La Graciosa – Landausflug

Zu dieser wunderbaren kleinen Vulkaninsel muss ich einfach noch etwas schreiben, bevor wir morgen früh weiter fahren nach Lanzarote. Dort werden wir dann ca. 7 Tage in einer Marina namens Puerto Calero verbringen. Wir haben ja noch ein bisschen Zeit, bis wir am 31. Oktober dann in Gran Canaria sein wollen.

Gestern (10.Oktober) haben wir unser Schlauchboot zu Wasser gelassen, die Paddel eingehängt und sind an Land gefahren. Das erste Mal übrigens, seit wir in Gibraltar gestartet sind. Die Tage zuvor waren wir mit ausruhen, aufräumen, umräumen, schwimmen und schnorcheln beschäftigt.

Wir haben uns auf den ca. 45 minütigen Weg zum einzigen Dorf der Insel gemacht, erst am Meer entlang, es war gerade Ebbe und später querfeld ein geradewegs in Richtung Dorf. Meine „Wüsten- und Entdeckerstiefel“ haben sich wieder einmal als sehr sinnvolle Anschaffung erwiesen und da hier alles nur Sandpisten sind, waren sie genau das richtige Schuhwerk. Der Weg hat wirklich viel Spaß gemacht.

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Direkt am Dorfrand befindet sich ein Zeltplatz auf dem ca. 15 Zelte weit auseinander verstreut standen. Direkt vor dem Zeltplatz liegt ein wunderschöner Sandstrand und nirgends ist es überlaufen. Zu dem Zeltplatz gehört ein kleines ovales Gebäude in dem Duschen und WCs untergebracht sind. Das habe ich mir natürlich gleich angesehen und – picobello sauber. Also: Mein Tipp an Hagen und Freunde und andere Menschen die gerne Zelten: Ab in den Flieger nach Lanzarote und mit der Fähre nach La Graciosa mit Zelt und Schlafsack.

Berthold und ich sind weiter ins Dorf gegangen und hielten uns in Richtung Hafen. Ich weiß gar nicht wie ich diese wunderschönen weißen Würfelhäuser mit ihren blauen Fensterläden und Türen beschreiben soll. Deshalb gibt es gleich noch ein paar Fotos. Wie gesagt, es gibt keine Straßen nur Sandpisten. Hier findet man Ruhe und Erholung. Für alle die nicht gerade zur Campingfraktion gehören gibt es hier auch ein paar exklusive Apartments, die sich optisch überhaupt nicht von den Wohnhäusern der 450 Einwohner des Dorfes unterscheiden.

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Außerdem gibt es zwei kleine Supermärkte, einen Bäcker, ein paar Bars und Restaurants, den Anleger für die Fähren und einen kleinen Yachthafen. Also – es ist alles da was man für schöne erholsame Ferien braucht. Wer Ruhe sucht und weg vom Massentourismus möchte – hier ist er richtig.

Wir haben uns für ein Restaurant in der Nähe des Fähranlegers entschieden. Er war sehr klein und wirkte auf uns sehr gemütlich und was besonders schön war, direkt am Tisch hinter uns saßen 6 spanische Männer, ich schätze sie waren so ungefähr Ende 60, die von einer Gitarre begleitet spanische Volkslieder sangen. Das war so berührend.

So saßen Berthold und ich vor einer Platte mit köstlichen gegrillten Fischen, dazu die typisch kanarischen Kartoffeln und einem Salat   und genossen den Moment. Es war ein wirklich ganz besonderes Erlebnis.

Später sind wir zu einem der beiden Supermärkte gegangen und haben noch etwas Gemüse und Obst geholt, denn davon hatten wir mittlerweile nichts mehr an Bord. Beim Bäcker haben wir zwei Brote geholt und danach sind wir wieder querfeldein in Richtung Ankerbucht gegangen. Diesmal mussten wir zum Teil die Auto-Sandpiste gehen, weil das Wasser gestiegen war und der Weg am Strand entlang nicht mehr begehbar.

Ca eine Stunde später waren wir wieder in unserer Bucht angekommen. Wir zogen unser Schlauchboot ins Wasser und paddelten zurück zur Sempre due. Naja, das hört sich jetzt so locker flockig an. Aber die Wahrheit ist, dass Berthold ganz schön schuften musste, weil wir ordentlich Gegenströmung hatten.

Die drei jungen Norweger auf unserem Nachbarschiff konnten sich das Lachen gar nicht verkneifen, als sie uns haben herbei rudern sehen. Das muss wohl auch ein lustiges Bild gewesen sein. Ich sitze wie Frau Königin auf dem Rand des Schlauchboots mit Sonnenhut auf dem Kopf und Berthold schuftet und rudert was das Zeug hält.

Aber da die Jungs uns immer an Hagen und seine Freunde erinnert haben, wir sie aus der Ferne als „unsere Wikinger“ bezeichnet und wir sie schon ins Herz geschlossen hatten und wir  ziemlich knapp an deren Boot vorbei kamen und sie sich echt Mühe gaben, das Lachen höflicher Weise zu unterdrücken, haben wir Ihnen eines der beiden Brote, die wir gekauft haben angeboten. Da haben sie sich wirklich sehr gefreut. Und einer der Jungs, sprach sogar ganz gut deutsch, konnte sich nicht verkneifen uns noch ein schönes Rudern zu wünschen.

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Das war wirklich ein schöner Ausflug.

Dieser Beitrag wurde unter 07/2014 bis 05/2015, Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu La Graciosa – Landausflug

  1. Friederike + Ergün schreibt:

    O wie schön, La Graciosa und Fisch mit Papas arrugadas con mojo! Hört sich ganz nach unserem nächsten Urlaubsziel an;) Wir waren ja schon 4mal auf La Palma und lieben es! Ach, hier fängt, trotz heutigem Sonnenwetter, spürbar der Herbst an und Ihr seid im ewigen Frühling.
    Wir wünschen euch weiterhin gute Fahrt und noch ganz viel Kommunikation mit meinen absoluten Lieblingstieren, den Delfinen. Wollte mir als Kind immer einen in der Badewanne halten, konnte meine Eltern aber nicht davon überzeugen, dafür gabs dann immerhin Katzen …

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