fuhr unsere Tour diesmal ganz andere Wege. Überall wurde irgendetwas ein- oder ausgeladen oder es stiegen Leute aus. Das war bei dem traumhaften Wetter, das wir heute haben, eine wunderschöne Fahrt und Berthold hat wieder einige schöne Bilder gemacht, die wir natürlich mit euch teilen:

 

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Gestern am Strand (28.12.16)

Um den Tag ausklingen zu lassen, haben wir uns wieder auf unseren täglichen Spaziergang zum Strand gemacht. Es regnet nicht mehr so häufig und wir wollten noch ein paar letzte Bilder einfangen, bevor wir im Punta Lava Restaurant eine Kleinigkeit zu Abend essen.

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