Nuku Hiva

Gestern Mittag kamen wir nach einer ungemütlichen, regenreichen Nacht, ohne Wind also unter Motor, nach Nuku Hiva.

Als wir in die große Bucht einfuhren und staunend das Örtchen betrachteten, entfuhr Jan: „… die Schweiz der Südsee“. So sauber, so aufgeräumt, so schöne Häuser.

Und: Die Bucht ist sehr geschützt. Kein Schwell und keine Fallwinde. Sehr schön, hier gefällt es uns.

Dann, voller Spannung, unser Landgang. Es war eine so friedliche Atmosphäre auf der Insel. 3.000 Einwohner lassen es super entspannt angehen. Wir sind durch das komplette Dörfchen gewandert.

Die Sonntagsstimmung war so erholsam. Überall waren Grüppchen und manche spielten Volleyball oder Fußball, quatschten  oder aßen etwas. Die fast alle tatauierten, also tätowierten jungen Männer waren sehr zurückhaltend und höflich. Die Frauen sind im übrigen auch fast alle tätowiert. Und haben oft wenigstens eine Blüte im Haar.

Wir gingen zu einer Lodge/Bar am Hang mit wunderschöner Aussicht auf die Bucht. Nach einem Cocktail und zwei Bier waren wir hungrig und fanden ein großes Zelt, wo die Locals essen gingen.

Wir hatten Glück, denn da es Sonntag war, war sonst alles zu. Aber hier konnten wir gemütlich speisen und uns die Augen aus dem Kopf schauen.

Ich fragte mich noch auf dem Boot vor Fatu Hiva immer wieder, wie die Menschen hier wohl aussehen. Es ist so, wie wir es aus Filmen kennen. Leicht asiatischer Einschlag, leicht füllig viele und viele Frauen mit Blütenkränzen um den Kopf …

Es gibt nicht alles, aber vieles hier zu kaufen: Lokale Kunst, Früchte, Gemüse. Aber hallo, alles richtig teuer. Eine Dose Bier kostet im Supermarkt fünf Euro. Das Geld heißt „Französisch Polynesische Franc“, sieht witzig aus und 10.000 XPF oder CFP sind ca. 100 Euro. Hier jedoch höchstens 50 Euro wert.  Kein Aldi hier.

Naja, jedenfalls sind wir nach unserem Abendessen ziemlich beschwingt und selig zum Schiff  zurück und auch bald ins Bett.

Heute waren wir dann Einklarieren. Die drei Gendarmen, anderthalb sprachen deutsch (!), scherzten mit uns und waren super höflich. Auf keiner unserer Reisen habe ich so eine fröhliche, problemlose Eincheckerei erlebt.

Morgen wollen wir ein Auto 🚗 mieten und die Insel unsicher machen.

Technisches:
– Der Wind ist in den nächsten Tage sehr mau.
– Tanken wird ein Abenteuer: Anker werfen und rückwärts an eine hohe Kaimauer fahren und irgendwie neben dem Militärboot fest machen.
– Einkaufen, einkaufen, einkaufen.

Übermorgen früh verlässt Thilo die Sempre due und Jan und ich fahren alleine die fünf Tage Fatarava, einem Atoll in den Tuamotus.

Dieser Beitrag wurde unter 12/2016 bis 08/2017 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Nuku Hiva

  1. WGC schreibt:

    Toll!

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