What a bloody good day for sailing …

Nach dem Frühstück haben wir uns von der Boje losgemacht. Weiter geht’s in Richtung Saint Lucia. Geplante Ankunft Bequia nach ca. 2-3 Stunden. ABER – der Wind hat tatsächlich etwas zu unserem Vorteil gedreht, so dass wir schon an der Ausfahrt aus der Bucht die Segel setzen konnten. Hagen zieht das Großsegel hoch, mit einem Reff, weil der Wind doch noch gut mit 20-25 Knoten bläst. Vorsegel raus (wir erinnern uns: Berthold sagt, es ist das Gaspedal des Segelschiffs) und los ging es.

Wir hatten einen wunderbaren Segelwind. Mit 7, 8 und auch teilweise 9 Knoten kamen wir so gut voran, dass wir uns umentschieden haben und statt nach Bequia zu fahren, sind wir gleich weiter nach Saint Vincent in die Wallilabou Bay. Das waren dann noch ca. 2-3 Stunden mehr bis wir hier waren.

Wie im nautischen Reiseführer beschrieben, wird man schon vor der Einfahrt in die Bucht von Bootsboys abgefangen. Sie wollen einem beim Festmachen an den Bojen helfen und/oder Sachen verkaufen: Obst, Gemüse, Fisch, Schmuck. Das ist ein bißchen nervig, weil man sich ja auf die Bucht einstellen muß. Wir waren hier ja noch nie. Man weiß nicht wie es da aussieht, wie die Möglichkeiten zum Ankern oder an den Bojen sind etc.

Wir wurden von einem Boot „abgefangen“ in dem zwei Männer saßen. Der Versuch sie abzuwimmeln ging schief, weil sie einfach im gewissen Abstand weiterhin neben uns her gefahren sind. Na gut, dann konnten sie uns auch helfen, wenn sie eh schon da sind.

Die Wallilabou Bay ist nicht sehr groß und bis kurz vor Land auch relativ tief. Wir haben im südlichen Teil der Bucht an einer Boje festgemacht und mußten uns dann noch mit einer langen Leine nach hinten festmachen. So liegen wir jetzt schön fest und sicher.

Die Wallilabou Bay ist bei Fans der Filme „Fluch der Karibik“ bekannt. Hier wurden sehr viele Szenen für die ersten drei Filme gedreht. Es stehen noch einige Kulissen und es gibt noch etliche Requisiten zu besichtigen. Das Restaurant Wallilabou Anchorage hat viele Requisiten ausgestellt und alle sind ganz stolz darauf, dass hier gedreht wurde. Ein Bootsboy der zu uns ans Schiff kam erzählte, dass er die Rolle des Fischers hatte. Ein anderer erzählte Hagen, dass die Bootsboys während der Dreharbeiten ganz viel Geld verdient hätten, weil sie so bezahlt wurden, als wäre die komplette Bucht, die ja gesperrt wurde für die Aufnahmen, voller Schiffe.

Morgen werde ich ein paar Fotos machen.

Leider hat die Bay wie auch der Rest von Saint Vincent unter den Seglern keinen besonders guten Ruf, weil hier öfter Schiffe ausgeraubt werden. Meistens abends, wenn die Mannschaft an Land zum Essen ist. Also haben wir heute alle Fenster wirklich fest verschlossen und Licht angelassen und wir konnten das Schiff vom Restaurant aus auch gut sehen. Wobei man sagen muss, dass hier mittlerweile auch schon jemand zwischen den Schiffen herumfährt und aufpasst, dass nichts passiert. Also wird die Aera der Raubzüge vielleicht auch bald vorbei sein.

Wir werden morgen noch einmal einen Tag hier verbringen. Fotos machen und es gibt nach einem ca. 15 minütigen Fußweg einen schönen Wasserfall, den wir uns anschauen wollen und außerdem kann man in der nördlichen Ecke der Bucht wohl auch gut schnorcheln.

Dieser Beitrag wurde unter 07/2014 bis 05/2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu What a bloody good day for sailing …

  1. Michael Turowski schreibt:

    Hallo Ihr vier,

    wenn ihr auch einmal etwas von einem „Gleichgesinnten“ lesen wollt, bitte schön:
    http://www.spiegel.de/reise/fernweh/weltumsegler-wilfried-erdmann-rezept-gegen-einsamkeit-a-1007285.html

    Bis bald
    Turi

    • Holger Ruhnau schreibt:

      Ich hab mir den Artikel mal durchgelesen:
      Mit dem Wind reden – naja, aber ok.
      Mit dem Kochtopf reden – schon sehr, sehr seltsam, aber ok.
      Aber sobald der Topf anfängt zu antworten – lasst den Rumpunsch weg und holt euch Dr. Bob aus dem Dschungelcamp! 🙂

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