Thilo schreibt

„Erst jetzt begreife und spüre ich richtig, wie weit und wie lang die Überfahrt von Panama zu den Marquesas-Inseln wirklich ist. Mit dem Finger auf der Landkarte ist das zuhause im Wohnzimmer schnell gemacht. Anfangs war ich wie betrunken von der ständigen Fahrt des Schiffes und seinen Bewegungen. Ohne Unterbrechung wird die Sempre due von Skipper und Crew vorangetrieben und rauscht unaufhaltsam weiter nach Westen.

Dabei stets umhüllt von dem lauten Getöse des Ozeans, dem Ächzen und Knarren des Rumpfes, dem Heulen und Toben des Windes, dem Prasseln und Peitschen des Regens und dem lauten Knallen der Wellen gegen die Unterseite des Deckshauses zwischen den beiden Kufen.

Des Nachts noch verstärkt durch die fehlende Sicht – hinein in tiefes Schwarz, bis die Nachtwache endet. Das Boot tanzt auf den Wellen, neigt und dreht sich im Rhythmus des Pazifiks. Es ist wie ein Rausch, dem ich mich nicht entziehen kann. Meine Sinne werden klarer. Und wir tanzen einfach mit.

Es ist ein unglaubliches Erlebnis, das ich wohl erst viel später in seinem vollen Umfang erfassen kann.“

Dieser Beitrag wurde unter 12/2016 bis 08/2017 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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